Hitlers Bombe

P

Proxima

Guest
Es glaubt doch wirklich nicht ernsthaft jemand, daß heute 60 Jahre alte Sprengfallen (noch dazu in "gefluteten" Räumen) ein unumgängliches Problem darstellen? Auch 1980 nicht.
 
Proxima hat geschrieben:
Es glaubt doch wirklich nicht ernsthaft jemand, daß heute 60 Jahre alte Sprengfallen (noch dazu in "gefluteten" Räumen) ein unumgängliches Problem darstellen? Auch 1980 nicht.

Lassen wir jetzt mal Bad Aibling völlig beiseite: Frag mal Dieter, welche Schweinerein heute noch in den Wäldern funktionsfähig herumliegen. Er hat mir mal etliche Sachen erklärt...bei vielen erkennt der Laie aufgrund der Korrosion nicht mal, daß es sich um Sprengkörper handelt...auch Antipersonenminen sind noch funktionsfähig aufzufinden...wenn so ein Teil nach der Auslösung neben einem ein paar Meter nach oben springt und dann erst detoniert und die Stahlkugeln aus dem Mantel alles schreddern...das Zeug ist echt krank...

Glück auf

Peter
 
B

Blindschleichl

Guest
kheichhorn hat geschrieben:
Quelle:
"Flugscheiben über Neuschwabenland" - Die Wahrheit über "Vril", "Haunebu" und die Templer-Erbengemeinschaft, von Heiner Gehring - Karl-Heinz Zunneck.

LG: Karl-Heinz
Die Quelle sagt ja schon alles.

Ich dachte, hier wäre ein ernstzunehmendes Forum? Und wenn kheichhorn angeblich schon 40 Jahre Forschungsarbeit hinter sich hat....für mich klingt es als hätte er höchstens 4 Wochen in seinen angegebenen Quellen geschnüffelt.
Herr im Himmel lass Hirn regnen! :eek:

Der Eigentümer soll seine Flugzeuge abholen :hau
Und WER zum Teufel flutet solche Bauten absichtlich? :luegner

*fassungsloserweise ob solchen Schwachsinn*
Klärt mich auf.

MfG
Blindschleichl
 
Blindschleichl hat geschrieben:
Die Quelle sagt ja schon alles.

Ich dachte, hier wäre ein ernstzunehmendes Forum?
*fassungsloserweise ob solchen Schwachsinn*
Klärt mich auf.

MfG
Blindschleichl
Bitte leite nicht von den einzelnen Themen oder Foren- Teilnehmer auf die Qualität des Forums ab ! Es gibt in jeden Forum „Exoten“ mit einer ebenso exotischen Interesse oder Meinung ! Unabhängig von Wahrheitsgehalt oder Sinn der Beiträgen sollte man dis
akzeptieren ! Mach es einfach so wie ich, da es immer ein pro und „contra“ gibt, könnten auch interessante Infos dabei sein die verwertbar sind ! Und einen gewissen Unterhaltungswert hat das ganze letztlich auch noch !! Ansonsten halte ich mich raus , wenn mir das alles zu bunt werden sollte !!

Gruß Henry
 
B

Blindschleichl

Guest
HIHI @ Henry,

um ehrlich zu sein betrachte ich diesen Thread als Unterhaltung :kukuk
Aber ich war etwas erstaunt wie erfahrene und seriöse Forumsteilnehmer auf so nen Mist eingehen :D


Ernsthaft:

Ich persönlich teile das Thema allgemein in zwei Gebiete:

1.) Forschung, Planung, Entwicklung

2.) Hardware = Tests, Bau, fertige/halbfertige Gerätschaften


Die Diskussionen unterteile ich für mich in:

1.) Spekulationen/Thesen/Gerüchte

2.) belegbare Fakten

3.) hanebücherne Wunschgedanken


Und ich fahre gut damit :superOK

Viele Grüße
Blindschleichl
 
P

Proxima

Guest
@ PeMü, glaub ich gern und ist auch erstaunlich, sollte ich Dieter mal treffen, laß ichs mir gern erklären.
Solche Dinge werden aber nebensächlich, wenn der Ami was findet, was er sich unbedingt hochfädeln will, denk ich.
Eigentlich wollte ich nur die Glaubwürdigkeit der Quelle anzweifeln..........
 
C

conny

Guest
Hallo kheichhorn,
würdest Du mir bitte einmal erklären, was ein Mitarbeiter der NSA dort zu untersuchen hat?

Nur einmal zum allgemeinen Verständnis, die Nationale Sicherheitsagentur der USA ist zwar die größte Lauschtruppe der Welt, aber mehr nicht. So wie es aussieht, gehören denen dort so ein paar Einrichtungen aber für eine Untersuchung unterirdischer Anlagen bedarf es doch der Experten und die sind m.E. doch eher beim Heer, also den Pioniertruppen zu suchen.

Wenn man es darauf anlegt, dann sollte man einfach die Frage klären, in welcher Höhe der Grundwasserspiegel liegt. Nein? Abgesoffen wären die Buden auf alle Fälle, ohne ständige Entwässerung und bitte nicht das Argument durch den Beton abgeschottet. Nee, der saugt sich genau so voll wie Sandstein und dann fließt die Brühe von der Wand. Das hat mit der Kapilarwirkung zu tun.

Übrigens, dass was Du behauptet hast, bist Du als Beweis schuldig geblieben.

Du redest immer von Zeitzeugen, die Ängste haben, wenn sie reden. Wozu denn Ängste?

Das die Deutschen an V-Waffen einschließlich Kernwaffen geforscht haben, dürfte klar sein, aber fliegende Suppenschüsseln und Wundertüten haben sie nicht gehabt.

Zumindest in Sachen Laser könnte (hier leigt die Betonung auf könnte) eine Entwicklung möglich gewesen sein. Ganz vage Anhaltspunkte liegen mir vor.
Zu mehr reicht es im Moment nicht.

Übrigens einfach einmal Fakten sprechen lassen und nicht Fiktion. Bringt wesentlich mehr.

Das unter dem Platz, hier auf Ohrdruf bezogen noch Installationen sein könnten, kann man nicht ausschließen, auch gibt es Anhaltspunkte für ein Vorhandensein, aber dass ist eine Frage der Nachforschung und bedarf wohl noch einiger Zeit.

Ansonsten unterirdische Verbindungen von zig km von München zu Hitlers Refugium sind wohl eher der Phantasie etwas anrüchiger Seiten, als der Objektivität geschuldet.

Laß Dich einfach einmal von den Leuten überzeugen (Hier auf dem Forum gibte Einige), die sich intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen, insbesondere auf die Quellstudien bezogen, also Archivquellen auswerten und nicht Pseudoquellen aus einschlägigen Foren und Seiten a,la Meister Nadelöhr.

Ich wünsche Dir noch Etwas und grüße Dich

Conny
 
Ich sags ja immer, die Deutschen mußten ja den Krieg verlieren, schließlich haben ja fast alle Tunnel bauen müssen.

Rein vom logischen Denken - Warum sollte der Münchner Bahnhof mit zig Etagen unterkellern??

@ keichhorn

Wie stellst Du Dir einen "unterirdischen Bahnhof" vor?
Jeder U-Bahnhof ist ein unterirdischer Bahnhof, mehr ist da nicht.

uwe
 
C

conny

Guest
Tja Uwe,
so sieht es aus. Wenn er unterirdische Installationen in Prag, Paris, Moskau, Köln, Gera oder Wien angesprochen hätte, dann könnte ich mir vorstellen, wenigstens darüber nachzuden, aber so eher nicht.

Allerdings wäre eine geheime Bahn in Wien eine etwas anrüchige Sache. Dazu hätte es auch der Überlieferung durch Schellenbergs SD-Kloakenbrigade bedurft. Die armen Schweine mußten dort immer Dienst schruppen wenn Hitler in Wien anwesend war.

Ich wünsche Dir noch Etwas und grüße Dich

Conny
 
Beweise!

Hallo liebe Leute.

Bitte zu beachten, dass ich lediglich aus diesem bewussten Buch zitiert habe. (siehe oben).
Alle Beschreibungen stammen NICHT von mir, ich habe sie lediglich zur Diskussion gestellt.

Dann immer wieder dieses Geschrei nach „Beweisen“, wenn einmal jemand eine neue Theorie aufstellt.

Beweist mir endlich dass es Gott gibt, oder die Erden „nicht“ hohl oder keine Scheibe ist,
dass uns die Medien stets die Wahrheit sagen, die „Fachleute“ immer recht haben und unsere Politiker nur UNSER BESTES wollen...

Wenn es für ALLES Beweise gäbe, benötigten wir dieses Forum nicht mehr, denn worüber würden wir noch diskutieren können, wenn alles bewiesen und bekannt wäre.

Wir würden uns nur noch Beweise um die Ohren hauen.... wie langweilig.

Es ist nun einmal so, dass es noch immer sehr viele mysteriöse und unbekannte Dinge auf dieser Welt gibt, über die es sich lohnt zu diskutieren, die nicht jedermann bekannt sind und Dinge von denen Andere noch nie gehört haben.
Hätte Schliemann auf seine Kritiker gehört, Troja wäre nie entdeckt worden.

Ein wenig mehr Phantasie, etwas mehr Toleranz und nicht ständige, sofortige Ablehnung anderer Meinungen und Ideen, würde diesem Forum sehr wohl tun.

LG: Karl-Heinz
 
Danke Henry!

Henry hat geschrieben:
Bitte leite nicht von den einzelnen Themen oder Foren- Teilnehmer auf die Qualität des Forums ab ! Es gibt in jeden Forum „Exoten“ mit einer ebenso exotischen Interesse oder Meinung ! Unabhängig von Wahrheitsgehalt oder Sinn der Beiträgen sollte man dis
akzeptieren ! Mach es einfach so wie ich, da es immer ein pro und „contra“ gibt, könnten auch interessante Infos dabei sein die verwertbar sind ! Und einen gewissen Unterhaltungswert hat das ganze letztlich auch noch !! Ansonsten halte ich mich raus , wenn mir das alles zu bunt werden sollte !!
Gruß Henry
Du sprichst mir aus der Seele:

.....könnten auch interessante Infos dabei sein die verwertbar sind !

LG: Karl-Heinz
 
B

Blindschleichl

Guest
kheichhorn hat geschrieben:
Du sprichst mir aus der Seele:

.....könnten auch interessante Infos dabei sein die verwertbar sind !

LG: Karl-Heinz
Ich bin mir ziemlich sicher, daß Henry das völlig anders gemeint hat wie Du es aufgefaßt hast. Ich möchte wetten, er lacht genauso über Dich wie ich und viele andere :kukuk

Nun ja, es ist halt so, was Du gebracht hast sind alte Hüte über die wir uns schon seit geraumer Zeit ziemlich krummlachen.

Und hier ist kein Mystery-Forum sondern es soll dazu dienen aufzuklären, Forschung als Hobby zu betreiben aber eben mit semiprofessionellen Mitteln. Und dazu gehören nun mal Quellenangaben und Beweise.
Hier ist KEIN Märchenforum! Verstehs halt endlich!

Happy Sunshine
BS
 
Proxima hat geschrieben:
@ PeMü, glaub ich gern und ist auch erstaunlich, sollte ich Dieter mal treffen, laß ichs mir gern erklären.
Solche Dinge werden aber nebensächlich, wenn der Ami was findet, was er sich unbedingt hochfädeln will, denk ich.
Eigentlich wollte ich nur die Glaubwürdigkeit der Quelle anzweifeln..........

Ich hab das schon so verstanden...deswegen schrieb ich vorher: "Bad Aibling mal beiseite lassen..."

Für diverse Autoren ist es ein riesiges Glück, daß in Bad Aibling noch ein betriebenes US-Militärgelände ist => damit können diese einschlägigen Behauptungen nicht nachgeprüft werden und die Herrn dürfen munter weiterspekulieren...

Ich halte es immer so => selbst den entsprechenden Ort aufsuchen => gibt es Indizien für die gemachten Behauptungen => Ja / Nein => bei Nein ist die Sache abgehakt...

Glück auf

Peter
 
P

Proxima

Guest
@ PeMü :superOK
Diese Methode ist halt mit einigem persönlichen Aufwand verbunden, das kostet u.a. auch einiges Geld, dafür ist man dann halt recht sicher. :)
Das ist auch der Grund, warum ich mich nur mit ganz wenigen Dingen in meiner direkten Wohnumgebung befasse, nicht weil mich die anderen Sachen nicht interessieren, sondern, weils einfach zuviel wird und dann auch zu teuer ist. Wenn sich dann z.B. im Urlaub noch andere Möglichkeiten ergeben, muß manns vorher eigendlich nur ein wenig vorbereiten.
Ohne eine gewisse Ernsthaftigkeit lohnt pures Interesse nicht, da ist Literatur zu besorgen, Archive zu besuchen, alles aus zu werten, und, und, und.........
Selbst wenn man die Archive erstmal weg lässt ists schon recht umfangreich.
Gerade in der heutigen Zeit hat man leider oft den Eindruck, daß dank DSL das Internet manchmal als einzige Informationsquelle herangezogen wird, informativ ist das ja o.k., aber als gesicherte Info kanns nicht gelten, wenn ich mir vorstelle wie einfach das ist, eine Webseite zu machen um damit Scheinwahrheiten zu verbreiten.

Was mich immer mal wieder stört ist, daß alle, die nicht in irgendwelchen Gruppen arbeiten, alles nochmal durchkauen müssen, obwohl die Grundlagen und Grunderkenntnisse schon zigmal gesichert eingebracht wurden.
Aber das muß wohl so sein um dem Informationsmißbrauch vorzubeugen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es ist gut Theorien aufzustellen, aber irgendwo muß man auch an das technisch machbare denken.
Wenn es bei einem Bahnhof einen Bunker oder eine auch zweietagige Anlage gibt, gehe ich da voll mit.
Das nicht alles gefunden wurde, was gebaut wurde - auch das ist mir klar.
Als praktisches Beispiel kann ich hier das Ausbesserungswerk des Kasseler Bahnhofs anführen, wo letzte Woche zum wiederholten male Werksbunker fast unversehrt gefunden wurden. Nicht nur die Beschriftung der Wände ist vollständig erhalten, auch die Brunnen und die Versorgungsmedien. Aber das waren Werksbunker, wenn auch von beträchtlichen Ausmaß, einetagig und fertig.
Beim Renovieren eines Gewölbekellers in Rastenburg fand man letztes Jahr einen abgemauerten Teil. Beim öffnen war dort eine nagelneue Funkstation eingerichtet, mehrere MG-42, Maschinenepistolen und mehrere Granatwerfer eingelagert, also alles was eine oder mehrere Sabotageeinheiten zum Leben braucht.
Das ist alles nachvollziehbar.

Genauso verhällt es sich mit der A-Forschung in Deutschland. Die Forschung in Deutschland war sehr weit - unbestritten, aber hätte Hitler die Bombe oder etwas vergleichbares gehabt, er hätte sie eingesetzt. Man muß versuchen in die damaligen Umstände zu versetzen.... die Fronten stehen alle in Deutschland... und nicht nur eine Front ... alle Verbündeten abgefallen ... Deutschland isoliert.... nicht mehr genügend Truppen ... die technik verschlissen .... bedeutende Nachschubgebiete verloren ... große Industriegebiete verloren...Was hatte Hitler noch zu verlieren
Er hätte die Bombe benutzt, und sie hätte nicht auf New-York fallen müssen, eine von den Allierten besetzte Stadt hätte gereicht oder Berlin selbst als "Götterdämmerung".
uwe
 
M

MunaUede

Guest
Hallo,

im Nordkurier steht heute (30.04.2005) ein Artikel "Neue Legende von der Bombe" von Jürgen Tremper kurzes Zitat daraus:
" Eile mit Weie, so wird sich der Leser sagen, der sich auf dem Marktplatz historischer Revisionen, besser gesagt ihrer Versuche, auskennt. Denn Bücher zum Thema Verschwörungen und Geheimwaffen versprechen - so sie solide recherchiert und gut lesbar sind - dem herausgebenden Verlag starkes Leserinteresse wie auch satte Gewinne.
Zunächst ein prüfender Blick auf den Buchtitel. 'Hitlers Bombe' erinnert an Guido Knopp und seine Kommerzerfolge in Fernsehen und auf den Büchermarkt mit den Überschriften 'Hitlers Manager', 'Hitlers Helfer', 'Hitlers Frauen', 'Hitlers Ende', 'Hitlers Kinder', 'Hitlers Krieger' und so weiter und so mehr. Im Fall Karlsch aber stimmt der 'knoppisierte' Titel nicht mit dem Inhalt und vor allem keinesfalls mit den historischen Tatsachen überein."

Schade, dass man keine pdf hineinstellen kann.

MfG

MunaUede
 
C

conny

Guest
Oh wie schön!
Ohne jetzt Karlsch in Schutz nehmen zu müssen, so ist es doch nett, einmal wieder die Revissionismuskeule in reinster Form gezückt zu sehen. :hau Warum müssen denn immer solche miesen Tricks angewendet werden? Kann man sich nicht einfach nur an Fakten halten, die da wären, Deutschland hat an sowohl an einem Reaktor, als auch an einer Kernwaffe gearbeitet. Nein es müssen gleich die großen Kaliber verwendet werden und das ohne Kenntnis der Materie.

Das ist doch Journalismus in einer Form, den ich zu gut kenne. Der Witz ist, da erdreistet sich der Schreiber zu behaupten, es würde mit dem historischen Tatsachen nicht übereinstimmen.

Aha, er hat wohl nur P.L.Rose gelesen. Vielleicht ist der Schreiber auch nur dem Zeitgeist aufgesessen und meint das es nicht sein darf?


Ich wünsche ein schönes Wochenende und grüße Euch

Conny
 
M

MunaUede

Guest
Hallo Conny,

die angesprochenen historischen Fakten beziehen sich meiner Ansicht auf den Titel des Buches, der ja in ersten Gedanken verheißen mag Hitler hatte eine Bombe.

Im Artikel stehen noch Aussagen zur Geschichte.

Ich scanne ihn mal zur weiteren Diskussion ein.

Mit freundlichen Grüßen

gez. René
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
Was hat denn das mit "Keule" zu tun?

Frei definiert ist Revisionismus doch der Versuch, bekannte Sachverhalte zugunsten einer bestimmten Zeilsetzung umzudeuteln. (Wer es viel genauer haben will: http://de.wikipedia.org/wiki/Revisionismus)

Und genau in diese Kerbe haut doch Karlsch. Der schreibt doch - ich behaupte wider besseres Wisssen - von erfolgten Atombombentests und so weiter. Natürlich ohne vernünftige Beweise, wie denn auch.

Wer leugnet denn, dass in Deutschland an kernphysikalischen Themen geforscht wurde? Quellen dazu gibt es doch in Hülle und Fülle.
Und zum Thema "Kernphysik als Waffe" hat Schumann schon 26.02.1942 vor dem Uranverein referiert. Auch das ist eine Tatsache.

Wo also liegt denn das Problem?
 
M

MunaUede

Guest
Neue Legende von der Bombe

Von Jürgen Tremper
Neubrandenburg. „Das Gelände war eine kleine Insel. Sie war voller Vegetation, Bäume, hohes Gras, Büsche, es war ein schöner Ort. Es gab einige Häuser aus Beton, die sollten wohl Häuser sein, wirklich als Ziele, um die Wirkung zu verstehen ... Ich habe nicht gesehen, wie die Bombe aufgestellt war. Ich habe es danach erfahren. Sie stand auf Pfählen. Hinterher erfuhr ich, dass, wenn die Herstellung einer transportfähigen Bombe gelungen wäre, man sie vom Flugzeug aus abwerfen wollte. Das Experiment aber, dem ich beigewohnt habe, das hat am Boden stattgefunden.“
So schildert Luigi Romersa seine Erinnerungen an den angeblich ersten Kernwaffentest am 12. Oktober 1944 auf Rügen. Ausführlich abgehandelt im dritten Teil des Buches „Hitlers Bombe“ des Berliner Historikers Dr. Rainer Karlsch. Nicht nur das zitierte zweite Kapitel, übrigens überschrieben mit „Auf dem Weg zur vierten ,Wunderwaffe‘?“, provoziert die Frage, ob mehr als sechzig Jahre danach eine Neubewertung der Geschichte der schrecklichen Massenvernichtungswaffe notwendig wird.
Immerhin wirbt der renommierte Verlag Deutsche Verlagsanstalt (DVA) in einem Prospekt über das Buch mit der Mutmaßung: „Das Deutsche Reich stand kurz davor, den Wettlauf um die erste einsatzfähige Atomwaffe zu gewinnen.“ Der Autor plädiert im Vorwort für eine Neubewertung, weil neue Archivfunde und physikalische Analysen „in diesem Buch erstmals der Öffentlichkeit vorgelegt werden“.
Eile mit Weile, so wird sich der Leser sagen, der sich auf dem Marktplatz historischer Revisionen, besser gesagt ihrer Versuche, auskennt. Denn Bücher zum Thema Verschwörungen und Geheimwaffen versprechen – so sie solide recherchiert und gut lesbar geschrieben sind – dem herausgebenden Verlag starkes Leserinteresse wie auch satte Gewinne.
Zunächst ein prüfender Blick auf den Buchtitel. „Hitlers Bombe“ erinnert an Guido Knopp und seine Kommerzerfolge in Fernsehen und auf dem Büchermarkt mit den Überschriften „Hitlers Manager“, „Hitlers Helfer“, „Hitlers Frauen“, „Hitlers Ende“, „Hitlers Kinder“, „Hitlers Krieger“ und so weiter und so mehr. Im Fall Karlsch aber stimmt der „knoppisierte“ Titel nicht mit dem Inhalt und vor allem keinesfalls mit den historischen Tatsachen überein.
Eine zweifelsfreie Zersplitterung und ein relativ niedriger Stellenwert der Uranforschung in den Kriegsjahren im Vergleich mit den Alliierten belegen allein schon ausreichend, dass es mitnichten Hitlers Bombe war. Das Buch verdient dennoch sorgfältig und kritisch gelesen zu werden. Sein Autor hat immerhin vier Jahre lang gründlich recherchiert.
Die Leistung beginnt bei der Auswertung zahlreicher bisher unbekannter Dokumente aus russischen Archiven, aber auch zeitgenössischer Forschungsberichte, Konstruktionspläne, Luftbilder, Tagebücher beteiligter Wissenschaftler sowie russischer und amerikanischer Spionageberichte. Überdies erhält der Leser einen Einblick in das Schriftgut des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik, in zahlreiche Akten des Heereswaffenamtes und anderer militärischer Dienststellen, in komplette Firmenarchive und vieles andere mehr.
Die Ergebnisse dieser Analysen lassen sich wohl in drei Punkten bündeln. Erstens war die deutsche Atombombe offenkundig niemals vergleichbar mit der amerikanischen. Ihre Zerstörungskraft lag nach Karlsch’s eigenen Angaben „weit unterhalb des Potentials der beiden amerikanischen Atombomben“. Nach seiner Ansicht verfügte das Deutsche Reich nicht über hoch angereichertes Uran als Kernsprengstoff in Menge und Konzentration.
Zweitens rekonstruiert der Buchautor mit einigem Neuigkeitswert und mit allerhand Details den internationalen Wettlauf in der Uranforschung. Es wird klar, dass im Unterschied zu den USA und zur Sowjetunion in Deutschland kein geschlossener Atomforschungskomplex entstanden war. Im Deutschen Reich arbeiteten damals etwa 100 Wissenschaftler an 19 verschiedenen Instituten. In den Vereinigten Staaten liefen bereits mehr als 30 Zyklotrone oder waren im Bau, in Deutschland noch keines.
Der Atomphysiker Werner Heisenberg bemerkte später: „Wir sahen eigentlich vom September 1941 an eine freie Straße zur Atombombe vor uns.“ Er war jedoch zugleich besorgt: „Wir alle spürten, dass wir uns auf ein hochgefährliches Gebiet gewagt hatten.“ Drittens belegt Rainer Karlsch den niedrigen Stellenwert des Uranprojektes in der deutschen Rüstungswirtschaft, zumindest bis zur Schlussphase des Krieges.
Ein neues Licht fällt bei diesem brisanten Thema auf die Gruppe um den Nobelpreisträger Werner Heisenberg. Karlsch richtet auf guter Materialbasis das Interesse vor allem auf die Forschungsgruppe um Kurt Diebner vom Heereswaffenamt. Er hatte nach dem Krieg einen recht zweifelhaften wissenschaftlichen Ruf, obwohl sein Reaktorkonzept dem Heisenbergs überlegen war.
Aber nicht alles in diesem Buch folgt einem solch seriösen Umgang mit Quellen und einer schlüssigen Auswertung. Exemplarisch sei der eingangs zitierte Testort Rügen genannt. Der italienische Journalist und Kriegsberichterstatter des „Corriere della Sera“ Romersa war gewisslich an jenem 12. Oktober 1944 auf dem militärischen Testgelände. Das hat Karlsch umfassend nachgeprüft und überzeugend nachgewiesen.
Romersas Beschreibung vergleicht das Geschehen mit einem echten Erdbeben, „so stark, dass es uns erschien, als ob es diesen kleinen Unterstand verschoben hätte. Wir sahen ganz klar einen Lichtblitz, ein gleißendes Licht, und danach entstand vor uns eine große Rauchwand.“
Auch der Bericht des Flakraketenspezialisten Rudolph Zinsser, der in einer Entfernung von zwölf bis fünfzehn Kilometern mit einer Heinkel 111 am Gelände vorbeigeflogen sein will, schildert nicht präzise und somit glaubwürdig die Waffenerprobung.
Verantwortungsbewusste und professionell arbeitende Historiker können bei der derzeitigen Quellenlage nur zu einem Ergebnis kommen: Auf dem Bug, der westlichsten Landzunge der Halbinsel Wittow auf Rügen, lassen sich weder durch kernphysikalische Analysen von Bodenproben noch durch Zeugenaussagen verlässliche Belege für einen Kernwaffentest erbringen.
Ähnliches gilt auch für den zweiten Testort bei Ohrdruf in Thüringen sowie die so genannte Hohlladungsbombe, eine angeblich alternative Lösung zu dem nicht ausreichenden spaltbaren Material. Wenn zwei Hohlladungen mit großer Geschwindigkeit aufeinander treffen, können Atomkerne verschmelzen und große Mengen an Energie freiwerden. Erich Schumann, Forschungschef des Heereswaffenamtes, hatte diese Idee bereits 1944 niedergeschrieben, Karlsch hat das im Schumannschen Nachlass entdeckt.
Explodierte die erste Atombombe auf dem Truppenübungsplatz im Herzen Thüringens oder auf Rügen oder in New Mexiko? Nein. Wir kennen heutzutage die historischen Fakten. Als der deutsche Chemiker Otto Hahn zusammen mit Fritz Straßmann im Dezember 1938 mit Uran-Atomen experimentierte, machte er eine sensationelle Entdeckung. Um das chemische Verhalten des Schwermetalls zu erforschen, beschoss er Uranplättchen mit Neutronen. Doch etwas Seltsames geschah: In der Uranprobe fanden sich Spuren des Elements Barium. Hahn deutete das Ergebnis so, dass die Urankerne zerplatzt und so die viel leichteren Barium-Atome entstanden sein müssen. Er hatte die Kernspaltung entdeckt.
In den USA wurde die Befürchtung, die Nazis könnten eine Atombombe bauen, zum Anlass genommen, selbst ein Atombombenprogramm zu entwickeln. 1941 bewilligte der amerikanische Präsident Roosevelt das Manhattan Engineering District Project. Der internationale Wettlauf um die „Monsterbombe“ hatte begonnen. Fieberhaft werkten Wissenschaftler und Techniker aus Deutschland, Großbritannien und Amerika an einer Atombombe.
In Deutschland rechnete sich die faschistische Führung ab 1944 eine kriegsentscheidende Wende mit dieser fürchterlichen Wunderwaffe aus. Es war ein spannendes Kapitel der Wissenschaftsgeschichte, der Ausgang des dramatischen Rüstungswettlaufs jedoch ist hinlänglich bekannt.
Von 1943 an arbeiteten im Forschungslaboratorium in Los Alamos in New Mexico unter der Leitung von Robert Oppenheimer bis zu 160 000 Menschen für das Geheimprojekt, darunter Wissenschaftler aus aller Welt. Am 16. Juli 1945 wurde die erste Atombombe bei Alamogardo gezündet. Der so genannte Trinity-Test leitete eine neue Ära ein.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Deutschland bereits kapituliert. Das immer noch kriegführende Japan rückte stattdessen in den Blickpunkt der US-Strategen. Am 6. August 1945 warf die US-Luftwaffe eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima ab. Was folgte, war ein Inferno.
Die Nukleargeschichte muss also nicht umgeschrieben werden. Wahrhaftige Quellen und substantielle Zeugenaussagen fehlen als Belege für die beiden Kernwaffentests. Es wurde also weder auf dem Bug noch bei Ohrdruf Weltgeschichte geschrieben. Einen ernst zu nehmenden Wettlauf um die erste Atombombe hat es also nie gegeben. Viele Legenden ranken sich schon seit Jahrzehnten um die deutsche Kernforschung. Karlsch fügt eine neue hinzu, aber auch einige neue Erkenntnisse.

Quelle Nordkurier www.nordkurier.de
 
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