Ötztal Windkanal - Deckname "Zitteraal" Stollen + Peripherie

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#41
Auch vielen Dank für den Karte. :bravo:

Ihr habt aber gesehen, dass der Link noch viel viel mehr hergibt, als nur das Ötztal? :D
 
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0-Lux

Guest
#42
zu den tollen Bildern von Wolfgang

Hallo Wolfgang, Hallo Chaoskumpel!
Zu deinen Fotos:
Img_1101.jpg:
Ja, es handelt sich um eine Seilwinde. Die Seiltrommel lässt sich auch noch drehen! Bei den "Bändern" handelt es sich aber nicht um ein Bremssystem - sind reine Schutzbleche. Die exzentrisch gelagerte Welle (Hebel links) wird dazu verwendet die Seiltrommel zu bremsen bzw an die Antriebswelle zu pressen. Der Antriebsmotor war einmal auf der rechten Seite montiert.
Img_1156.jpg:
Dieses Mundloch zeigt in Richtung Inntal - nicht zum Pitztal!
Img_1172.jpg und 1173.jpg:
Der Stollen hat vom Eingang (1195m)beim Nederbach bis zum Stollenfenster in Richtung Inntal fast kein Gefälle (ca.15 bis 20m auf 1.9km Länge)
Die Abzweigung des Druckschachtes liegt ca. 150m im Inneren des Berges. Am Bild Img_1173.jpg sieht man ein klassisches Fundament für eine große Druckrohrleitung.
Der ehemalige Austritt des Druckschachtes im Inntal (ca.690müdM) ist leider nicht meht zugänglich.
Img_1195.jpg:
"Bergstation " vom Schrägaufzug (ca.1180m)
Am Gelände der Windkraftanlage im Inntal sind auch noch die Reste der "Talstation" zu finden!

In der Karte hab ich auch noch den ungefähren Standort vom oberen Ende der Materialseibahn eingezeichnet. In diesem Bereich findet man massenhaft Fundamente. Da die Seilbahn angeblich für die Anlieferung ven Zement diente, und auch weiter Betonfundamente von dort aus in Richtung des ca. 15m hohen Betonbauwerks auf der gegenüberliegenden Hangseite zeigen, vermute ich, dass dies Förderanlagen für den Zement gewesen sind und es sich um ein Betonmischwerk gehandelt hat.
Der Stolleneingang zum begonnenen Freispiegelstollen in Richtung Süden (Längenfeld) befindet sich genau in der Verlängerung vom Stollen in Richtung Inntal. Dieser Stollen hat die selbe Dimensionierung - endet aber nach ca.150m
Im Bachverlauf oberhalb der Stollen kann man auch noch die Reste von mehreren Wehranlagen finden, welch wahrscheinlich der Beileitung des Wassers aus dem Nederbach dienen hätten sollen, oder einfach nur zur Trockenlegung der Baustelle.
Bilder von den Resten der Seilbahn-Station am Nederbach werde ich in Kürze hier einstellen.
Wenn man sich die Posizionen der Gebäude (Rechtecke, Punkte usw) der US Karte von 1952 auf ein GPS Gerät überträgt, kann man diese in der Natur auch sehr gut finden. Auch kann man sich die Punkte ins Google Earth übertragen (händisch). So kann man bereits die eine oder andere geometrische Form von Fundamentresten auch dort erkennen.

@:Chaoskumpel: Vielen Dank - freu mich schon auf die nächste Tour !!!

So - Licht aus!

Grüße 0-Lux
 

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W

wolfgang

Guest
#44
@o-lux: Ja,Inntal und nicht Pitztal.Wollte das auch noch korrigieren dementsprechend.

Ist für mich noch relativ neu das Gebiet dort
 
H

hebbel

Guest
#46
Auch von mir ein Danke für die Karte und die Berichtigung zur Winde.
Könnte man diesen "Fensterschacht nach oben" vielleicht als 'Wasserschloß' ansprechen?

Gruß
Dieter
 
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0-Lux

Guest
#48
Fensterschacht nach oben

Hallo Hebbel!

Ein Wasserschloss wäre im Bereich des steil abfallendes Druckschachtes sinnvoller.
Ich vermute, dass über diesen Schacht die Zuleitungen für Wasser, Strom etc. in das Stollensystem gegangen sind.
Es ist auch vorstellbar, dass auch Baumaterialien über diesen Schacht ins System eingebracht wurden - die obere Öffnung dürfte sehr nahe an der über den Berg verlaufenden Materialseilbahn sein - voraus gesetzt, es verläuft wirklich senkrech (oder fast) nach oben.

Licht aus!
0-Lux
 
H

hebbel

Guest
#49
Ein Wasserschloss wäre im Bereich des steil abfallendes Druckschachtes sinnvoller.
Da hast Du natürlich recht. Auf verschiedenen Schnittzeichnungen von Stauanlagen und Kraftwerken habe ich das auch immer in unmittelbarer Nähe des "oberen Endes" der Druckwasserleitung gesehen. War so ein Gedanke, daß "sie" eines bauen mussten und das Auspendeln der Wassersäule bei talseitigem Schieberverschluß auch so funktioniert hätte. Aber das kann ich nicht beurteilen. Baulogistik ist natürlich auch plausibel.

Gruß
Dieter
 
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0-Lux

Guest
#51
Gerlos

Hallo!
Näher Infos zum Kraftwerk gerlos findet ihr unter

http://reports.verbund.at/2005/nhb/ausgewaehlteprojekte/kraftwerkgerlos.html

oder einfach nach "Kraftwerk Gerlos" googln - bzw. GERLOS im Google Earth suchen. Die Speicher Durchlassboden(1450m) und der Speicher Gmünd (1200m) liegen ca.4km jeweils westlich und östlich von der Gemeinde Gerloss. Das Krafthaus steht im Zillertal auf der Höhe von Zell am Ziller
47°14'1.22"N
11°53'56.52"O

unter: http://gis3.tirol.gv.at "aktuelle ÖK50/200" ist blau strichliert auch der neue Stollen eingezeichnet. Der "alte" ist sicherlich nicht weit weg davon...


Das Kraftwerk wurde während WW-II gebaut und ist noch heute in Betrieb und zusätzlich noch erweitert worden.

Gruß
Walter
 
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0-Lux

Guest
#53
Funktionsprinzip "Luftsog"

Wenn der Windkanal nach diesem Prinzip hätte betrieben werden sollen, wäre ja eine große "Ansaug-Leitung" von der Windkanal-Anlage (ca.690m) wieder hoch bis zur Höhe des Beginn des Druckstollen (ca. 1180m) verlegt werden müssen, über welche die Luft dann hätte angesaugt werden können.

Wie soll dann eine abfließende Wassersäule in einem ca. 2m dicken Rohr, einen Windsog von MACH 1 in einem Windkanal von ca. 8m Durchmesser erzeugen???
Lass mich gerne darüber aufklären - wenn jemand den Schlüssel dazu kennt!

Wie auf WIKI beschrieben, wurde die Turbine "direkt mit Wasserkraft" betrieben....
http://de.wikipedia.org/wiki/ONERA

Licht aus!
0-Lux
 
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0-Lux

Guest
#55
zurück ins Ötztal

Hallo!
Hab dieses Wochende einmal die Gegend um die ehemalige Windkanal-Anlage "Zitteraal" durchforstet.
Direkt neben der Bundesstrasse sind noch die 3 von 4 Fundamente eine Seilbahnstütze und für die dazugehörige Schutzbrücke über die Straße zu finden. Am ersten Bild sieht man ganz links und rechts hinter der Birke zwei der noch bestehenden Fundamente der Seilbahnstütze. Die Fundamente im Vordergrund stammen mit größter Sicherheit von einer Schutzbrücke über die Straße. Am Bild-Nr:3 die Fundamente der Schutzbrücke auf der anderen Straßenseite.
 

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0-Lux

Guest
#58
Seilbahn

Hallo!
Mich hat gerade interessiert, ob man auf auf den historischen Bildern, die von Josef im Beitrag #9 eingestellt wurden, nicht auch Teile der Seilbahn erkennen kann - siehe da, im Bild "1943_oetztal1-klein.jpg" kann man die Seile auch sehen!

Licht AUS !

Grüße
0-Lux
 
H

Harald 41

Guest
#59
Hallo O-Lux;

Interessanter Beitrag,steht in der einen Höhle das Wasser?
Währe schön das ganze selber anzusehen,müsste ich aber mit einem Urlaub verbinden,denn für einen Tagesausflug währe mir das Ötztal zu weit.

LG Harry
 
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