Ötztal Windkanal - Deckname "Zitteraal" Stollen + Peripherie

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wolfgang

Guest
#1
Nochfolgend einige Bilder aus der Stollenanlage des Windkanals im Ötztal.Der Zugang liegt sehr versteckt an einem Hang,oberhalb eines Gebirgsbaches.Hätte ich alleine niemals gefunden.Der ehemalige Materialweg ist mittlerweile durch Felsstürze nicht mehr passierbar und kaum noch zu erkennen.Die Gesamtlänge der Stollen beträgt ca 3,5km.Wir sind ungefähr eine Stunde hin und wieder zurückgelaufen.D.h., von einem Mundloch zum anderen.Innen gibt es einige Gabelungen.Ein Seitenstollen führt zum Schacht des Material-Aufzuges.Außerdem gibt es einen Schacht,der wohl zum Gipfel des Berges nach oben führt.Man kann einen starken Luftzug spüren.
 

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wolfgang

Guest
#2
Die ersten beiden Bilder sind falsch! Bitte löschen!
Erled´scht. SuR

Abschnittsweise sind die Stollen betoniert.Außerdem existieren noch einige Meter Feldbahn-Geleise.Sogar mit einer Weiche.
 

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Harald 41

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#8
Hallo Wolfgang;

Gratuliere zu den Bildern sind ja gewaltig,und diese Anlage ist bei uns in Tirol?
Ist sicher nicht leicht zu finden,sieht noch so unberührt aus.
Zu den Betonsockeln,könnten eventuell für irgenwelche Maschinen gewesen sein.:danke:superOK


LG Harry
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#9
Ötztal - Bahnhof, Tirol

@Wolfgang :danke für die Fotos!

Allgemeininfo: Deckname "Zitteraal" oder "Baustelle Inn" - Ötztal

Für ALLE, die nicht in den vorhandenen Threads zum Thema nachsehen wollen, noch einmal einige Bilder von der (oberirdischen) Baustelle:

1. Windkanal-Fundamente Ötztal, 1943
Quelle: DLR - DLR Portal
2. Windkanal-Gelände Ötztal, 1943
Quelle: DLR - DLR Portal
3. Montage einer Umlenkecke
Quelle: http://www.dlr.de/archiv/lfm_umlenkecke.htm
4. Montagearbeiten
Quelle: Hugo Portisch, Sepp Riff "Österreich II - Der lange Weg zur Freiheit", ISBN 3-218-00442-X, Seite 195
 

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wolfgang

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#10
@harald41:Ja,bei euch in Tirol.Hätte ich aber ohne die Hilfe eines Einheimischen nie gefunden.

Ich werd noch weitere Bilder der oberirdischen Relikte einstellen.Auch von dem Turm
 
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wolfgang

Guest
#14
Danke,Danke

Ja,es war wirklich eine abenteurliche Spurensuche dort.Und da gibts noch viel mehr.Das war ja nur ein Bruchteil.Es soll im Zusammenhang mit dem Windkanal auch noch weitere Stollen geben.
 
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hebbel

Guest
#17
Yep. Sieht mir nach Windenkonstruktion mit ordentlichen Bremsbändern an den Scheibenrädern beidseitig der Seiltrommel aus. Am versetzen Rad dürfte eine Untersetzung dran sein.

Schöne Eindrücke...

Gruß
Dieter
 
#19
Kartenmaterial und möglich Wirkungsweise des Windkanales

Hallo Zusammen, nach dem ich ja in der Gegend wohne habe ich eine Karte bearbeitet.
Unten angeführt eine Beschreibung der möglichen Funktionweise des Windkanals welche ich von Ruggi erghalten habe. Nachdem er bei einer großen energieversorgungsfirma arbeitet (keine werbung) müsste er sich da auskennen.


Ich glaube nicht, dass der Windkanal nach dem Unterdruck Prinzip funktioniert hat. Dazu sind die Stollenquerschnitte viel zu kein. Der Winkanal hätte einen Durchmesser von ca. 8m haben sollen – Wasser im freien Fall erreicht vielleicht 200km/h (ca. 55m/sec). Bei gleichem Querschnitt hat dann die angesaugte Luft auch nur diese Geschwindigkeit erreichen. Nur bei einer Querschnittsverringerung des Luftkanales würde sich die Geschwindigkeit im Luftkanal erhöhen – jedoch wird auch die Reibung dort wieder größer.....

Betreibt man aber eine Pelton Turbine mit der Wassermenge von 500 Liter/sec bei einer Fallhöhe von ca. 400 m erhält man eine Leistung von ca. 2 Megawatt (mechanisch); abzüglich aller Wirkungsgradverluste ca. 1,5MW Elektrisch – damit kann ich einen dann schon eine Windkanal mit nahezu MACH1 (Schallgeschwindigkeit) betreiben.


:bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo::bravo:
 

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