walpersberg

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wolfgang

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#1
Dienstag 3.Februar MDR 20:45 Abenteuer Vergangenheit "Kampf um den Walpersberg" Eine Doku über die Stollenanlage "Lachs".
Eine Woche später,gleiche Zeit u.Programm:"Das Geheimniss des Jonastals"
 
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otto

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... Vergangenheit "Kampf um den Walpersberg" Eine Doku über die Stollenanlage "Dachs". ...

Ich kaufe ein L und verschenke ein D .
 
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MunaUede

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#4
MDR-Sendung

Zum Inhalt:

Teil 1: Kampf um den Walpersberg | 03.02. | 20:45
Teil 2: Das Geheimnis vom Jonastal | 10.02. | 20:45

Walpersberg - REIMAG e.V./Me 262

"Der Berg ist komplett untertunnelt: Überreste einer der größten Rüstungsfabriken des Dritten Reiches."

"15.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa schufteten hier, auch viele Deutsche, auch aus Kahla. Nach dem Krieg holten Amerikaner und Russen sich hier wichtige Hinweise für ihre heutige militärische Überlegenheit und sprengten die Schächte zu. Erst in den 70er Jahren erinnerte sich die Nationale Volksarmee an die bombensicheren Stollen und baute einige zu Munitionslagern aus."


"In dem winzigen Thüringer Dörfchen Haarhausen lebt zurückgezogen ein alter Mann. Der Schriftsteller und Heimatforscher Martin Stade behauptet Ungeheuerliches: Gegen Ende des 2. Weltkrieges hätten die Nazis über Interkontinentalraketen mit Atomsprengköpfen verfügt. Ihre Reichweite: bis nach New York."

Entwickelt und produziert worden seien die Wunderwaffen in gigantischen unterirdischen, teilweise 14 Stockwerke tiefen Bunkern nahe dem alten Truppenübungsplatz Ohrdruf. Alle dort heute bekannten Anlagen, wie das letzte Führerhauptquartier im Jonastal oder das Atomlabor in Stadtilm, seien nur Attrappen gewesen. Seit 1937 hätten in Deutschland bereits Uranfabriken gearbeitet. Und: Die amerikanischen Bomben auf Hiroshima und Nagasaki seien deutsche gewesen.

Hobbyhistoriker Martin Stade
Keiner würde dem Mann glauben, der seine Ideen in zahlreichen Büchern veröffentlicht hat, wenn nicht Dutzende anderer Hobbyhistoriker in der Region zu ähnlichen Rechercheergebnissen gekommen wären. Aber niemand von seinen Kollegen geht so weit wie er. Viele distanzieren sich von ihm. Da er seine Quellen nicht Preis gibt, halten ihn seine Kritiker für unseriös.

Das Filmteam begleitet Martin Stade bei seinen Nachforschungen. Immer wieder finden sich dabei Indizien, die seine Theorie stützen. Aber woher er das alles weiß, verrät er nicht. So fällt es schwer, das Unfassbare zu glauben. Er habe seine Informationen von den Nachkommen beteiligter SS-Offiziere. Diese hätten noch heute Angst, als Verräter behandelt zu werden

So errichtete eine Abteilung der deutschen Gruppe für Atomforschung um Dr. Kurt Diebner und Prof. Walter Gerlach ihr letztes Versuchslabor in den Kellern einer Schule in Stadtilm. Historisch gesichert ist auch, dass Tausende von Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald zwischen Herbst 1944 und April 1945 im Jonastal Zwangsarbeit leisten mussten. Die meisten verloren aufgrund der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Außenlagern des KZ Ohrdruf ihr Leben. Es wurden in kurzer Zeit mehr als 25 Stollen in die Muschelkalkhänge des Jonastals getrieben, die
heute verschlossen sind.

Über den genauen Beginn und den tatsächlichen Umfang der Arbeiten sind die Aussagen widersprüchlich. Die Angaben über die Zahl der am Bau eingesetzten Häftlinge schwanken zwischen 24.000 und 40.000. Bergbauexperten behaupten, dass für den Bau der bisher bekannten und erforschten Anlagen wesentlich weniger Arbeitskräfte nötig gewesen wären. Das legt den Schluss nahe, dass durchaus noch unentdeckte unterirdische Areale existieren könnten. Das bestätigen Aussagen von am Bau beteiligten Häftlingen, welche die Torturen überlebten. Auch Einwohner und Angehörige der 89. US-Infanteriedivision sprechen übereinstimmend von komfortablen und technisch hervorragend ausgestatteten unterirdischen Anlagen riesigen Ausmaßes.

Die Objekte "SIII" und "Olga"
Behauptet wird, das im Jonastalgebiet an einer deutschen Langstreckenrakete mit nuklearem Gefechtskopf, der so genannten "Amerika-Rakete" gebaut wurde. Zudem ist die Rede von "V-Waffen-Entwicklung", "Teilchenbeschleunigern", "Energieerzeugung nach Tesla-Prinzipien", "Hochfrequenztechnik" und so genannten "Todesstrahlwaffen".

"Die Fakten dazu sind widersprüchlich, denn nur sehr wenige Dokumente zu den Geheimnis umwitterten Objekten "S III" und "Olga" sind überhaupt frei zugänglich. S III stand für das Sonderbauvorhaben Jonastal. Olga war der Deckname für das geplante Führerhauptquartier und den Truppenübungsplatz Ohrdruf. Tatsache ist, dass bereits 1937 der Bau einer hochmodernen, unterirdischen Nachrichtenzentrale auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf begann. Sie lag drei Stockwerke unter der Erde und war für die Erfordernisse des Übungsplatzes völlig überdimensioniert. Ihre Eingänge waren durch Wochenendhäuser getarnt, aus deren Schornsteinen etwas Rauch aufstieg, wenn der 475 PS starke Schiffsdiesel, der das "Amt 10" vom Energienetz unabhängig machte, in Betrieb ging. Reste der gigantischen Anlage sind noch heute zu finden.

Die meisten unterirdischen Objekte wurden kurz vor Kriegsende von der SS gesprengt und getarnt. Dokumente, die Aufschluss geben könnten, wurden teilweise vernichtet. Was übrig blieb, transportierten die Amerikaner nach der deutschen Kapitulation ab. Bewiesen ist, dass am 7. April 1945 eine hochrangige Expertenkommission von US-Atomforschern die Hinterlassenschaften im Jonastal begutachtete. Was genau die Wissenschaftler in den unterirdischen Anlagen fanden und nach Aussagen der Anwohner "in großen Mengen" abtransportieren ließen, ist unklar. Alle Akten, die zur Aufklärung der Vorgänge beitragen könnten, sind bis heute durch das Pentagon als "Classified" eingestuft. Das bedeutet, dass sie für weitere 50 Jahre unzugänglich bleiben werden.

Ebenso unklar ist das Schicksal von Hans Kammler. Der mit umfassenden Kenntnissen und Vollmachten ausgestattete SS-Obergruppenführer war zu Kriegsende der Hauptverantwortliche für die Projekte Olga und SIII. Er war der Befehlshaber über alle deutschen Hochtechnologieprojekte und Untertageverlagerungen. Nach Kriegsende gelang es Kammler unterzutauchen. Seine Spur verliert sich 1946 in Prag.

Nachweise für die "Bombentheorie" stehen noch aus
Nach Kriegsende versuchten die Sowjetarmee, die DDR-Staatssicherheit, aber auch Schatzsucher, Hobbyhistoriker und Höhlenforscher, dem Rätsel um das Jonastal auf die Spur zu kommen. Bisher gelang niemandem ein Existenznachweis der unterirdischen Produktionsanlagen der "Wunderwaffen". Der Film hinterfragt die Bombentheorie, distanziert, aber fair: bei Vertretern von Behörden, Wissenschaft und der Bundeswehr, der jetzigen Nutzerin des Militärgeländes. Alle dementieren ausnahmslos. Aber auch Heimatforscher, Geschichtsinteressierte und Schatzsucher kommen zu Wort, welche Stades Theorie zumindest in Teilen folgen. Was bleibt, sind viele Fragen. Besonders dort, wo die offizielle Geschichtsforschung aufhört."

Quelle: www.mdr.de

"Zur Biografie von Martin Stade

Martin Stade wurde am 1. September 1931 als Sohn eines Maurers in Haarhausen bei Arnstadt (Thüringen) geboren. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine Lehre als Rundfunkmechaniker. Von 1949-58 war er als FDJ-Funktionär tätig, u.a. als Lehrer einer Sonderschule des FDJ-Zentralrates. Danach verdiente er seinen Lebensunterhalt in verschiedenen Berufen, u.a. arbeitete er vier Jahre lang als Dreher in einem Großbetrieb, zwei Jahre als Kranführer in der Landwirtschaft seines Heimatdorfes. 1968/69 war er im Plattenwerk Potsdam beschäftigt. Seit 1969 arbeitet er als freier Schriftsteller. 1971/72 studierte er am Institut für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig.

Bereits in den 60er Jahren veröffentlichte Stade in Zeitschriften und Anthologien erste Erzählungen, in denen er sich bevorzugt mit dem DDR-Leben auf dem Land befasste und dabei besonders durch Beobachtungsgabe und psychologisch eindringliche Charakterzeichnung auf sich aufmerksam machte. 1970 erschien der Sammelband "Der himmelblaue Zeppelin", 1971 die Erzählung "Vetters fröhliche Fuhren", in der ein Tag im Leben eines LPG-Rentners geschildert wird. Stade führte auch den von C. Back begonnenen historischen Roman um Knobelsdorff "Der Meister von Sanssouci" zu Ende (71). Erwähnt seien auch seine Fernseharbeiten "Tiroler macht Urlaub" (73), "Unterwegs und zu Hause" (73) und "Der erste Urlaubstag" (74).

In der Bundesrepublik wurde man erst auf Stade aufmerksam, als er 1975 seinen historischen Roman "Der König und sein Narr" vorlegte, der sich mit dem Lebensweg des Kammerherrn Gundling am Hofe Friedrich Wilhelm I. befasst. Obwohl die DDR-Literaturkritiker das Buch weitgehend ignorierten, konnte der Ost-Berliner Verlag "Der Morgen" rund 30.000 Exemplare verkaufen. 1977 erschien der Roman auch bei der Deutschen Verlagsanstalt in Stuttgart. Die Neue Literarische Gesellschaft erkannte Stade den Preis "Der beste Erstlingsroman 1977" zu. Zu erwähnen sind noch zwei weitere Prosabände: "Liebe im Hotel" und "17 schöne Fische" (beide 76).

Stade gehörte 1978 zu jenen Autoren, denen die DDR-Behörden untersagten, ihre in westlichen Verlagen erscheinenden Bücher auf der Frankfurter Buchmesse selbst vorzustellen. "

http://www.mdr.de/doku/1135376.html
 

kps

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#7
Der Walpersberg-Verein hat jedenfalls in den letzten 10 Jahren was aufgebaut, was seinesgleichen sucht. Hut ab vor den Mitgliedern und Freunden, die mittlerweile regelmäßige Akzente setzen.

VG
kps
 
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