FAn im Weinviertel bei Haugsdorf, Retz und Drasenhofen

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Harald 41

Guest
#1
War heute mit meiner Freundin in Unterretzbach, weil wir einige handgemachte Kerzen ansehen und kaufen wollte, kommt noch später etwas dazu.
Auf dem Heimweg fuhr ich über Kleinhaugsdorf Richtung Jetzelsdorf, auf ca. halben Weg in einer scharfen Rechtskurve, sieht aus wie ein kleiner Pass rechts steht eine Hecke oder so etwas ähnliches dann ein kleiner Parkplatz dahinter im Gestrüpp der Beobachtungsbunker der US Army-:D

Im Forum habe ich noch nichts davon gesehen, da streng Geheim ein weiterer geheimer NSA Horchposten:lol1:, nur in Google Earth kann man ihn finden, und hier.

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LG Harry

PS: Der besagte Bunker befindet sich 3km im Landesinneren
 

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josef

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#3
Ehemaliger Schartenbunker bei Haugsdorf

Hallo Harry,
habe mir erlaubt, die beiden Beiträge von der Epoche 1938-45 in die tatsächlich "zuständige" Kategorie 1955 - zu verschieben.

Die Anlage an der alten "Znaimer Bundesstraße" war neben den Anlagen des "Schleinzer Walls" an der Ostgrenze des Landes eine der Ersten verbunkerten Geschützstellungen an der Nordgrenze! Vielleicht kann jemand noch sagen, welche Geschütztype in dieser Schartenanlage stand? Diese "Altanlagen" der 1. Generation waren meist mit alten Wehrmachtsgeschützen, die aus Restbeständen der Besatzungsmacht irgendwo übrig blieben oder alten russischen Pak bestückt...

Bei dieser Anlage wurde das erstbeste natürliche Geländehindernis an der Bundesstraße zwischen der Staatsgrenze bei Kleinhaugsdorf und Jetzelsdorf ausgenützt. Strategisch hatte der Bunker alleine auf weiter Flur eher nur Symbolwert nach dem Motto "ich will, aber kann nicht" :D Hatte auch in der später folgenden Zeit der Raumverteidigung keine Wichtigkeit, da dort für den strategischen Großraum völlig deplatziert...

Die am "Link-Foto" sichtbaren "Ami-Malereien" stammen aus der Zeit nach Aufgabe des Standortes (-> private Besitzer) und haben nichts mit NSA zu tun :D

lg
josef
 
H

Harald 41

Guest
#4
Hallo Josef;
Das mit der Malerei ist mir schon klar, dass es sich um einen Scherz handelt, der ist in Privatbesitz wenn man rechts herum hinunter geht steht auch eine Bank vor dem Eingang und andere diverse Sachen, deswegen habe ich auch eine Smilie daneben gesetzt.
Nur der Sinn der Stellung in dieser Gegend inmitten von Weingärten und Feldern ist mehr als seltsam.
Eventuell eine Haugsdorfer Heurigen-Kellergassen Verteidigung.:D:suff

LG Harry

PS: Danke für das verschieben des Beitrages, war mir nicht ganz sicher in welche Epoche dieser gehört, da der Betonpfeiler in Bild 2 älter ist als die Anlage
 
#7
FAN Karte? hat die schon irgendwer???

Ja, würde mich auch sehr interessieren, ob die Stellung bei Haugsdorf die einzige im hohen Norden (Wald- und Weinviertel) war!

Hat vielleicht inzwischen irgendwer die im alten Thread erwähnte Karte mit den FAN's???

Ist aber auf jeden Fall ein "geiles Ding", das ich auch gerne hätte:D

Wäre auch interessant was so was heute kosten würde!

lg
woodquarter
 
#8
FAn Karte noch immer geheim!!!!

Habe mir die Mühe gemacht und direkt bei der SIVBEG angefragt, ob es diese Karte zu haben gibt. Man hat mir sehr freundlich und schnell geantwortet, dass diese "Objekte" nicht über die SIVBEG sondern direkt durch das BMLV verkauft bzw. an die Grundeigentümer rückerstattet wurden. Die SIVBEG hat meine Mail-Anfrage sogar an das BMLV weitergeleitet.

Heute hat mich ebenfalls sehr freundlich ein Mitarbeiter vom "Militärischen Immobilienmanagementzentrum, Abt. Liegenschaftsverwaltung" per Mail kontaktiert und mir mitgeteilt, dass die Auflistung der ehem. FAn's nicht öffentlich zugänglich ist!
Es liege ausserdem keine planliche Übersicht der FAn's vor. Ich sollte mich diesbzgl. aber an das Militärkommando NÖ wenden.


Ich seh schon, auf normalen Wegen ist diese Karte wohl nicht so einfach zu bekommen:schlecht:
 

josef

Administrator
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#9
FAn - Karte?

Hat vielleicht inzwischen irgendwer die im alten Thread erwähnte Karte mit den FAN's???

Ist aber auf jeden Fall ein "geiles Ding", das ich auch gerne hätte:D
Kannst du den Thread und die Beitrags-Nr. bekanntgeben, wo etwas von dieser Karte steht? Kann mich nicht erinnern, bin ja schon alt und vergesslich...:)

Glaube nicht, dass so eine Karte vom ÖBH mit den seinerzeit geheimsten Objekten einfach irgendwo veröffentlicht wurde! In den Jahren des "Kalten Krieges" und Ausbauzeit der Anlagen gab es einmal eine von Aktivisten der Friedensbewegung erstellte Liste mit Grundstücks- und Parzellennummern von FAn. Diese, auf Grundbuchdaten basierende Liste wurde, wenn ich mich recht erinnere, von den Grünen sogar ins Parlament gebracht...

Und wenn die Thematik nun überholt und nicht mehr geheim ist, wird es sicher aus Datenschutzgründen vom MilKdoNÖ keine Auskünfte geben, da ja ein Großteil der Grundstücke samt Objekten an Private verkauft wurde oder an die früheren Eigentümer rückübertragen wurde...

Eventuell haben sie noch einige "Restposten" in schwer zugänglichem Gelände, die sie dir anbieten :)

lg
josef
 
#10
Der Amtsschimmel muss ja immer gefüttert werden. Hin und wieder scheidet er aber auch Brauchbares aus. Vielleicht kann man hier fündig werden:

http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXI/J/J_00266/index.shtml


Das Lustige an der Sache ist, dass diese Anfrage zu den festen Anlagen der Abgeordnete zum Nationalrat Herbert Scheibner im Jänner 2000 gestellt hat. Ende März hat dann der neue Bundesminister für Landesverteidigung, Herbert Scheibner, die Fragen beantwortet.


lg siebzehn
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
Es gab also mehr als 600 FAn!

"Laut einem Zeitungsbericht der Kronen Zeitung vom 21.12.1999, S. 8
sollen fast 600 solcher Anlagen rückgebaut werden. Das würden den Steuerzahler ca. 900 Millionen öS kosten."

...folglich waren es also auf jeden Fall mehr als 600 Anlagen in Österreich.
Das ist ja schon mal was. Auf jeden Fall mehr als ich gedacht hatte!
 
#12
Beitrag #54

Kannst du den Thread und die Beitrags-Nr. bekanntgeben, wo etwas von dieser Karte steht? Kann mich nicht erinnern, bin ja schon alt und vergesslich...:)

Deine Worte: Die Anlage bei Haugsdorf wurde vor langer Zeit (2005) schon mal hier im Beitrag #54 erwähnt!

..auf einer Wanderausstellung "50 Jahre ÖBH" soll so eine Karte ausgestellt gewesen sein; sind auch unscharf fotografiert im damaligen Beitrag angehängt.
 

josef

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#13
Kannst du den Thread und die Beitrags-Nr. bekanntgeben, wo etwas von dieser Karte steht? Kann mich nicht erinnern, bin ja schon alt und vergesslich...:)

Deine Worte: Die Anlage bei Haugsdorf wurde vor langer Zeit (2005) schon mal hier im Beitrag #54 erwähnt!

..auf einer Wanderausstellung "50 Jahre ÖBH" soll so eine Karte ausgestellt gewesen sein; sind auch unscharf fotografiert im damaligen Beitrag angehängt.
OK., das waren die Karten mit den Räumen, in denen sich FAn befanden -> Anzahl der Anlagen bzw. die Zoneneinteilungen. Leider nur großflächige Übersicht, keine Details.

Stammt von hier unter Beitrag #16. Da ist z.B. im Waldviertel nichts eingezeichnet!
 

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josef

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#16
Eh klar, uns Waldviertler hättens natürlich als Kanonenfutter verwendet...
Glaube ich kaum, höchstens Belästigung durch nächtliche Ruhestörung durch den Lärm der durchfahrenden WAP-Kolonnen...:D

Spaß beiseite, soweit mir einmal berichtet wurde, wäre es im oberen Waldviertel während der Epoche der Raumverteidigung zu keinen größeren Abwehrmaßnahmen gekommen. Die aus dem südböhmischen- mährischen Raum vorgehenden Truppen wären erst an der Donau auf wirksamere Verteidigung gestoßen. Die Verteidigungsstellungen mit FAn befanden sich in Niederösterreich am rechten Ufer der Donau und südlich davon. Nördlich der Donau gab es nur im oberösterreichischen Mühlviertel FAn -> Sperrung der direkten Einfallsroute aus dem Raum Budweis...

Im Waldviertel wäre es neben der Grenzraumsicherung (-> Beobachtungsaufgaben gemeinsam mit Zollwache und Gendarmerie) nur zu vereinzelten hinhaltenden Kämpfen zur Deckung der nach Süden über die Donau zurückzuführenden ÖBH-Einheiten der Garnisonen Weitra, Allentsteig und Horn gekommen. Soweit ich mich erinnere, gab es im WV auch nur ganz wenige Stecksperren! Diese waren knapp vor den Ausgängen der Seitentäler ins Donautal, z.B. im Weitental bei Weitenegg, Spitzergraben zwischen Mühldorf und Spitz, Kremstal bei Rehberg usw.! Nur im Kamptal war die Sperre weiter talaufwärts in Buchberg bei Gars.

Die Anlagen entlang des rechten Donauufers und südwärts davon wurden ja in verschiedenen Threads schon beschrieben...

lg
josef
 
#17
Den Rückzug der Einheiten sollte das leichte Landwehrbataiilon 311 decken (war dem LWSR 32 unterstellt). Beübt haben wir dazu den Bereich von Groß Siegharts bis zu Kamp.

LG daKarli
(heute als Krampus)
 
#18
Da schau her - no so ein(e) FAn!

Die Anlage bei Haugsdorf ist doch nicht die einzige in der Gegend:)
Habe gar nicht so weit entfernt noch eine entdeckt; als Weinkeller getarnt!

Will noch mehr darüber erfahren und werde mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen ob ich mal reinschauen darf. Sollte ich Fotos machen dürfen und das Einverständnis des Besitzers vorausgesetzt, stelle ich diese hier ein.

Daher bis auf weiteres keine genaue Ortsangabe.
 

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#19
War heute mit meiner Freundin in Unterretzbach, weil wir einige handgemachte Kerzen ansehen und kaufen wollte, kommt noch später etwas dazu.
Auf dem Heimweg fuhr ich über Kleinhaugsdorf Richtung Jetzelsdorf, auf ca. halben Weg in einer scharfen Rechtskurve, sieht aus wie ein kleiner Pass rechts steht eine Hecke oder so etwas ähnliches dann ein kleiner Parkplatz dahinter im Gestrüpp der Beobachtungsbunker der US Army-:D

Im Forum habe ich noch nichts davon gesehen, da streng Geheim ein weiterer geheimer NSA Horchposten:lol1:, nur in Google Earth kann man ihn finden, und hier.

http://www.panoramio.com/photo/23230727

LG Harry

PS: Der besagte Bunker befindet sich 3km im Landesinneren
Dein zweites Bild scheint ein Denkmal? mit russischer Aufschrift zu sein? Was genau war das? Ein ehemaliges russisches Kriegsdenkmal?

Haugsdorf lag doch in der russischen Zone? Ob die US Army jemals dort war, ist fraglich? - auch nicht in der Nachkriegszeit, auf Grund oesterreichs Neutralitaet, und selbst wenn, nicht so offensichtlich.

Ist bekannt, wann dieser Bunker angelegt wurde?
 
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