Fliegerhorst Pocking - Waldstadt

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RM1994

Guest
#21
Hallo,
möchte auch mal was zu Pocking schreiben, es ist ja leider nicht sehr viel bekannt, bzw wird maches einfach behauptet was nicht stimmt.
Es war eine Luftnachrichtenschule welche im laufe des krieges aufgelöst worden ist. Dann sind die Nachjäger nach Pocking gekommen. Am ende des Krieges war dann auch noch die Ordensverleihung der Rammjäger in Pocking. Ebenfalls wurden ende des Krieges Piloten für die Me 163 ausgebildet( sie sind nicht in Pocking geflogen). Das mit den Nachrichtenbunker der nach dem Krieg genutzt worden sein soll. Könnte bis jetzt keiner beweisen, bzw behauptet bis jetzt nur eine Person.
Heutzutage sind noch diverse Grundfeste zu sehen, ebenfalls sind noch die Betonplatten und Vorplätze der Hallen vorhanden. Dann ist noch der Alte Horst erhalten geblieben und ein paar Munitionsbunker( die von der Bundeswehr weiter genutzt worden sind.
Weitere Fragen kann ich gerne versuchen zu beantworten.
MfG RM1994
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#22
Hallo Robert,
:danke für Deinen ersten Beitrag!

Noch eine kleine Ergänzung zu Pocking: Am Flh.-Gelände wurden ab 12.05.1945 tausende Kriegsgefangene verschiedener Nationalitäten aus den ehemaligen Lagern Stalag XVIIA (Kaisersteinbruch) und XVIIB (Krems-Gneixendorf) durch die Amis endgültig in die Freiheit entlassen bzw. auf Flugplätze in Frankreich ausgeflogen.

Dazu ein Auszug aus meinem Bericht aus 2000 bei www.geheimprojekte.at über Stalag XVII B Krems-Gneixendorf in Niederösterreich:
Rund 10.000 ehemalige Gneixendorfer Lagerinsassen marschierten aber Richtung Oberösterreich, den Amerikanern entgegen. Es wurden Marschpakete von je 500 Mann gebildet und als Bewachung marschierten einige Volkssturmmänner mit. Die Marschroute führte durch die Wachau, über Mauthausen nach Linz und weiter über Eferding und Altheim zum Weilhartsforst bei Braunau. Die Kolonnen brauchten für die rund 300 Kilometer lange Strecke ca. 18 Tage. Auch die Insassen von Stalag XVII A aus Kaisersteinbruch waren schon einige Zeit vorher den in die Wälder des Weilhartsforstes evakuiert worden. Die Gneixendorfer lagerten in der Nähe des Ortes Überackern und am 2. Mai 1945 trafen die ersten Einheiten der Armee Pattons ein und die Gefangenen waren somit befreit. Sie verblieben noch bis zum 12. Mai 1945 im Weilhartsforst und wurden dann mit amerikanischen Armeelastern zum Flugplatz Pocking gebracht. Hier fand die endgültige Entlassung statt bzw. wurden die Amerikaner, Franzosen, Belgier und Briten mit Transportflugzeugen auf französische Flugplätze ausgeflogen.
Link zum gesamten Bericht über Stalag XVII B:

http://www.geheimprojekte.at/lager_gneixendorf.html

lg
josef
 
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RM1994

Guest
#23
Hallo josef,
ja das stimmt, danach wurde dann ein UNRA-Lager aus dem Fliegerhorst Gelände gemacht.
Was ich noch ganz vergessen habe, dass die ungarische Luftwaffe auch noch am Ende des Krieges in Pocking war.
MfG Robert
 
#27
Bildtext zu 25: und noch einige Bilder

Flugzeug / Landebahn / Landebahn sind nicht Landebahn - sondern Hallenvorfelder. Es gab keine Betonierte Landebahn sondern nur betonierte Hallenvorfelder!


Waldstadt...205 - Stapel alter Beton-Schwellen der Platzfeldbahn und der Anbindung ans Schienennetz bis 1945

Bildtext zu 26 : beim Laufen im Bundeswehrgelände
Waldstadt 206,207,208 hier handelt es sich um Gebäude vom "Alter Horst" - zuletzt von der StOV der Bundeswehr genutzt

Waldstadt ist ein externen - östlich der Kaserne gelegener Lagerbereich

Den Standort Pocking kann man aufteilen in :

nördlich gelegen "Alter Horst"
dann von Ost nach West oder umgekehrt die Start- und Landebahn!
gefolgt von Liegenschaften des Fliegerhorstes, die teilweise durch die "Rottalkaserne" der Bundeswehr überbaut wuurde,
und in südöstlicher Richtung anschliend an die Bw-Kaserne "Waldstadt" das ehemalige Lager - teilweise heute noch erhalten!

Siehe dazu auch meine Antwort Nr.15 zu diesem Bericht mit Fotos!! Hier kann man nach vergrößern all die Bereiche genauer sehen!

mfg Fred

Foto in der Anlage zeigt "Alter Horst" als StOV-Gelände der Bundeswerhr
 

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