Die Geheimnisse in Wien's Unterwelt

#41
Ich habe fünf Jahre als Kanalarbeiter in Wien gearbeitet.

Der gezeigte Deckel mit den Stahlspangen gehört zu einer Dückerkammer eines schliefbaren Hauskanals.

Dies Anlagen wurden gebaut um zu verhindern, das jemand vom Straßenkanal aus ins Haus kommen konnte. Üblicherweise gab es im Haus noch einen weiteren Einstieg der einfacher zu öffnen war. Von der Straßeneseite konnte man vom Hauptkanal aus bis zum Dücker gehen.
Der gezeigte Deckel wurde nur bei massiven Verstopfungen geöffnet - was meißtens eine zwei bis drei Mann Operation war.

Ich habe mal eine SKizze von so einer Anlage gezeichnet - ich hoffe Sinn und Zweck wird damit verständlich.

Ob der Kanal unter dem Deckel noch lebt kann bei der MA 30 erfragt werden.
 

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#42
schliefbarer Hauskanal

Ah, spannend, danke für die Info! Also tatsächlich eine Sperre nach unten, dass keine Unbefugten durch den Kanal ins Haus rein können.

Damit ist aber auch geklärt, dass es dort nicht in irgendein tieferes Stockwerk geht, sondern ins Kanalnetz.

lg Gerhard
 
N

nemec

Guest
#43
Früher habe ich in Meidling in der Steinbauergasse gewohnt, und das Haus aus den 1880er Jahren hatte auch zwei Keller, die sogar mit den Nachbarhäusern unterirdisch verbunden waren.

In Simmering gibts unter einem Gebäude sogar einen drei Stockwerke tiefen Keller, mit Gängen, von denen einer in einen Parkbereich und der andere unter der Straße hindurch auf die andere Seite führt. Leider (oder zum Glück, je nach dem...) sind die Gänge verschüttet. Es gibt sogar eine Art "Fenster", von dem aus man aus dem 2. ins 3. Geschoss schauen kann. Irgendwo hing ein seltsames "Ding" an einem Rohr, das gewisse Ähnlichkeit mit Bernd dem Brot hatte. Anbei ein paar Fotos von diversen Wiener Kellern.

@ghertenb: Die Fotos sind sehr interessant! Unter/in den diversen Flakbunkern warst du aber noch nicht?!
 

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#48
Der vergessene Untergrund


Dokumentation nötig: Versteckte Kellersysteme der Vergangenheit im Bezirk fallen immer mehr unterirdischen Bauarbeiten zum Opfer

Trotz aller Denkmalschutzbestimmungen sind viele historische Spuren im Untergrund von der Zerstörung bedroht.
Bei der Erbauung von Tiefgaragen und Banktresorkellern werden immer wieder unterirdische Kellersysteme aus der Vergangenheit durchschnitten oder zur Gänze beseitigt. Beim Abbruch alter Häuser verschwinden viele der historischen, unterirdischen Bereiche.

Interessierte Helfer gesucht
Vor kurzem wurden in einem Keller in der Schnirchgasse zwei Tafeln entdeckt – mit der Aufschrift „Gelebt, gelitten und gestorben im Kampf um Österreich“ erinnern sie an Major Arnold von Höffern, der im Konzentrationslager Buchenwald ermordet wurde und seine Frau Lilli.
„Es ist an der Zeit, die versteckten Areale unter den Häusern und Straßen unserer Stadt zu erkunden und zu dokumentieren, ehe sie ein für allemal verloren gehen“, mahnt Karl *Hauer, Leiter des Bezirksmuseums.
Interessierte, die sich an diesem Projekt beteiligen wollen, melden sich unter Tel. 4000-03127

http://www.meinbezirk.at/1030Landstrasse/bez_116/channel_1-8/chsid_1/uid_16832/id_612954

könnte recht interessant werdn!:gruebel


mfg
 
W

wois92

Guest
#54
...Naja, es scheint so, als würde den Schimmelpilzen das Holz gefallen, vor allem so einen "schönen Sessel" (Annahme) findet man da unten nicht so oft...:D
 
H

Harald 41

Guest
#56
Hallo Soundy;
Interessante Bilder,bleibt nur die Frage wo man bei dem Notausstieg rauskommt.
In einer wenig befahrenen Seitengasse ist es nicht so schlimm,aber am Ring währe es tötlich.:D

LG Harry
 

Soundy

† (17. Juli 2020)
#58
@Harald 41: Der Notausstieg ist nicht mitten auf der Straße :D, sondern am Gehsteig. Ich glaube nicht, dass er heute noch benützbar ist - warum auch?

@Geist: Ja, bei der Eröffnung.

Soundy
 
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