Aufsatz: Breitbandkabel der RP

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#4
Die Auffrischung hat gut getan. Einige User von Nebenan sollten das auch mal lesen. Ich denke da z.B. an R.E.

Gruss
Varga
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#5
Ich find´ es immer toll, wenn sich Leute die Mühe machen, sonlchen "Kram" zusammenzuschreiben.

Drei Sachen sind mir allerdings aufgefallen:

Kabel 502:
Das Verstärkeramt in Neustadt wurde 1935 erbaut und mit einem Kontrollapparat zur Überwachung der Gespräche nach München bzw. Berlin ausgestattet.
War das eine technische Überwachung, oder ging es um die Inhalte (=Abhören)?

Unterbrochen durch Kampfhandlungen wurde das Kabel erstmalig im April 1945 westlich von Ohrdruf.
Ich dachte bislang immer, es wäre durch die Eroberung des Amt 8 unterbrochen worden. Das wäre allerdings in/nördlich von Ohrdruf. Oder ist die Verstärkeranlage westlich vn Ohrdruf gemeint? Kann man das belegen? Quelle?

Ortsnetz Berlin, Seite 9
Unter dem Fernamt Winterfeldtstraße ist ein "Sportplatz" gelistet.
Das halte ich für Käse, m.M. müsste das wahrscheinlich "Sportpalast" heißen, denn der lag direkt auf der Rückseite der Winterfeldtstraße. Wo stammt denn diese Übersicht her?


... und noch ein Hinweis zum Quellenverzeichnis: "Hans Georg" und "Krampe" sind ein und die gleiche Person: nämlich Hans-Georg Kampe (ohne "r"). ;)
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#6
Dem Hinweis eines Users nachgehend findet der interessierte Leser unter:
http://fernsehen.bplaced.net/pdf/Heft-05_Kabel.pdf
einen Aufsatz über das Breitbandkabel der Deutschen Reichspost.

:lesen: ... und, manchmal verschwinden ja solche Sachen recht schnell wieder im Netz - deshalb hier zur Sicherheit hinterlegt.

Viel Spaß beim Schmökern
Gerd
Hallo Gerd

Das "pdf" ist auch hier aufgetaucht: http://www.sachsenschiene.net/forum/viewtopic.php?p=39246#39246
Ist dieser User dein Informant? Wenn nicht, klopfe ich dem mal auf die Finger.

Gruss
Varga
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#8
Hallo Gerd

Da steht fogendes:

25.01.2013, 18:08 #1/2
Waldwichtel
Benutzer
Themenstarter



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Wohnort: 7901
Beiträge: 682



Fernsehkabel - Die Breitbandkabel der Reichspost -
http://fernsehen.bplaced.net/pdf/Heft-05_Kabel.pdf


Gruss Ecki



"Wir dürsten nach Wissen und ersaufen in der Information."






25.01.2013, 19:09 #2/2
Hermann
Benutzer



Registriert seit: 29.02.2008

Beiträge: 6201




WW, Danke, interssantes Thema. Wenn man dann noch weis welche Kabel ab 1945 aufgenommen, sprich "wieder ausgegraben" wurden oder der Beschlagnahme durch Weiternutzung unterlagen, kann eine interessante "neue" "Kabelkarte" malen.Vorallem wenn man bedenkt dass zwar beim Rückbau zum Teil Fachkräfte der ehemaligen DRP zum Einsatz kamen, aber die Arbeiten in der Regel durch Jedermann und manchmal Irgendwer erfolgten, kann ermessen welche Werte damit vernichtet wurden. Zum Teil weigerten sich die Rückbauer die Strecken wieder aufzunehmen, konnten es bei anderen kabeln manchmal auch verhindern. Manche Standorte, die später als Standorter von Richtfunkneachrichtenzentralen der sowjetischen Streitkräfte dienten (RRUS) befanden sich ganz zufällig an den Orten, die früher durchgangspunkt dieser Kabellinien waren, wenn man mal an Schlenzer ohne Behnsdorf denkt. Da stellt sich natürlich die Frgae, ob die die Kabel wirklich aufgenommen haben, oder nicht doch weiter nutzten, wenn wer nimmt schoan ein kabel auf um den Standort kabellos weiterzubetreibe und in später wieder mit Kabel zu versehen. Dazu gibt es in der Fachwelt verschiedene Aussagen und Auffassungen. Das traf auch auf Kabel zu die Richtung Posen und Liegnitz gingen. Da gibt es Aussagen au s der Zeit von Postleuten die angaben "aufgenommen" und es gibt Pläne und sogar Instandsetzungsabrechnungen der Post und Auftragsweisungen der verwaltung nachrichten der SMAD) die belegen, dass verschiedene Kabel weiter genutzt wurden, denn man wird ja aus der Traube oder FAHA keine Meldereiter eingesetzt haben. Wo genau nun die "Wahrheit" liegt ist schwer zu ergründen, aber seitdem die Kabelpläne verschiedener wichtiger bedarfsträger von 1945 bis 1953, diese Region betreffend vorhanden sind, meine ich, sie haben es vielleicht doch weitergenutzt und nicht rückgebaut, keine Ahnung, aber es macht vielleicht wenig Sinn Schemen und Verbindungspläne zu führen, die auf Strecken basieren die man gar nicht mehr nutzen kann und da die Schemen von ziemlich weit oben angebundenen Verwaltungen "bestätigt" wurden, könnte man vermuten, die Aussage "Weiternutzung Otlitschno" ist richtig. Ich denke im Zusammenhang mit der Traube und einigen anderen Zusammenhängen aus diesen Tagen wird es vielleicht noch einige Erkenntnisse geben. Das ODF stelt also ein wichtiges Forschungsebiet dar, es war mir bekannt, danke trotzdem WW, es gab ja hier Lesende die es nicht kannten.

Grüsse Hermann
Gruss
Werner
 

otto

Reiseleiter
Mitarbeiter
#9
:danke Werner,

ich kenne da drüben keinen User persönlich; interessant allemal das sich noch mehr User mit diesem Thema auseinandersetzen.

LG
Gerd
 
#10
Ich hab den Aufsatz (obwohl ich eine andere Information gesucht habe) ergooglet und bei Harry verlinkt. Der selbe Link ist drei Tage später im Bunkerforum gepostet worden. Ob der Link neu gefunden oder weitergereicht wurde, ist mir eigentlich egal. Gut ist, daß sich Leute die Mühe machen, solche Informationen zusammenzutragen. Der "Krampe"-Schnitzer fiel mir auch auf. Es ging mir speziell nebenan darum zu zeigen, daß ein Verstärkeramt wie Hohenkirchen nur eines von vielen auf der Trasse war, da einige Leute dies im Zusammenhang SIII total überbewerten.
 

Varga

Mann aus den Bergen
Mitarbeiter
#11
Ich finde es gut, dass Links in Foren weitergereicht werden. Für so was ist ein Forum unter anderem auch da.
Was mir aber dabei weniger gut gefällt, ist das kommentarlose Weitergeben derselben. Bei mir entsteht bei einem solchen Tun den Eindruck, der User wolle sich profilieren nach dem Motto: Seht Leute, ich bin ein Pfundskerl.
Es fällt niemanden ein Stein aus der Krone, wenn er die Herkunft von einem Link bekannt gibt.

Gruss
Varga
 
#14
Hallo SuR und die anderen,

es muss natürlich Kampe heißen. Danke für den Hinweis. Ich hab den Mist verzapft. Man möge mir verzeihen. Das Hans Georg und Kampe eine Person sind, war mir bekannt, ich habe lediglich seinen Usernamen angegeben. Zu deinen Fragen. Ich hoffe, ich kann sie hinreichend beantworten. Bin absoluter Laie, der am Thema interessiert ist und versucht hat alle Flicken mal zusammenzuschreibseln. Das geht sicher noch wesentlich besser.

zu 1)

Quelle "Der sprechende Knochen", Jürgen Bräunlein, Königshausen & Neumann, S. 39 (auf books.google.de abrufbar, Zugriff 5.2.13)

"... Im Verstärkeramt stand übrigens ein Kontrollapparat. Zusammen mit meinem Vater habe ich zum Beispiel Bilder von den Reichsparteitagen, ich glaube, der letzte war 1938, auf diesem Kontrollgerät sehen können. Das hat sonst niemand in Neustadt gesehen. ..."

Aus einem Interview mit Karl Büchner vom 20. November 1997

zu 2)

Quelle "Das militärische Fernmeldewesen in Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1939-1945" Hans Georg Kampe

1.4.1945 " ... Erstmalige Unterbrechung des Breitbandkabels Berlin-München-Wien bei Gloggnitz südlich Wiener Neustadt durch sowjetische Truppen. Der o.g. Unterbrechung folgten bald weitere "... auch westlich Ohrdruf, ...""

zu 3)

Quelle "Das Fernsehen in Deutschland bis zum Jahre 1945" Gerhart Goebel, Archiv für das Post- und Fernmeldewesen 5/5. Jahrgang 1953, Seite 339

Da steht wirklich "Sportplatz", es kann aber durchaus sein, das es ein Schreib-/Satzfehler ist.

Beste Grüße
 
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