FAn "Brucker Pforte" (Grenzraum NÖ./Bgld.)

josef

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#21
Josef: was war(en) dort für Waffen verbunkert?
Sieht mir nicht nach einem Turm aus. PAK?
Wie ich schon schrieb, hat der Bunker eine "Scharte", also PAK oder sonstiges verbunkertes Geschütz... In der "Frühzeit", als nach der Ungarnkrise 1956 mit dem Bau von Befestigungen bei der "Brucker Pforte" begonnen wurde => "Schleinzerwall" (nach dem damaligen Verteidigungsminister benannt), wurden eben die verschiedensten, teilweise noch aus Kriegsbeständen stammende, Waffen eingebaut. Jedenfalls war bei dieser FAn kein Turm oben aufgesetzt. Habe die Anlage im "Vorbeifahren" dokumentiert...vielleicht weiss jemand genaueres über die ehemalige Bestückung...?

Nochmals das Bild mit der schlecht erkennbaren "Scharte":
 

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#24
Charioteer:
Echt da waren Charioteer-Türme verbaut?
Ich denke das ist eine der älteren Fan, oder? Hat man nur die Charioteer-Türme so verbunkert, bzw. warum ist man dann übergegangen die Cent-Türme einfach nur auf einen Bunker aufzusetzen?
Verbunkert: Besserer Schutz(Tarnung?), jedoch eingeschränktes Sicht- und Schußfeld, teurer!
Aufgesetzt: ungeschützter(er) Turm, zusätzliche Tarnung (Hütte) erforderlich, jedoch rundum Schußfeld und (wahrscheinlich) billiger in der Herstellung!

Man möge mich korrigieren!!!!:)

Und ich glaub die Bilder hatten wir hier schon mal:
 

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#27
Bunkeranlagen bei Rohrau/Petronell

Hallo! :Biene:

Haben gestern zufälligerweise (waren beim alten Umspannwerk in Rohrau und wollten noch zur KuK Sendestation beim Spitzerberg) mehrere Bunker zwischen Rohrau und Petronell-Carnuntum in einem Waldstück gefunden.
Das Gelände war eingezäunt, jedoch alle Türen offen, kein Schild angebracht und anscheinend auch nicht mehr in Betrieb. Die Bunker waren alle versperrt, bis auf einen, in dem wohl ein Geschütz installiert war.
Ich nehme an,das es Übungsbunker sind/waren, die eventuell aus dem Weltkrieg vom Bundesheer übernommen wurden und teilweise restauriert wurden. Man sieht auf manchen noch leicht die original Tarnbemalung.
Bei den Bunkereingängen stand jeweils "TÜ 23", und das ganze fortlaufend nummeriert, wobei wir keine 23 Bunker dort fanden, aber trotzdem unzählige.
Alle Bunker gehen mehrere Meter unter die Erde und haben ein kleines Gangsystem und kleine Räume mit roten Eisentüren. Auch eine Beleuchtungsanlage ist installiert.
2 Eingänge waren besonders interessant, da sie ganz anders aufgebaut waren wie die anderen und auf ein weitläufigeres System schließen lassen, aufgrund mehrerer Lüftungsrohre. Schätzungsweise auf einer Fläche von 50m².

Meine Frage: Kennt die jemand und kann mir genaueres über Verwendungszweck (Übung?) sagen? Habe bis jetzt von diesen Anlagen nichts gewusst, und vermute deshalb, das es anscheinend noch mehr solcher Anlagen in der Umgebung muss. Kennt jemand noch andere?

Anbei einige Fotos ...
:hopp
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
#34
Die Anlage TÜ23 war eine von vielen Festen Anlagen (FAn) des Schleinzer Wall's. Die Abkürzung "TÜ" stand dabei für "Türkenschanze", die nachfolgende Nummer war fortlaufend. Bestückt waren die Anlagen mit einer verbunkerten 83,4mm PAK L70 in einem Charioteer PzT. Ab 1980 wurden alle Anlagen auf das Kaliber 105mm (PAK M68) umgerohrt.
 
#35
FAn bei Petronell

Ich war heute in Petronell ein paar FAns ansehen. Dabei habe ich eine gefunden, deren Zweck mir nicht klar ist. Ich konnte weder eine Geschützöffnung noch eine Scharte für MG finden. Kennt jemand den Zweck dieser Anlage? Ich habe sie auf der Karte als X eingezeichnet. (Die Karte stammt von Beitrag 2). Da es die erste FAn war, die ich je gesehen habe (so zu sagen meien Jungfern-FAn) weiß ich nicht ob nicht schon Teile abgebaut wurden. Jedenfalls ist noch alles gut eingezäunt und schaut - im Gegensatz zu den beiden anderen FAns die ich heute gesehen habe - noch "im Schuss" aus.

Die nächste FAn, nur rund 500m entfernt, war mit TÜ9 bezeichnet. Gibt es irgendwo ein Verzeichnis der FAns mit deren Name damit man sie wenigstens ordentlich benennen kann?

Liebe Grüße
Rickie
 

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#36
Rickie:

Der von dir mit X- bezeichnete Bunker ist in privatbesitz und diente als Kommando/Beobachterbunker. Er war (bis auf Infantriebwaffung) nicht bewaffnet. An der Oberseite ist (war?) eine rechteckige Öffnung, welche Abgedckt werden konnte und zur Beobachtung diente.


lg

Cerberus9
 
#37
Felsenkeller

Wie cerberus9 schon geschrieben hat, handelt es sich bei der Anlage um einen Kommandobunker der als "Felsenkeller" bezeichnet wurde. Am obigen zweiten Foto ist auch schön die dazugehörige Betonsäule für die Halterung des ehemaligen Fernmeldeanschlusskasten zu erkennen.
 
#40
Welche Firmen haben diese FAn eigentlich errichtet?

In welchem Jahr wurden sie errichtet?

Ich vermute, irgendwann nach 1955?
Geplant wurden diese Anlagen ab 1957 durch Herrn Dipl. Ing. STIOTTA, einem Pionieroffizier (ehemaliger General der technischen Truppen) mit großer Erfahrung im Bunkerbau aus den beiden Weltkriegen. STIOTTA stand beim Bundesheer unter Werkvertrag (Abteilung Feldbefestigung), da der Obersten- Paragraph eine Übernahme in das Bundesheer untersagte.
Die FAn der Brucker Pforte wurden ab 1959 durch zivile Firmen, zum Teil auch durch Pioniere der Pionierzüge, errichtet.
 
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