Flakstellung Rauchenwarth/Königskogel

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asm1977

Guest
#3
Keine Ahnung ... so schauts auf dem Königskogel aus. Ich denke mal das in der Mitte war der ehemalige Eingang zur Flakstellung. Links davon (hier nicht zu sehen) ist noch ein Betonquader mit einer Türe (auch schon neu gemacht). In der Holzhütte ist nur Baumaterial. Das Ganze ist nach hinten ungefährt 2 Meter hoch angeschüttet, ähnlich wie ein Wall. Der "Hügel" ist etwa 30x30 Meter gross. Vermutlich ist da darunter der Bunker.
 
#4
Erschreckend was da mitten in den Feldern gebaut werden darf. Sieht aus als würde sich da jemand sein eigenes "Denkmal" bauen. Würde mich interessieren wie das mit den Baugenehmigungen aussieht.
Aber zurück zum Thema:
Bild 1 aus dem Jahr 2002
Bild 2 aus dem Jahr 2005
Angeblich kam es zu einem Baustillstand wegen nicht vorhandener Baugenehmigung.

Heute gibt es nur mehr einen Eingang in den Bunker. Der Zweite ist vermauert und hat einen Kellerlichtschacht eingebaut bekommen.

Abmessungen des Bunkers etwa 15x 12,6 m

lg

Cerberus9
 

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Harald 41

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#6
Hallo ams1977;sind die Fotos vielleicht beim Wasserwerk auf der Strasse von Rauchenwarth nach Wienerherberg?

LG Harry
 
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asm1977

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#8
@Harald: Nein, die Fotos sind vom Königskogel. In den Bildern von Josef sieht man es deutlich. Da muss man durch Rauchenwarth durch, eine Steigung hinauf (Andreasberg), dann gehts wieder leicht runter, bei der Kirche vorbei. Die nächste Linkskurve der Bundesstrasse, da kann man am Güterweg (am Bild bilden die Wege ein Dreieck) den Wagen abstellen. Und dann zu Fuss auf den Königskogel.
 
H

Harald 41

Guest
#9
Hallo asm1977;danke für die schnelle Information,irgendwie ärgerlich weil ich dorten schon vor ca.30-40 Jahren vorbeifuhr,da meine Großeltern in Ebergassing
wohnten.(heute auch noch nur 1,5m tiefer).
Werde es mir einmal selber ansehen wenn ich das nächste mal vorbeifahre.:danke

LG Harry
 
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asm1977

Guest
#10
Muss kurz Off Topic gehen, aber vielleicht hat das ja sogar Zusammenhang:

Auf dem Weg von Rauchenwarth nach Götzendorf kam ich an einem grossen Gelände vorbei. Darauf befanden sich Gebäude und Sendemasten (wenn mich nicht alles täuscht). Bin mit dem Auto flott vorbei gefahren (hinter mir war wer), konnte also nicht langsamer werden. Im Augenwinkel fiel mir aber ein Bunkdereingang auf (Siehe Luftbild).

Vorne der Eingang, nach hinten dann schräg abfallen zur Erde (sah aus wie ein halbes Dreieck). Vermutlich ein Abgang zu unterirdischen Räumen. In Kombination mit den Sender ... mhm ... könnte das mit dem Krieg zu tun haben? Weiss da jemand bescheid? Was ist/war das dort in der Gegend?

Danke, asm

Hallo @asm: Hinkünftig bitte Lubi mit Wortmarke, Logo usw. und Hinweis auf Herkunft einstellen... GE-Lubi hinzugefügt 10.12.08 - 20.46 h

lg
josef
Google Earth (GE) Lubi:
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

otto

Reiseleiter
Mitarbeiter
#11
Letztmalig der Hinweis zum copyright !

Sollte sich das so weiter in der Form durchsetzen, das es kein User mehr für nötig erachtet einen entsprechneden Link im Post anzubringen bzw. aus dem hardcopy den entsprechnden Eigentumsnachweis der Luftbildanbieter entfernt, schließe ich zukünftig ersatzlos alle davon betroffenen Foren und lösche die Bilder kommentarlos.

Gerd
 
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Harald 41

Guest
#12
Hallo asm1977;das kenne ich von früher das ist kein Bunker,sondern das war einst eine Antennenstation für den Flughafen Schwechat,ich weiß nicht wie viele
heute noch stehen,aber es dürfte eine unterirdische Schaltzentrale gewesen sein.(ist aber schon sehr alt):)

LG Harry

PS:Bitte keine Google Bilder mehr einstellen.
 
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hebbel

Guest
#13
PS:Bitte keine Google Bilder mehr einstellen.
Wenn ich mich mal einmischen darf? Darum geht es nicht. Es geht darum, die Quelle(n) eindeutig zu kennzeichnen. Es ist halt nicht nur eine "Werbeaktion" ,wenn "Google" einen Copyright-Stamp einfügt. Wenn das das Bild in der Größe stört, muß man halt explizit auf das Copyright hinweisen. Die "Entfernung" des Copyright-Hinweises aus der Abbildung sollte man aber trotzdem tunlichst vermeiden.

Gruß
Dieter
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#14
Es ist exakt so, wie Gerd und Dieter schreiben.

Google-Bilder sind MIT Copyright-Hinweis OK.
OHNE fliegen sie raus.


Wir haben einfach keine Lust auf einen Rechtsstreit mit Google wegen fehlender Copyrights (den wir auch prompt verlieren würden).
Ist das so schwer zu verstehen?
 
A

asm1977

Guest
#15
@Harald: Danke für die Info. Ein paar Antennen stehen noch herum.

@all: Sorry wegen der Bilder. Mach ich in Zukunft wie gewünscht.

Im übrigen hat Google Wasserzeichen auf seinen Maps. Wenn man genau schaut, sind die auch zu erkennen. Somit ist ein Copyright-Verweis immer in Googlebildern enthalten. Von daher ...
 
#16
Erlaube mir zum Thema Rauchenwarther Königskogel noch Infos bezüglich Kampfgeschehen, Einheiten, Waffeneinsatz und Verlusten anzubringen.

Auszug aus:
http://www.rodaun.info/liesing-090/download/flakwien-060.pdf
http://www.rodaun.info/liesing-090/download/flakwien-100.pdf

"Überaus turbulent ging es am Rauchenwarther Königskogel zu, wo sich um die dortigen zwei RAD-Batterien (2./223 und 1./807) ein Widerstandskern gebildet hatte.
Unter der Führung eines Majors der Waffen-SS als Kampfkommandanten igelte sich dort eine SS-Infanterieeinheit von etwa 400 Mann ein, die durch die herangeholten Vierlingsflakgeschütze der Zwölfaxinger Batterie einen derart perfekten Schutz bekam, daß es den Russen trotz heftigster Versuche erst am Abend des 5. April 1945 gelang, in die Stellung einzudringen.
Nur eine kleine Gruppe der Verteidiger konnte sich noch nach Schwechat durchschlagen.
Die im Meßbunker gesammelten sieben Verwundeten gingen zugrunde, und im Gelände wurden 64 Gefallene der Besatzung gezählt.
Das Ringen des XX. Garde-Schützenkorps um das Widerstandsnest Königskogel war jedenfalls so eindrucksvoll, daß die Eroberung durch zwei Bataillone des Obersten Valiulin noch heute erwähnt wird."


Selbst kenne ich die Stellung aus meiner Zeit als Grundwehrdiener in Zwölfaxing, Mitte der 80er.
Wir lauschten damals den Erzählungen unserer Ausbilder über den heldenhaften Einsatz der Soldaten, diese Stellung zu halten.

Im Rahmen der Grundausbildung "spazierten" wir mehrmals dorthin und übten das allseits beliebte Flugmelden.
Mit verkehrt herum aufgesetztem Nebelschneider hatten wir den Luftraum stetig zu überwachen.
Bei Sichtung eines Flugzeuges erfolgte eine Meldung, auf dass sich die Kameraden blitzartig im Gelände verteilten... oder zumindest verteilen sollten.
Bedingt durch den Flugverkehr des nahen Flughafen Schwechat erfolgten Flugmeldungen minütlich... sehr spaßig... :motzen:

Gruß, Chris
 
J

jagernaut

Guest
#17
Königskogel

hallo to all

Am benachbarten Friedhof kann man auch die gräber der gefallenen besuchen(mit dienstgraden,usw).
lt.ausage eines alten bewohners aus rauchenwarth war es tatsächlich ein sehr harter kampf, aber von SS-Verteidigern wußte er nichts, obwohl augenzeuge.
irgendwo hab ich noch fotos vom bunker vor dem grauslichen umbau,werd sie mal suchen und posten.

prosit neujahr :einer
 
#19
Rauchenwarth - "Ressner Kapelle", ehem. Flakstellung

war dort und habe anschließend diese Infos gefunden:

"Auf diesem Privatbesitz soll eine Kapelle zum Gedenken an fünf gegen Ende des 2. Weltkrieges ermordete Familien errichtet werden. Diese hatten sich in einem Bunker innerhalb des Hügels versteckt gehalten, und waren von den Russen entdeckt und umgebracht worden.
Das Fundament ist bereits gelegt, und sobald die behördlichen Genehmigungen vorhanden sind, soll mit der Errichtung begonnen werden. Schon jetzt sind ein imposantes Eingangstor und eine interessante Zufahrt so gut wie fertiggestellt. Auch der Bunker wird gerade renoviert. Auf dem Hügel befindet sich zudem ein Holzblockhaus kanadischer Bauart.
Diese Informationen habe ich von einem dort arbeitenden Ungarn erhalten, der mich durch die geplante Anlage geführt hat.
Da es sich um ein Privatgelände handelt, bitte ich alle Cacher das „Betreten verboten“ Schild zu beachten und zu akzeptieren.
"

quelle: http://www.geocaching.com

add
2. Ansicht von Westen kommend
3. Blick auf Wien
 

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#20
@granada

Es gab KEINEN Bunker innerhalb des Hügels, sondern nur einen Flakmeßstand.
Das mit den Familien ist definitiv ein "Gschichtl".
Glaube kaum das sich mehrere Familien in einer schwerst umkämpften Flakstellung aufgehalten haben. Weiters hätten sie in der Nacht ausbrechen können, als artilleristische Verstärkung (2cm Flakvierling) in die Stellung gebracht wurde.
In der Literatur steht auch nichts diesbezügliches.
Die Mannschaft bzw. der verwundete Rest ist von den Russen umgebracht worden. (Quelle, Holzmann).
Siehe auch Beitrag#16.

mfg

Cerberus9
 
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