FAn im Weinviertel bei Haugsdorf, Retz und Drasenhofen

#24
Im Weinviertel gab es 5 FAn:

2 an der B9 südl. von Drasenhofen im Bereich des Mitterberg.
1 sw von Drasenhofen
1 nördlich. Jetzelsdorf
1 an der B35 zwischen Schrattenthal und Retz

Die Anlagen wurden in den 60er-Jahren errichtet.
Im RV-Konzept lagen sie außerhalb von festgelegten Schlüsselräumen und wurden daher als Kampfanlagen aufgegeben.
In wie weit eine Verwendung durch GRÜ-Kräfte und/oder die im Weinviertel eingesetzten beiden JakB erfolgte, entzieht sich meiner Kenntnis.
 

josef

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#25
Im Weinviertel gab es 5 FAn:

2 an der B9 südl. von Drasenhofen im Bereich des Mitterberg.
1 sw von Drasenhofen
1 nördlich. Jetzelsdorf
1 an der B35 zwischen Schrattenthal und Retz
:danke für die Info! Die Fotos von Harry zeigen die ehem. Anlage "am Berg" zwischen Jetzelsdorf und Klein Haugsdorf/Hate...
Die Anlagen wurden in den 60er-Jahren errichtet.
Im RV-Konzept lagen sie außerhalb von festgelegten Schlüsselräumen und wurden daher als Kampfanlagen aufgegeben.
Das stimmt mit meinen Informationen überein! Diese FAn "der 1. Generation" waren nach dem ursprünglichen Verteidigungskonzept von Graf / Schleinzer / Prader der ersten Zeit des ÖBH nach 1955 für die "Grenzverteidigung" ausgelegt. Dem folgenden Raumverteidigungskonzept lt. der "Spannocchi-Doktrin" entsprachen diese "grenznahen" FAn im Weinviertel strategisch gesehen nicht mehr...

lg
josef
 

josef

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#26
Als Ergänzung zu den Beiträgen #16 und #17 - Rückführung von Einheiten in NÖ. aus dem Bereich nördlich der Donau:

Um die angesprochenen Rückführungsmanöver im Falle einer Zerstörung der Brücken weiterführen zu können, wurden an der Donau auch Vorbereitungen für einen militärischen Fährbetrieb getroffen. Dafür wurden an bestimmten Uferstellen Betonrampen zur Anlandung von Booten und Fähren errichtet. Für die Herstellung weiterer Anlegestellen an unvorbereiteten Uferböschungen wurden entsprechende Pioniergeräte (Bagger, Schubraupen...) vorgehalten.

Eine solche Donau- Übersetzstelle befindet sich im Bereich des Wasserübungsplatzes Krems (Nordufer) und der Fladnitzmündung (Südufer).

1. 60 t Fähre mit KPz LeoII - Beispiel für Übersetzung von Großgerät (Grafik/Fotografie ist für eine Veröffentlichung freigegeben - Urheberrechtsvermerk ist "Foto: Bundesheer/Roman Icha")
2. Fladnitzmündung in die Donau (Südufer) - siehe auch hier.
3.- 5. Betonrampe Fladnitzmündung (Südufer)
6. Blick über den Strom -> WÜPl Krems (Nordufer) -> ehem. Teil des Pi-Parks Krems
 

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wein4tler

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#29
Im Weinviertel gab es 5 FAn:

2 an der B9 südl. von Drasenhofen im Bereich des Mitterberg.
1 sw von Drasenhofen
1 nördlich. Jetzelsdorf
1 an der B35 zwischen Schrattenthal und Retz

Die Anlagen wurden in den 60er-Jahren errichtet.
Im RV-Konzept lagen sie außerhalb von festgelegten Schlüsselräumen und wurden daher als Kampfanlagen aufgegeben.
In wie weit eine Verwendung durch GRÜ-Kräfte und/oder die im Weinviertel eingesetzten beiden JakB erfolgte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hallo!

Ich als Retzer hab mal gehört, dass der letztgenannte Bunker in der Kurve links nach der Ortsausfahrt von Obernalb Richtung Schrattenthal liegen soll (siehe Anhang).
Kann das jemand bestätigen? Gibt es genauere Informationen zu diesem Bunker? (z.b. über die Bewaffnung...hörte auch, dass darin der Turm eines russischen Panzers gestanden sein soll, das halte ich aber nur für ein Gerücht)
 

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josef

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#30
Hallo Niki,
zuerst einmal ein herzliches Willkommen im Forum!
Danke für deinen 1. Beitrag mit der Info zur ehemaligen FAn im Raum Obernalb!

Noch ein kleiner Hinweis:
Bei Einstellung von Karten- oder Bildausschnitten von Google ist aus Copyrightgründen immer das "Google-Logo" bzw. soweit vorhanden die "kleingedruckten Hinweise" am Bildrand mit aufs Bild zu bringen. Habe mir erlaubt, das Bild mit entsprechendem Logo neu einzustellen.

lg
josef
 
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wein4tler

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#31
Alles kar, das Logo kommt das nächste Mal mit drauf :gut:

Zum 2. Bunker in unserer Umgebung, den in Jetzelsdorf, kann ich mich mal ein bisschen umhören...mein Friseur in Jetzelsdorf ist ein alteingesessener Jetzelsdorfer und wird mir sicher bei meinem nächsten Besuch etwas darüber erzählen können! Glaub sogar, dass der gleich daneben einen Weingarten besitzt...
 
#32
FAn Raum Drasenhofen

Habe heute versucht, die drei FAn im Raum Drasenhofen zu erkunden. Ist mir aber nur zum Teil gelungen, da ich nur zwei Anlagen finden konnte. Eine Anlage befindet sich nördlich von Falkenstein (vorbei an der Ruine Falkenstein), am Rande eines Steinbruchs. Diese Anlage ist versperrt und es dürfte die Gemeinde Grundstücksbesitzer sein. Von der Jugend wurden im Steinbruch auch schon sogenannte "Bunker-Partys" veranstaltet und die FAn diente als Partylocation. Die Innenaufnahmen wurden durch die Öffnungen gemacht.

Die zweite FAn habe ich südlich von Drasenhofen, an der jetzigen Nordautobahn A5 gelegen, gefunden. Diese Anlage ist offen und eigentlich
in einem recht guten, trockenen Zustand. Von Drasenhofen kommend auf der linken Seite, am Waldrand situiert! Derzeit finden dort die Bauarbeiten zur Verlängerung der A5 von Poysbrunn bis zur Staatsgrenze statt. Daher ist es derzeit wegen damit verbundener Absperrungen nicht ganz einfach, auf den richtigen Weg zur Anlage zu kommen.

Die dritte Anlage, die sich angeblich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden soll, konnte ich auf die Schnelle nicht finden. Kennt die Position eventuell jemand?

Anbei ein paar aktuelle Fotos.

Lg Woodquarter
 

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josef

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#35
Was war hier für eine Kanone/Geschütz untergebracht?
Da es sich bei den Anlagen sozusagen um die "Erstausstattung" von verbunkerten Geschützen vor der Einführung der Raumverteidigung handelte, dürften dort "kriegsgediente" Feldhaubitzen 10,5 cm "FH 18/40" verwendet worden sein. Diese ehemaligen deutschen Geschütze aus dem WKII wurden als "Beutegeschütze" der Russen nach deren Abzug 1955 dem ÖBH überlassen... ->Indiz dazu Innenaufnahmen der Kampfräume, Beitrag #33, Foto 4 (Drasenhofen) bzw. Beitrag #32 - letztes Foto (Falkenstein).
Gleich dem "Grabengeschütz" der Museumsanlage Ungerberg (kleinerer Schwenkbereich und ohne Stahlblende)!
 
#36
Danke @josef!
Meinst du nicht das dort eine Pak stand?
Mich "stört" dort ein bisschen der zu sehr eingeschränkte Höhenrichtbereich für eine Haubitze!
Haben wir nicht auch 7,5cm Pak 40 übernommen?
Oder eine 8,5 cm Tschechen-Pak?
 

josef

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#37
Mich "stört" dort ein bisschen der zu sehr eingeschränkte Höhenrichtbereich für eine Haubitze!
Da müsste man den Zielpunkt genauer kennen, wenn dieser auf einen genau definierten Punkt an einer Straße, Geländeabschnitt usw. ausgerichtet war, genügt der Höhenrichtbereich ( -> Direktbeschuss mit Pz-Granate).
Haben wir nicht auch 7,5cm Pak 40 übernommen?
Oder eine 8,5 cm Tschechen-Pak?
Für diese Geschütze passt meines Erachtens der Abstand Pivot - Drehkranz nicht:

1554621100022.png 1554621381203.png
Rechts Pak 40 - 7,5 cm HGM

Die tschechische 8,5 cm Pak 52/55 war nur mobil eingesetzt.
Wie gesagt, meine Vermutung mit der FH 18/40, lasse mich aber gerne durch Fakten überzeugen...
 
#38
Anbei noch ein paar Fotos mit dem Zielraum der beiden FAn Falkenstein und Drasenhofen. Vielleicht hilft das weiter.

Die FAn Drasenhofen richtet sich in Blickrichtung Drasenhofen auf die jetzige A5.

Die FAn bei Falkenstein dürfte eine Ausweichroute durch die Weinberge(?) überwacht haben, da die A5 hier ca. 5km entfernt ist.
Laut Vzlt. Leo Pichler von der Schauanlage Ungerberg waren die Weingärten, mit den gespannten Drähten bei den Panzern bzw. mobilen Kräften gefürchtet. Bei Tests haben sich die Drähte derart in den Ketten und Laufrädern verfangen, dass ein Weiterkommen unmöglich war.

LG Woodquarter
 

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