Ehem. Steinbruch der Rechnitzer Asbestwerke (VEDAG)

Bunker Ratte

Well-Known Member
#1
Auf meinen Burgenland-Streifzug, machte ich auch eine Erkundungstour rund um den Geschriebenstein, zum ehemaligen Steinbruch der Asbestwerke. Ein schmaler einsamer Weg führte mich hinab zum ehem. Steinbruch. Leider konnte ich hierzu keine ausführlichen Hinweise oder Ergänzungen zum ehemaligen Betrieb der 1945 geschlossen wurde ausfindig machen bzw. recherchieren. Es soll ursprünglich 3 Stollen gegeben haben, jedoch ist meiner Ansicht nach nur mehr einer mit der KatasterNr: 2822/K5 durch einen kleinen Schlurf zugängig.

Im Buch "Mineral-Fundstellen OÖ., NÖ. und B von S.u.P. Huber aus 1977, fand ich einen kurzen Hinweis:
Bis 1945 bestanden 1,2 km westlich von Rechnitz einige Stollen und ein Steinbruchbetrieb. Aus Serpentinlinsen im chloritschiefer gewann man Asbest (sogenannten "Mikroasbest"); zum Teil "Serpentinasbest-Chrysotil"; an der Westseite des Nußgrabens auch "Hornblendeasbest-Amiant". Der Bruch ist inzwischen schon verwachsen.

Des Weiteren konnte ich bei den Geocachern, unter anderem dies herausfinden:
Die Asbestwerkstollen befinden sich am NW-Rand von Rechnitz, im Jahre 1945 aufgelassenen Asbest-Steinbruch.

Asbestwerkstollen I (Versetzter Stollen) ist 36m lang. Durch einen schlufartigen abwärtsführenden Einstieg erreicht man eine kleine Kammer, knapp nach dem Eingang folgt nach einer weiteren Engstelle und einer kleinen Mauer ein übermannshoher, nach NW bis W ziehender Gang, ca. 10m bis zu einer Verzweigung. Von hier ziehen zwei Blindgänge 3m gegen W bzw. 13m gegen N. Die Sohle ist teilweise von Verbruchsmaterial bedeckt.
Asbestwerkstollen II (Dunkler Stollen) ist 19m lang. Durch den mannshohen ca. 3m breiten Eingang zieht ein ca. 3m breiter Gang nahezu linear 19m gegen N. Der Boden ist von feinkörnigem Schutt bedeckt, im mittleren Bereich finden sich einige Blöcke.
Asbestwerkstollen III (Wasserstollen) ist 24m lang. Wenige Meter nach dem mannshohen Eingang erreicht man eine bis knietiefe Wasseransammlung, die bis zum Stollenende reicht. Der Stollen biegt von NW nach NE und endet nach 25m blind. Die zahlreichen Bohrlöcher weisen eine reiche Fledermausfauna auf.

Laut dieser Karte (Quelle) besuchte ich den Stollen II, wo sich auch die Hausruine nahe des Eingangs befindet. Die anderen beiden sind vermutlich eingebrochen oder verschüttet?!

Kann hier jemand weiter helfen zu diesen Thema, oder hat nähere Informationen zu Steinbruch und den Asbestwerken?

die Eindrücke meiner Erkundungstour:
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