Goldene Stiege / Mödling / 'RESI'

granada

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#1
auf geheimprojekte.at steht das es in Mödling einen Stollen namens "RESI" gibt, der verschlossen ist.

:hilfe2: > Weiß jemand mehr darüber?

auf o.g. Seite steht geschrieben: Anningermassiv / Goldene Stiege, Platz für 10.000 Personen (!) -

alle dort bisher von mir gefundenen Stollen oder Eingänge haben aber bei weiten nicht die Größe.
Ich denk mir, wenn dort so viele Leute reinpassen sollen
muss doch auch der Eingang und Hinweg bestimmte Ausmessungen haben
bzw. Voraussetzungen mitbringen, oder lieg ich da falsch?

An die jetzt zugeschütteten Eingänge (Jennyberg, Feuerplatz, ...) kann ich mich noch erinnern, die waren es alle nicht.
Der einzige Stollen der jetzt noch zu finden ist, ist der mit den ehem. zwei Eingängen.
Der unten beim Parkplatz ist vermauert, der obere, momentan unverschlossene, hat einen so kleinen, schlecht erreichbaren Eingang
das mir eben dieser Gedanke mit der Erreichbarkeit eines großen Luftschutzstollen kam.
Das Foto zeigt den verbliebenen Eingang. Das Ding ist eher unspektakulär, ca. 50m langer, gewundener Gang
mit zwei Räumen auf der Rechten (je ca. 4x5m) und Resten von Verkabelungen an der Stollendecke.

mit 'RESI' ist doch nicht der Bunker in der Brühlerstrasse gemeint, wo jetzt Theater stattfindet? :gruebel

Kann mich wer aufklären?

:danke Muchas Gracias!
 

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granada

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#4
Hi Peter!
jep, die Goldene Stiege endet an einem Parkplatz von dem Du
geradeaus weiter in den Wald gehen kannst, dort ist zur linken recht bald er Eingang (Foto).
Wenn Du beim Parkplatz links gehst, also entlang des Jenny Bergs,
sieht man teilweise noch die verschütteten alten Eingänge, einen alten Schießstand, usw ...
Ich nehm mir heut mal das Prießnitztal vor. (48° 4'11.15"N/16°16'52.57"E)
schaut auf multimap ganz interessant aus, ist aber wahrscheinlich nur ne Pumpstation,
weil darunter Wasserwerk der Hochquellleitung.
... ich werde davon berichten.
 

granada

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#6
Goldene Stiege - Prießnitztal I

Das kann gut sein, der Parkplatz wurde vor Jahren umgestaltet und dabei das Niveau angehoben,
seitdem sind eben die Eingänge am oberen, westlichen Ende des Platzes nicht mehr begehbar bzw zugebudelt.

Ich hab heute das schöne Wetter genutzt :) und bin zwischen eben diesen Parkplatz und dem südlich gelegenen Prießnitztal
durch die Wälder gekraxelt und habe dabei ein paar Überbleibsel, von Irgendwas, gefunden.

Hier mein Bericht:

Rund um den Gasthof am nördlichen Ende des Parkplatzes ist ein alter Steinbruch, der Gasthof steht keine 5 Meter von diesem.
Nachfragen im Gasthof ob es alte Kellerräume odgl. gibt ergab leider Nichts
wobei ich nicht bis zum Eigentümer vorkam - probiere es ein anderes mal erneut.

Also weiter Richtung Süden, Prießnitztal.
In der, gedachten, Verlängerung des Schießstättenwegs rechts beim Kinderspielplatz meine erste "Entdeckung"
Drei Treppenaufgänge (je 10 Stufen), recht unmotiviert, links vom Kinderspielplatz im Wald (Foto: schießstättenweg treppen01)

Weiter über den Kinderspielplatz, ins Tal hinein kommt bald auf der linken Seite am Hang eine alte Mauerformation,
d.h. 2 Mauern im Rechtenwinkel, Abstand/Durchgang dazwischen ca. 70 cm, neben einer steht ein altes Bankerl - daher meine Bezeichung
(Foto: schießstättenweg bankerl vonunten, schießstättenweg bankerl00, schießstättenweg bankerl01)
In einer der Mauern ist eine auffällige Kerbe (Foto: schießstättenweg kerbe), zwischen den Mauern sind alte Metallgestänge
(Foto: schießstättenweg detail), zum 'Berg' hin ist eine mit Laub und Abraum bedeckte Niesche,
leider hab ich keine herzeigbaren Fotos geschafft, aber dort würd ich gerne mal buddeln, wenn ichs dürfte.
 

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granada

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#7
Goldene Stiege - Prießnitztal II

... keine 15 Meter bergauf von dieser Mauerformation steht eine weitere etwa 8 Meter lange Mauer im Wald.
(Foto: schießstättenweg oben01, schießstättenweg oben02)

Im Prießnitztal angekommen, am Wasserwerk vorbei (Foto: prießnitz_wasserwerk 02)
rechts haltend am Steinbruch entlang kommt nach paar 100 Metern ein Haus/:confused:/Bunker
(Foto: prießnitz_build02, prießnitz_build08, prießnitz_build04)
...
 

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granada

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#8
Goldene Stiege - Prießnitztal III

... das 'Gebäude' ist ca. 15x10m, hat im Inneren noch amtliche (daumendick, kniehoch) Gewindestange für (?)
(Foto: prießnitz_build detail01)
genauso wie ausserhalb des Gebäudes einen Mauersockel mit ähnlichen Befestigungsvorrichtungen
(Foto: prießnitz_build detail02, prießnitz_build06)

Hm... aber von RESI keine Spur.
 

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#10
Verwendungszweck hätte ich gefunden:

"An der Ostseite des Jennybergs, zwischen Schießstättenweg und Goldener Stiege,
befindet sich seit Jahrhunderten ein Steinbruch. ...
An manchen Stellen sieht man versperrte und vermauerte Stollen.
Sie dienten im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzstollen für Wehrmacht,
Gendarmerie und Angehörige der Flugmotorenwerke Ostmark in Wiener Neudorf. [Wal4]
"


Quelle: Ilse und Georg Waldner, Mödling im Schatten des 2. Weltkrieges, Niederösterreichische Nachrichten Mödling, Woche 33/2008
gefunden auf: http://anninger.heim.at
 

josef

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#11
Verwendungszweck hätte ich gefunden:

"An der Ostseite des Jennybergs, zwischen Schießstättenweg und Goldener Stiege,
befindet sich seit Jahrhunderten ein Steinbruch. ...
An manchen Stellen sieht man versperrte und vermauerte Stollen.
Sie dienten im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzstollen für Wehrmacht,
Gendarmerie und Angehörige der Flugmotorenwerke Ostmark in Wiener Neudorf.
"
Hatte endlich mal Zeit, die Thematik genauer zu betrachten:

Für die Belegschaft der Flumo scheint mir der Weg zum "Jennyberg" etwas weit! Luftlinie Werkshaupteingang - "Jennyberg-Goldene Stiege" ca. 3 km! Bei Luftalarm war ja sicher die Direttissima vom Werk zu den Stollen nicht möglich und der Weg verlängerte sich auf 4 - 6 km (je Ausgangslage im Werksgelände)! In kurzer Zeit Tausende über eine solche Distanz in die sicheren Stollen zu bringen, dürfte nicht ganz der Realität entsprechen...

1. GE-Bild mit der Linie von genau 3 km.
2. Aufklärer-Lubi der 461st B.Group mit in etwa der gleichen Linie zu den Stollen am "Jennyberg".
 

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josef

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#12
LS Flumo Wr.Neudorf

Ergänzend zum Luftschutz bei den Flumo möchte ich noch hinweisen, dass es dort zumindest einen LS-Hochbunker und mehrere LS-Deckungsgräben gab. Der Hochbunker wurde zu einem Verwaltungsgebäude der ECOPLUS umgebaut...

...siehe Foto im Bericht http://www.geheimprojekte.at/t_wnost.html

Vielleicht kann @cerberus9 mehr dazu berichten...?

lg
josef
 
#13
Hi Josef!

Danke fürs LuBi. :hopp auf so was steht ich!

Du hast wohl recht, ist echt weit weg.
Denkst Du das es für die Gendarmerieschule vorstellbar ist? (vis a vis HTL) 700-1000m je nach Strecke.
Wie viel Vorwarnzeit hatte man den so im Schnitt, um nicht Normalfall zu sagen. Gab es überhaupt eine?

(!) UND, Kennst du die Quelle zum Eintrag auf geheimprojekte.at ? :fragend

War heute mit Harald41 erneut vor Ort. Exkursion quasi.
Hoffe Ihm hats gefallen, mir auf jeden fall.
lg an dieser Stelle.
 
H

Harald 41

Guest
#17
Halo Michael;

Es hat mir sehr gut gefallen,bin leider erst jetzt dazugekommen hier hereinzuschauen,werde versuchen die Bilder von Stollen noch heute reinzustellen.
Muss sie aber erst bearbeiten,dass kann aber noch etwas dauern.
Danke noch für Deine PM.

LG Harry
 
#18
Wichert

Vielen Dank für die Infos!
steht im Wichert noch mehr über die "mödlinger" Resi als auf geheimprojekte.at zu lesen?

@harald41: bin schon gespannt!, schau mal unter Seegrotte. Dort kannst sicher auch Fotos posten ;)
 
#19
(...) Das in Wr. Neudorf errichtete Flugmotorenwerk "Ostmark" wird bald zum bevorzugten Ziel der US-Bomber.
Beim Ruf des "Kuckuck"- Warnzeichens aus dem Radio, flüchten verängstigte Menschen mit Autobussen und Lastkraftwägen
aus dem gesamten Bezirk in Richtung Mödling, um den bombensicheren Luftschutzstollen in der Klausen zu erreichen. (...)


Quelle:
http://www.ffmoedling.at/dict.php?p=/pages/geschichte_2.php

ich glaub immer mehr das der Luftschutzstollen in der Vorderbrühl, wo jetzt Theater gespielt wird, die Resi ist.
denn "In der Klausen" ist genau dort.
 
H

hebbel

Guest
#20
Hallo Dieter,

sicher handelte es sich dabei um keinen "Gipfelsturm" wie im alpinen Gelände, aber von den "Niederungen" des Flumo-Geländes zu den Stolleneingängen wären schon etliche Höhenmeter in "direkter Linie" zu bezwingen gewesen...:)

lg
josef
Nein Josef, diesmal diesmal ging es mir wirklich um die wunderbare Wortwahl. Danke an die Österreicher!

Gruß
Dieter
 
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