Sammelthread über unausgeführte und teilweise realisierte Bauvorhaben der damaligen „Reichsbahn“ in Österreich

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

josef

Administrator
Mitarbeiter
#1
Wie an anderer Stelle bereits berichtet, befasse ich mich derzeit mit den Kapiteln aus

Alfred Horn, Peter Wegenstein; Eisenbahn-Handbuch-Sonderausgabe 2015 - Die Bautätigkeit der DRB in Österreich 1938-45.

1605725190262.png

Im knapp 200 Seiten umfassenden Buch beschreiben die Autoren die umfangreichen Projekte und Bauvorhaben der „Deutschen Reichsbahn“ (DRB) in Österreich nach der Eingliederung der „Österreichischen Bundesbahnen“ (BBÖ) am 18. März 1938 bis zum Kriegsende 1945.

Der Großteil der Entwürfe und Bauvorhaben hatten kriegswirtschaftliche Hintergründe und unterlagen der Geheimhaltung. Die meisten Pläne und Dokumente wurden zu Kriegsende vernichtet, so z.B. beim Brand des Gebäudes der Reichsbahndirektion Wien am Schwarzenbergplatz.

Erst nach Fall des „Eisernen Vorhanges“ erlangte das Autorenteam Einblicke in osteuropäische Archive, besonders aber in die umfangreichen Unterlagen aus Beständen des damaligen Reichsverkehrsministeriums (RVM) in Berlin. Dieses Material diente nun zur Aufarbeitung des bisher schlecht dokumentierten Kapitels der österreichischen Eisenbahngeschichte zwischen 1938 und Anfang 1945.

Da das Eisenbahnwesen eng mit unseren Forumsinteressen zusammenhängt, werde ich aus den im Buch nach Strecken geordneten und beschriebenen Bahnabschnitten für uns interessante Themen herauslösen und als Beiträge einstellen.

Zu einigen bereits im Forum behandelten Projekten werde ich Verlinkungen herstellen bzw. Ergänzungen oder Richtigstellungen bringen. Die Aufarbeitung des umfangreichen Vorhabens wird sich über längere Zeit erstrecken...

Beginnen werde ich mit nicht ausgeführten Projekten einer von der DRB erstellten und aus verschiedenen Gründen wieder verworfenen ersten Projektliste vom 17. Juni 1938:
(Alle Quellenangaben lt. Fußnoten im Buch)

1. Bau des Wiener Verschiebebahnhofs Süd in Rustenfeld-Leopoldsdorf
2. Bau einer eingleisigen „Kärntner Ostbahn“
3. Bau einer zweigleisigen Strecke im Semmeringgebiet um die bestehende Südbahnstrecke zu entlasten bzw. zu verkürzen
4. Bau einer eingleisigen Strecke Wulkaprodersdorf – Mattersburg – St.Martin
5. Bau einer eingleisigen Strecke Oberwart – Güssing
6. Bau einer eingleisigen Strecke Güssing – Mogersdorf
7. Bau einer eingleisigen Strecke Leermoos – Imst
8. Bau einer eingleisigen Strecke Landeck – Mals
9. Ausbau von Wiener Verkehrsanlagen (Stadtbahn)
10. Bau einer eingleisigen Strecke Martinsberg – Gutenbrunn – Persenbeug
11. Umbau der schmalspurigen Murtalbahn auf eine zweigleisige Hauptbahn
12. Bau einer zweigleisigen Strecke Mauterndorf – Radstadt
13. Bau einer eingleisigen Strecke Wien-Stammersdorf – Wien-Jedlersdorf
14. Bau einer eingleisigen Strecke Neuberg – Mariazell mit Abzweigung nach Kernhof
(Quelle RVM Berlin - Projektliste im Anhang zu Akt "Österreich" v. 01.08.1938)


Anmerkung: Der Thread wird zur Bewahrung einer Reihenfolge erst nach Fertigstellung der einzelnen Objekt-Beiträge für Diskussionen/Antworten usw. geöffnet...
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
#2
1. Projekt des Wiener Verschiebebahnhofs Süd in Rustenfeld - Leopoldsdorf

Aus Neubau-Liste der DRB vom 17.06.1938

1605726779857.png
Bahnnetz Wien 1940: Schwarz eingetragen die ungefähre Lage der geplanten und teilweise ausgebauten Verschiebebahnhöfe:
- Wien-Süd bei Rustenfeld-Leopoldsdorf -> nicht ausgeführt
- Wien Nord Strasshof -> Altanlage, Ausbau begonnen, nur teilweise bis Kriegsende fertiggestellt
- Wien Breitenlee -> Torso eines bis zum Ende des WKI nicht fertiggestellten und in der Zwischenkriegszeit teilweise wieder abgebauten Vbf.
(Kartenquelle: https://bahnnetz-at.jimdofree.com/app/download/8257116984/Bahnnetz_AT_1940_V_4_5.gif?t=1598039143 )

Auszug aus
Während beim Großverschiebebahnhof Wien - Nord bestehende Infrastruktur ausgebaut und erweitert wurde, war der Großverschiebebahnhof Wien – Süd ein Projekt auf der „grünen Wiese“! Wie aus der Bezeichnung „Süd“ schon hervorgeht, sollte der ab 1940 geplante Bahnhof südlich des Wiener Stadtgebietes errichtet werden. Konkret währe der nördliche Bahnhofskopf zwischen den Orten Hennersdorf und Rustenfeld-Leopoldsdorf (=> Namensgeber des Projektes) und der Südkopf zwischen Achau und Himberg gelegen.

Die Zufuhrgleise waren im Bereich Inzersdorf, Oberlaa und Kledering von der Verbindungsbahn und Ostbahn her vorgesehen, die Abfuhrstrecken wurden bei Laxenburg, Achau, Lanzendorf und Gramatneusiedl zur Ostbahn, Pottendorfer Linie und Aspangbahn hin geplant. Ein weiteres Verbindungsgleis sollte nördlich der Flugmotorenwerke Ostmark vorbei zur Südbahn bei Mödling führen. Bei Verwirklichung des Projektes wäre die Gegend zwischen der Südbahn bei Mödling und der Ostbahn bei Himberg durch ein dichtes Gleisnetz überzogen worden! Durch die fortschreitenden Kriegsereignisse kam man jedoch über das Planungsstadium nicht hinaus.
Weitere Angaben mit Übersichtsskizze:
Großverschiebebahnhof - Leopoldsdorf/Rustenfeld

Anmerkung: Der Thread wird zur Bewahrung einer Reihenfolge nach Fertigstellung der einzelnen Objekt-Beiträge für Diskussionen/Antworten usw. geöffnet...
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#3
2. Bau einer eingleisigen "Kärntner Ostbahn"

Der Grund für ein Bauvorhaben "Kärntner Ostbahn" liegt in der Grenzziehung nach Zerfall der Donaumonarchie und der Klärung der staatlichen Zugehörigkeit Südkärntens mit der Volksabstimmung 1920:
Durch Verlust des an der Grenze von Südkärnten und der Südsteiermark gelegenen Bahnknotens Unterdrauburg, nun Dravograd, 1919 an das neuerrichtete Königreich Jugoslawien fiel der Abzweigbahnhof von der Drautalbahn zur Lavanttalbahn auf fremdes Staatsgebiet. Dadurch wurde vorerst die Bahnverbindung zwischen der Landeshauptstadt Klagenfurt und dem Lavanttal mit der Bezirksstadt Wolfsberg unterbrochen.
Abhilfe wurde mit einem vertraglich festgelegten "Korridorverkehr" ohne Grenzformalitäten zwischen Lavamünd − Unterdrauburg(Dravograd) − Bleiburg geschaffen.

Auch die damals kürzeste Bahnverbindung von Klagenfurt nach Graz über die Drautalbahn nach Marburg (Maribor) und dann auf der Hauptstrecke der Südbahn über Spielfeld-Straß das Murtal aufwärts nach Graz, verlief nun im Mittelteil über jugoslawisches Staatsgebiet.
Die verbleibende rein "innerösterreichische Strecke" von Klagenfurt über St.Veit - Perchauer Sattel - Leoben - Bruck an der Mur nach Graz war bzw. ist um einiges länger.

Bereits im Mai 1920 gab die damalige Staatsregierung Renner Planungen zum Bau einer "Kärntner Ostbahn" von Völkermarkt über Griffen ins Lavanttal mit Anschluss an die Görtschitztalbahn bei Brückl in Auftrag. Damit sollte nach Klärung der staatlichen Zugehörigkeit Südkärntens jugoslawisches Staatsgebiet umfahren und die Region belebt werden. Zum Bau dieser Bahn kam es allerdings nicht, der Verkehr wurde weiter als Eisenbahn-Durchgangs(Korridor-)verkehr über Dravograd abgewickelt.

1605899322054.png
Rot: Die neue Grenze nach Zerfall der K.u.k. Monarchie nach der endgültigen Festlegung 1920. Der Bahnknoten Unterdrauburg, nun Dravograd, fiel an das neuentstandene Königreich Jugoslawien.
Schwarz: Die Drautal- und Lavanttalbahn
Orange: Die nun in Jugoslawien liegenden Streckenabschnitte der Drautalbahn Bleiburg - Dravograd und der Lavanttalbahn Dravograd - Lavamünd, über die der Personenverkehr ab 1919 bis 1941 und zwischen 1952 und 1965 als "Korridorverkehr" verlief.
Blau: Die neu gebaute innerösterreichische Strecke der Jauntalbahn, die 1965 in Betrieb ging und den Korridorverkehr über jugoslawisches Territorium erübrigte.
(Basiskarte: OpenStreetMap)

Die Teilstrecke der Lavanttalbahn Dravograd-Lavamünd-St.Paul wurde abgebaut. Auf den Streckenabschnitten der Drautalbahn östlich Klagenfurt bis Bleiburg und an der Jauntalbahn gibt es derzeit gewaltige Ausbauarbeiten und Streckenumlegungen im Zuge der Errichtung der Koralmbahn als neue Direktverbindung Klagenfurt - Graz.


Nun aber wieder zurück zu den Projekten der alten "Kärntner Ostbahn":
1938 holte die DRB die alten Planungen zur "Kärntner Ostbahn" Völkermarkt-Griffen-Raum St.Paul im Lavanttal wieder hervor, um vom Korridorverkehr über fremdes Staatsgebiet unabhängig zu sein.

Nach dem Balkanfeldzug im April 1941 und der Schaffung des CdZ-Gebietes Untersteiermark kam die "alte" Verbindung über Unterdrauburg/Dravograd aus K.u.k.-Zeiten wieder (bis Kriegsende 1945) in die Verwaltung der DRB und ein Streckenneubau erübrigte sich!

Bei der Suche im Netz fand ich unter dem Begriff "Kärntner Ostbahn" noch einen weiteren Planungshinweis einer Direktverbindung Klagenfurt - Graz aus Zeiten der K.u.k. Monarchie:
Wie im übrigen Österreich war in der Zwischenkriegszeit kein Konjunktur-Fenster für nennenswerte, wirtschaftlich begründbare Großinvestitionen möglich. Der Erste Weltkrieg und die bald folgende Weltwirtschaftskrise hat auch die ursprünglich monarchischen Pläne einer „Kärntner Ostbahn“ zunichte gemacht (Klagenfurt – Griffen – Wolfsberg – Preitenegg – Edelschrott –Ligist –Graz, dokumentiert in K. Rießberger 2007).
Demnach wäre diese Trasse durch das Klagenfurter Becken über den "Griffener Berg", Abstieg ins Lavanttal und dann Überquerung (?) oder Tunnelquerung (?) des "Koralpenmassivs" im Bereich der "Pack" (ca.1200 m) mit weiterem Auslauf/Abstieg auf rund 400 Höhenmeter in den Bereich Ligist verlaufen. Dort hätte sich die Anbindung in das bestehende Streckennetz der "Graz-Köflacher-Eisenbahn" (GKB) angeboten, um den Grazer Hauptbahnhof zu erreichen. Eine Variante wäre auch die Fortführung auf einer eigenen neuen Trasse nach Graz gewesen...

1938 bis zur Eingliederung der Südsteiermark 1941 ins Deutsche Reich hätte diese technisch anspruchsvolle Direktverbindung Klagenfurt - Graz ebenfalls noch Sinn gehabt.

1605897728720.png
Basiskarte: Ausschnitt aus DRB-Streckenplan 1940:
Grün: Die nicht verwirklichten Planungen der BBÖ aus 1920 für die "Kärntner Ostbahn", die 1938 von der DRB wieder aufgenommen wurden, aber wegen der Annexion der Südsteiermark 1941 hinfällig wurden.
Schwarz: Der ungefähre Streckenverlauf nach den ursprünglichen Planungen vor 1918 bis zu einem Anschluss an das GKB-Netz im Großraum Ligist.
(Kartenquelle: https://bahnnetz-at.jimdofree.com/app/download/8257116984/Bahnnetz_AT_1940_V_4_5.gif?t=1598039143 )
 
Zuletzt bearbeitet:

josef

Administrator
Mitarbeiter
#4
3. Bau einer zweigleisigen Strecke im Semmeringgebiet um die bestehende Südbahnstrecke zu entlasten bzw. zu verkürzen

Über dieses Projekt fand ich bisher keine weiteren aussagefähigen Details! Gerüchteweise hörte ich irgend wann einmal etwas über eine Entlastungsstrecke der alten Semmeringbahn im Bereich des "Preiner Gscheids", westlich des Semmerings an der Ostflanke des Rax-Massivs. Habe aber, wie vorhin schon erwähnt, keine stichhaltigen Unterlagen/Beweise und belasse dies in der Kategorie "Vermutungen, Gerüchte usw." ...!

Werde aber weiterhin versuchen, darüber vielleicht doch etwas zu finden...

1605905454873.png
Basiskarte: Ausschnitt aus DRB-Streckenplan 1940

(Kartenquelle: https://bahnnetz-at.jimdofree.com/app/download/8257116984/Bahnnetz_AT_1940_V_4_5.gif?t=1598039143 )

Semmeringbahn im Forum: Semmeringbahn
Der "neue" Semmering-Basistunnel: Semmering-Basistunnel
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#5
4. – 6. Projekte im Burgenland

Die 3 in der Planungsliste vom 17. Juni 1938 angeführten „Burgenlandprojekte“ werden nachfolgend in einem Bericht zusammengefasst:

Bis zum Zerfall der Donaumonarchie mit Ende des 1. Weltkrieges war das Gebiet als „Deutsch-Westungarn“ Teil der ungarischen Reichshälfte. Im Vertrag von Saint Germain wurde es 1919 Österreich zugesprochen und im Vertrag von Trianon wurde 1920 Ungarn verpflichtet, das Gebiet an Österreich abzutreten.

Nach heftigen Protesten Ungarns wurde für Ödenburg (ungar. Sopron), das als Landeshauptstadt des neuen Bundeslandes vorgesehen war, und seine Umgebung eine Volksabstimmung durchgeführt, die zum Verbleib Ödenburgs bei Ungarn führte.
Im Herbst 1921 erfolgte die endgültige Übernahme durch Österreich ohne das Gebiet um Ödenburg.

Eisenbahnmäßig wirkte sich der Verbleib von Ödenburg (Sopron) bei Ungarn für das neu entstandene Bundesland Burgenland äußerst negativ aus, da die Strecken auf Ödenburg ausgerichtet waren und dort zusammenliefen. Durch die neue Grenzziehung wurden diese Bahnlinien vom nunmehr österreichischen Burgenland abgetrennt.


Durch die endgültige Grenzziehung 1921 im Raum Ödenburg sind folgende Strecken betroffen:

A - "Wiener Neustadt - Ödenburger Bahn (Mattersburger Bahn)" Wiener Neustadt – Mattersburg – Ödenburg (Grenze nach Schattendorf).
B - „Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG“ Ebenfurth – Wulkaprodersdorf – Grenze bei Baumgarten – Ödenburg (Sopron)
C - „Neusiedlerseebahn" Neusiedl am See - Fertőszentmiklós“ im Seewinkel östlich des Neusiedlersees - bei Pamhagen durch die Grenze getrennt.
D - „Burgenland-Bahn - Ödenburg – Güns“, die durch die neue Grenzziehung bei Deutschkreuz wieder österreichisches Territorium berührt und bei Rattersdorf-Liebing dieses wieder Richtung Ungarn nach Güns (Köszeg) verließ.

1606155716492.png
Rot: Staatsgrenze Österreich - Ungarn
Schwarz: Bahnstrecken in Österreich
Braun: Bahnstrecken in Ungarn nach der Grenzziehung 1921
Möchte auch auf die ehemalige Kohlenbahn ins Revier um Brennbergbanaya hinweisen, wo der "Helenenschacht" direkt an der Grenze auf österr. Gebiet lag.
(Karte OpenStreetMap )


Weitere durch die Grenzziehung 1921 betroffene Bahnen im Südburgenland:

Von der Wechselstrecke in Friedberg/Steiermark zweigt die in West-Ost Richtung verlaufende „Pinkatalbahn" Friedberg – Pinkafeld – Oberwart – Rechnitz – Güns“ (Köszeg) ab.

Im Süden des Burgenlandes gab es noch die „Güssinger Bahn“, eine Stichbahn von Güssing nach Kirment (Körmend), welche östlich von Strem die Grenze überschritt.

Ganz im Süden quert noch die aus Graz kommende „Steirische Ostbahn“ die Staatsgrenze Im Raum Mogersdorf nach Szentgotthard.


Die Planungen lt. Aufstellung vom 17.06.1938 umfassten:
Die von der DRB nach dem Anschluss 1938 ausgearbeiteten 3 Projekte sollten eine Verbindung der vorgenannten Strecken innerhalb der nunmehrigen Reichsgrenze ermöglichen und eine Nord-Süd Bahnverbindung schaffen. Wobei noch anzumerken ist, dass das Burgenland als Verwaltungseinheit aufgelöst wurde und der Nordteil zum damaligen Gau Niederdonau und der Süden zum Gau Steiermark kam.

Schwarz: Die von der DRB projektierten Vorhaben 4. - 6. lt. Aufstellung vom 17.6.1938
1606159830165.png
(Kartenquelle: https://bahnnetz-at.jimdofree.com/app/download/8257116984/Bahnnetz_AT_1940_V_4_5.gif?t=1598039143 )

4. Bau einer eingleisigen Strecke Wulkaprodersdorf – Mattersburg – St.Martin
Abzweigung in Wulkaprodersdorf von der der „Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn AG“ (Ebenfurth-Ödenburg) nach Mattersburg mit Anbindung/Verknüpfung an die Strecke Wiener Neustadt-Ödenburg und weiter über Sieggraben nach St.Martin mit Anschluss an die „Burgenland Bahn“ (Ödenburg – Deutschkreuz – Oberpullendorf-Rattersdorf-Liebing-Güns).

5. Bau einer eingleisigen Strecke Oberwart – Güssing
Dieses Bahnprojekt sollte in Oberwart von der „Pinkatalbahn“ (Friedberg-Oberwart-Rechnitz-Güns) abzweigen und nach Süden bis Güssing führen. Dort hätte die aus Ungarn als Stichstrecke heranführende „Güssinger Bahn“ (von Kirmet) einen Anschluss ans Netz der DRB bekommen.

6. Bau einer eingleisigen Strecke Güssing – Mogersdorf
Von Güssing sollte eine weitere Verbindungsstrecke nach Mogersdorf mit Anschluss an die „Steirische Östbahn“ (Graz-Feldbach-Fehring-Jennersdorf-Mogersdorf-Szentgotthard) gebaut werden.

Keines dieser 3 Projekte kam zur Ausführung!


Zum Vergleich Ausschnitt des aktuellen Netzplanes 2020:
Rot: Strecken mit Personen- und Güterverkehr
Grün: Strecken nur mehr Güterverkehr
Grau: Eingestellte bzw. abgetragene Strecken
1606163565995.png
(Ausschnitt aus: Aktueller Bahnnetzplan Österreich )
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben