Montanhistorische Tour durch das südliche Waldviertel

josef

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#1
Auf Basis diverser Fachpublikationen, Internetseiten und Erzählungen stellte ich eine Rundtour durch das südliche Waldviertel mit Zentrum Kottes zusammen, die ich am 29.03.2017 absolvierte.

Besonders hilfreich für die Erstellung der Tour und Auswahl der Besuchspunkte waren die Unterlagen zum Geotrail Kottes vom Geologen Andreas Thinschmidt. Aus diesem Lehrpfad entstanden zwischenzeitlich 2 von Kottes ausgehende Rundwege mit der themenbezogenen Bezeichnung „Da stoanige Weg“ Weg Nr. 40: Marmor Route und Weg Nr. 41: Eisen Route. Die Wege berühren montanhistorische Plätze, an denen Infotafeln aufgestellt sind.

Möchte vorweg gleich darauf hinweisen, dass es sich nicht um große Reviere handelt, sondern um kleinstrukturierte Bergbaubetriebe zur Förderung der lokalen Vorkommen von Eisen und Grafit sowie Steinbrüchen zur Marmorgewinnung! Es sind auch keine befahrbaren Stollenanlagen mehr vorhanden! An baulichen Objekten ist der Rest des einzigen Hochofens nördlich der Donau in Österreich zu erwähnen sowie die Ruinen von Kalköfen. Vom ehemaligen Grafitbergbau sind auch noch einige, jetzt anderwertig verwendete, Bauten erhalten.

Auf der Übersichtskarte im Anhang habe ich die Tour, ausgehend von der B3 in Weißenkirchen, Auffahrt auf die Waldviertler Hochfläche über den „Seiberer“, dort die mit Nummern von 1 – 15 versehenen besuchten Örtlichkeiten und den Rückweg durch den „Spitzer Graben“ zurück zur B3, rot eingezeichnet.

Zu den nachfolgend aufgelisteten 15 Punkten werde ich jeweils nach vorhandener Zeit kleine Berichte erstellen:

  1. Koppenhof (Schautafel): Ehemaliger Eisenerzabbau

  2. Marmorsteinbruch Kalkgrub oberhalb Marbach an der Kleinen Krems (aktiver Betrieb)

  3. Reste eines Hochofens im Tal der Kleinen Krems – westlich Marbach, ehemalige „Eisenhütte Rudolfsthal“

  4. Verarbeitungsbetrieb für „Wachauer Marmor“ im Tal der Kleinen Krems vor Voitsau

  5. Voitsau (Schautafel): Eisenerzabbau

  6. Die beiden Punkte 6. u. 7. Haben keinen Bezug zur Bergbautätigkeit, sondern lagen „an der Route“! Purk: Suche nach Standort RAD-Lager Purk bei Ottenschlag (2/354). Dazugehöriger Bericht bereits hier erstellt.

  7. Weikartschlag bei Purk: Standort ehemaliges RAD-Lager Purk (2/354). Hier der Bericht dazu.

  8. Leopolds bei Kottes (Schautafel): Ehemaliger Grafitbergbau

  9. Richterhof bei Kottes (Schautafel): Ehemaliger Grafitbergbau

  10. Anzberg-Höhe zwischen Kottes und Elsenreith (Schautafel): Fragmente einer angeblichen Eisenschmelze (lt. Beschilderung), dürfte aber tatsächlich ein Kalkofen gewesen sein!

  11. Elsenreith (Schautafel): Ruinen von Kalköfen

  12. Amstall: Ehemaliger Steinbruch zur Gewinnung von Grafitschiefer

  13. Mühldorf: Gebäuderest des ehemaligen Grafitbergwerkes

  14. Mühldorf: Rekonstruierte Kalkofenanlage im Spitzergraben (an der Straße Richtung Elsarn am Jauerling/Spitzergraben)

  15. Elsarn am Jauerling: Reste Lagerbunker-Verladeanlage für Grafitgneis oder Marmorgestein (Straße im Spitzergraben – Gemeindegrenze Mühldorf/Elsarn).

Anhang:
Routen Übersicht (Open Street Map)
Seiberer Straße bei Weissenkirchen - Auffahrt vom Donautal auf die Waldviertler Hochfläche
 

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#2
Koppenhof - ehem. Eisenerzbergbau

Übersichtskarte - Pkt. 1

Ab 1853 Eisenerzabbau durch die „Rudolfsthaler Eisengewerkschaft“ abgebaut. Die im Gneis verlaufende Erzader bestand aus roten Toneisenstein und Brauneisenstein und hatte eine Länge von 5 km. Über den Eisengehalt des Erzes gibt es verschiedene Angaben. 1871 war der Bergbau angeblich schon eingestellt.

Eine Untersuchung der alten Lagerstätten im zweiten Weltkrieg brachte wegen zu geringer Vorräte ein negatives Ergebnis…

Die nachfolgenden Fotos aus der Schautafel (-> mit Sch. gekennzeichnet) sind teilweise schon sehr ramponiert und auch wegen der Glasspiegelung schlecht zu lesen:

  1. Standort der Schautafel Koppenhof. Ca. 30 – 50 m am Feld dahinter befand sich einst der „Antonienschacht“.
  2. Übersichtsdarstellung des Bergbaus Koppenhof (Sch.)
  3. Beschreibung der Grubenfeldkarte (Freifahrenskarte) des “Antonie- und Carl-Reviers“ in Koppenhof ist mit 1854 datiert - (Sch.)
  4. Grubenfeldkarte (Freifahrenskarte) – (Sch.)
  5. Bilder des verstürzten Mundloches vom „Altmannstollen“ – (Sch.)
  6. Erklärung zum nachfolgenden Ausschnitt der „Geologischen Karte – Blatt 37 Mautern“ - (Sch.)
  7. Ausschnitt „Geologische Karte Blatt 37“ – (Sch.)
  8. Legende zur Karte – (Sch.)
  9. In der Schautafel ausgestellte Mineralien
  10. Blick vom Standort der Schautafel Koppenhof nach N über die Waldviertler Hochfläche. Im Mittelgrund verläuft quer zum Bild das Tal der Kleinen Krems.
 

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#3
Marmorsteinbruch Kalkgrub bei Marbach an der Kleinen Krems

Übersichtskarte - Pkt. 2

An der Straße, die von Koppenhof nach Norden ins Tal der Kleinen Krems führt, liegt der noch in Betrieb befindliche Marmorsteinbruch „Kalkgrub“. Hier wird “Wachauer Marmor“ abgebaut, der einige Kilometer westwärts bei Voitsau weiterverarbeitet wird. Einige weitere Marmorbrüche in der Umgebung sind stillgelegt und der Natut überlassen…

  1. Firmenschild am Absperrschranken
  2. Jede Menge Marmorblöcke warten auf eine weitere Verwendung
  3. Unbearbeiteter Rohling mit den Schrämmspuren des Meißels
  4. Blick in einen bereits abgebauten und stillgelegten Bereich des Steinbruchs
  5. Aktuelle Abbauwand – am als „Bergbaugebiet“ ausgewiesenen Gelände herrscht Betretungsverbot, darum nur eine Aufnahme aus der Ferne.
  6. Zoom-Bild – die Marmorblöcke werden mit Seilsägen aus der Wand geschnitten
 

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#4
Ehemaliger Hochofen der "Eisenhütte Rudolfsthal" bei Marbach an der Kleinen Krems

Übersichtskarte - Pkt. 3


Die Details über die Hochofenruine befinden sich thematisch zugeordnet hier in der Kategorie „Gebäude, Ruinen, Fabrikanlagen in Österreich“.
 

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#5
Berarbeitungsbetrieb für "Wachauer Marmor" bei Voitsau

Übersichtskarte - Pkt. 4

Im Tal der Kleinen Krems an der Straße Marbach - Kottes, knapp vor der Abzweigung nach Voitsau, liegt der Be- und Verarbeitungsbetrieb für den "Wachauer Marmor", der im Steinbruch Kalkgrub (-> Beitrag # 3) gewonnen wird.

Link zur Firma: http://www.wachauermarmor.at/index.php?id=9

Fotos vom 29.03.2017:

1., 2. u. 3. Betriebsgelände
4. Ausstellung von Grabsteinen, hergestellt aus Gestein der Region...
 

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#6
Ehemaliger Eisen- und Grafitbergbau bei Voitsau - Teil 1

Übersichtskarte - Pkt. 5

Der ehemalige Eisen- und Grafitabbau um Voitsau wird vom Geologen Andreas Thinschmidt in einem Textauszug einer Stationstafel des Geologisch-Lagerstättenkundlichen Lehrpfades der Marktgemeinde Kottes wie folgt beschrieben:

EISEN- UND GRAPHITBERGBAU VOITSAU

Die frühesten belegbaren Hinweise auf bergmännische Tätigkeiten im Bereich von Voitsau stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. So unternimmt ein gewisser Rudolf von Alstern um das Jahr 1850 erste Nachgrabungen auf Graphit, stellt diese jedoch bald wieder ein. Über weiter zurückliegende Abbauversuche ist zwar nichts bekannt, doch darf man solche getrost vermuten, da ein derartig oberflächennahes Vorkommen sicher schon frühzeitig bemerkt worden ist.

Anfang der 1850er-Jahre entdeckte Carl Barth aus Zwettl zwischen Voitsau und Dankholz Brauneisensteinvorkommen und faßte den Plan, diese Vorkommen, sowie jene zwischen Arzwiesen und Kalkgrub auszubeuten und an Ort und Stelle zu verhütten. Zu diesem Zweck gründete er zusammen mit Wilhelm Reuss aus Zilling, einem Fachmann aus dem Harz, 1854 eine Gesellschaft, die "Gewerkschaft Rudolfsthal für Bergbau- und Hüttenbetrieb" mit Sitz in Marbach an der Kleinen Krems. Im selben Jahr wurde ihnen auch die Berechtigung zum Abbau der Erze unter der Bezeichnung Wilhelm-Revier mit vier Grubenmaßen verliehen. Im Zuge eines Stollenvortriebs im Schiefergneis trafen sie darin eingebettete Graphitschiefer an, die ebenfalls abgebaut und beim 1855 erbauten Hochofen in Marbach weiterverarbeitet wurden. Der Abbau der Eisenerze wurde jedoch schon im Jahre 1858 wieder eingestellt, da deren Qualität nicht den Erwartungen entsprach.

1871 suchte die
Rudolfsthaler Eisengewerkschaft erneut um eine Abbaugenehmigung an, diesmal um ausschließlich Graphit zu gewinnen. Sie wurde in Form zweier Grubenmaße gewährt (Carl-Grubenfeld). 1879 - die Gesellschaft ist nun im Besitz eines Konsortiums Wiener Industrieller - wird das bestehende Grubenfeld im Südwesten um zwei weitere Grubenmaße ausgedehnt. Die Abbaugenehmigung wurde 1907 wieder gelöscht. Der verstürzte, ehemals 35 m tiefe Schacht, der die bis zu 10 Meter mächtige Graphitlinse aufschloß, ist heute noch als Bodensenke im Gelände erkennbar. Das Rohmaterial wurde zusammen mit Material aus Marbach in der Eisenhütte Rudolfsthal geschlämmt, in Form von Granaten gepreßt und so versandt.

Im Jahre 1920 wurde der Wachauer Eisenerzbergbau-GesmbH in Spitz an der Donau ein Tagmaß von 0,85 ha Grundfläche zum Abbau graphithältiger Halden verliehen. Nach einem offenbar mehrmaligen Besitzerwechsel wurde das Tagmaß 1954 gelöscht, ohne daß in diesem Zeitraum eine Gewinnung von Graphit stattgefunden hätte.

Neue Verwendungsmöglichkeiten des Graphites in der Stahlindustrie führten 1960 zu einer Neuuntersuchung des Vorkommens durch die Firma Tongrube Klein-Rust, Pryssok & Co., die dabei den alten Schacht der
Rudolfsthaler Eisengewerkschaft antraf und eine alte Halde abbaute. Offenbar litt der Abbau unter großen Schwierigkeiten mit den Wasserverhältnissen, es soll nach Aussagen der Bevölkerung sogar das Pochwerk eingesunken sein. Der Betrieb wurde daraufhin bald wieder eingestellt.
Obwohl seitdem erst an die 30 Jahre vergangen sind, finden sich im Gelände nur noch wenige Spuren des ehemaligen Abbaues: einige schwarz verfärbte Stellen, eine Schachtpinge, Reste von Halden und Anhäufungen von sehr feinkörnigem Graphit im Wäldchen östlich von hier, die auf ein Pochwerk zur Materialzerkleinerung und ein Schlämmwerk zur Graphitanreicherung hindeuten.

Auf der geologischen Karte dieser Region sind die abbauwürdigen graphitführenden Gesteine als schwarze Flecken eingezeichnet. Sie ziehen sich von hier in nordöstlicher Richtung mit Unterbrechungen bis Dankholz hin und sind durch die dunkle Färbung der Ackerböden leicht im Gelände zu verfolgen. Die heute nicht mehr zugänglichen Stollen lagen zum Teil so nahe der Oberfläche, daß in der näheren Umgebung der Boden bei Feldarbeiten immer wieder einbrach.

© Andreas Thinschmidt Stand: 24.4.2000 http://www.oeab.at/kulturgeologie/voitsau.htm
 
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#7
Ehemaliger Eisen- und Grafitbergbau bei Voitsau - Teil 2

Bilder v. 29.03.2017

Die nachfolgenden Fotos aus der Schautafel (-> mit Sch. gekennzeichnet) sind teilweise schon sehr ramponiert und auch wegen der Glasspiegelung schlecht zu lesen:

1. Blick von Voitsau auf den Hauptort Kottes
2. Beschreibung der Bergbautätigkeiten am "Rotbühel" - (Sch.)
3. Grubenkarte Bereich Voitsau - (Sch.)
4. Auszug Geologische Karte - (Sch.)
5. Legende zu Geol.Karte - (Sch.)
6. Landwirtschaftlich geprägte Dorfstruktur von Voitsau :)
7. Der "Rotbühel"
8. Rückblick nach Süden von der Straße nach Purk auf das in der Senke gelegene Voitsau, links der "Rotbühel"
 

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#8
Purk: Suche nach Standort ehemaliges RAD-Lager Purk bei Ottenschlag (2/354)

Übersichtskarte - Pkt. 6

Der Beitrag über die Auskunftseinholung betreffend ehemaligen Standort des RAD-Lagers Purk bei Ottenschlag (2/354) befindet sich hier thematisch zugeordnet in der Kategorie "Österreich Allgemeines".


 

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#9
Weikartschlag bei Purk: Standort ehemaliges RAD-Lager "Purk bei Ottenschlag (2/354)"

Übersichtskarte - Pkt. 7

Der Beitrag über den ehemaligen Standort des RAD-Lagers Purk bei Ottenschlag (2/354) befindet sich hier thematisch zugeordnet in der Kategorie "Militär, Rüstung, Zeitgeschichte 12.03.38-08.05.45"


 

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#10
Leopolds bei Kottes: Ehemaliger Brauneisenstein- und Grafitbergbau - Teil 1

Übersichtskarte - Pkt. 8

Bei der auf freiem Feld liegenden Häusergruppe zwischen Leopolds und Voitsau mit den bezeichnenden Namen „Graphitwerk“ wird seit 1850 der Abbau von Grafit und Brauneisenstein durch die „Gewerkschaft Rudolfsthal“ nachgewiesen. Die Verhüttung des Eisenerzes und Aufbereitung des Grafits erfolgte ab 1854 in der „Hütte Rudolfsthal“ in Marbach an der Kleinen Krems. Wegen der geringen Ausbeute an Eisenerz wurde der Bergbau bereits 1858 wieder eingestellt.

1879 wurde neuerlich auf Abbaugenehmigung, jedoch nur für das im Schiefergneis eingebettete Grafit, angesucht und es wurden neben dem bestehenden Grubenfeld 2 weitere Grubenmaße genehmigt. Mittels eines 35 m tiefen Schachtes wurde die bis 10 m mächtige Grafitlinse aufgeschlossen. Das Rohmaterial wurde in der Hütte Rudolfsthal geschlämmt und für den Versand zur Weiterverarbeitung zu „Graphit-Granaten“ (-> Bild 8.) gepresst. 1907 wurde die Abbaugenehmigung wieder gelöscht.

1920 wurde der „Wachauer Eisenerzbergbau Ges.m.b.H.“ aus Spitz an der Donau ein „Tagmaß“ von 0,85ha Fläche zum Abbau von grafithältigen Halden verliehen. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde das Tagmaß 1954 gelöscht, ohne dass jemals eine Grafitgewinnung aus dem Haldenmaterial stattfand. (-> Bilder 6. u. 7.)

1960 errichtete die Firma „Tongrube Klein Rust, Pryssok & Co.“ ein Pochwerk (Stampfe) zur Verarbeitung des Haldenmaterials. Anscheinend wurde die Anlage jedoch auf dem Gelände des ehemaligen Schachtes errichtet und sank ein und musste deshalb aufgegeben werden… (-> Bild 10.)

Die vom Schacht ausgehenden und nicht mehr zugänglichen Stollen lagen stellenweise nur knapp unter der Oberfläche, dass es öfters zu Tagesbrüchen kam! (-> Bilder 13. – 15.)


Bilder v. 29.03.2017

Die nachfolgenden Fotos aus der Schautafel (-> mit Sch. gekennzeichnet) sind teilweise schon sehr ramponiert und auch wegen der Glasspiegelung schlecht zu lesen:

Fotos Teil 1:

  1. Teil der Häusergruppe „Graphitwerk“ bei Leopolds. Das ehemalige Betriebsgebäude wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Die schmale Straße führt von Kottes-Leopolds kommend nach Purk, rechts geht es nach Voitsau.
  2. Blick vom vorigen Standort nach rechts entlang der Straße nach Voitsau (im Hintergrund mit dem „Rotühel“). Die Baum- und buschgruppe am rechten Bildrand markiert das ehemalige Haldengelände.
  3. Beschreibung der Bergbautätigkeit – (Sch.)
  4. Die „Freifahrungskarte“ mit den Grubenfeldern aus 1879 – (Sch.)
  5. Beschreibung der „Freifahrungskarte“ usw. – (Sch.)
  6. „Lagerungskarte“ aus 1920 zeigt die Fläche des „Tagmaßes“ für den Abbau der Halden – (Sch.)
  7. Beschreibung zur „Lagerungskarte“ aus 1920 – (Sch.)
  8. Abbildung von für den Handel bestimmten „Graphitgranaten“ – (Sch.)
  9. Geologische Karte – (Sch.)
  10. Planskizze der 1960 von der Firma „Tongrube Klein Rust, Pryssok & Co.“ errichteten „Graphitstampfe“ (Pochwerk) zur Verarbeitung des Haldenmaterials - (Sch.)
 

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#11
Leopolds bei Kottes: Ehemaliger Brauneisenstein- und Grafitbergbau - Teil 2

Fotos Teil 2:

11. Nochmals das zum Wohnhaus umgebaute ehemalige Betriebsgebäude
12. Schautafel vor dem ehem. Betriebsgebäude
13. Foto eines Tagbruches 2010 unterhalb der Häusergruppe von „Graphitwerk“ - Bildquelle https://www.zwalk.at/da-stoanige-weg-marmor-route-40-teil-1/
14.Altes NÖGIS-Lubi mit dem Tagbruch - linke obere Ecke -> ehem. Betriebsgebäude, Straße oben Richtung Purk, unten nach Leopolds u. Kottes, Abzweigung nach rechts Richtung Voitsau.
15. Aktuelles NÖGIS-Lubi.

 

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#12
Richterhof bei Kottes - ehemaliger Grafitabbau

Übersichtskarte - Pkt. 9



Im Tal der Kleinen Krems westlich von Kottes wurde unterhalb des Richterhofes und der ehemaligen Bannholzmühle in der Zwischenkriegszeit Grafit abgebaut.

Der alte Schacht und die Stollen veranlassten nach dem Krieg die Firma „Tongrube Klein Rust, Pryssok & Co.“ Bohrungen zur Erkundung der Lagerstätte durchzuführen. Die vorgefundene Graphitlinse im Schiefergneis wurde von 1960 bis 1963 tagbaumäßig abgebaut.

Heute ist im Gelände von der ehemaligen Bergbautätigkeit nichts mehr zu erkennen.#


Bilder v. 29.03.2017

Die nachfolgenden Fotos aus der Schautafel (-> mit Sch. gekennzeichnet) sind teilweise schon sehr ramponiert und auch wegen der Glasspiegelung schlecht zu lesen:

  1. Beschreibung Abbaustätte Richterhof – (Sch.)
  2. Das ehemalige Tagbaugelände, von der ehemaligen Bergbautätigkeit ist heute nichts mehr zu erkennen. Rechts am Hang der namensgebende Richterhof.
  3. Lagerungskarte mit dem Grubenfeld aus 1963 – (Sch.)
  4. Beschreibung der Karte – (Sch.)
  5. Geologische Karte – (Sch.)
  6. Erklärung zum –Ausschnitt aus der Geologischen Karte – (Sch.)
  7. Standort der Schautafel mit Richterhof im Hintergrund.
 

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#13
Kalkofen am Anzberg (Edelbühel) zwischen Kottes unf Elsenreith

Übersichtskarte - Pkt. 10

Der Bericht über den Kalkofen Anzberg befindet sich thematisch zugeordnet hier in der Kategorie "Altes Handwerk und Gewerbe in Österreich" im Thread über "Kalkbrennerei"
 

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#14
Elsenreith - Ruinen von Kalköfen

Übersichtskarte - Pkt. 11

Die Berichte über die Kalköfen von Elsenreith sind hier thematisch zugeordnet in der Kategorie "Altes Handwerk und Gewerbe in Österreich" im Thread über "Kalkbrennerei"

 

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#15
Amstall: Ehemaliger Steinbruch zur Gewinnung von Grafitschiefer

Übersichtskarte - Pkt. 12

Von der Waldviertler Hochfläche bei Elsenreith (792 m) ging es nun wieder ca. 350 m tiefer zum "Spitzer Graben" in den Bereich der Marktgemeinde Mühldorf. An der Straße ins Tal befindet sich zwischen den Mühldorfer Katastralgemeinden Amstall und Wegscheid ein aufgelassener Steinbruch. Dort wurde früher "Grafitschiefer" abgebaut, was an der stellenweisen grauen bis schwarzen Verfärbung des Gesteins an der ehemaligen Bruchwand ersichtlich ist:

Fotos vom 29.03.2017

1. Der Steinbruch bei Amstall liegt nordöstlich des Jauerlingmassivs
2. Ein bewachsener Wall schützt vor Steinschlag aus der ehemaligen Bruchwand
3. Grafitschiefer und auch Marmorgänge durchziehen die in den Berg gesprenge "Wunde"...
4. Bunte geologische Vielfalt
5.-6. Die Graufärbung deutet auf die Grafitbestandteile des Gesteins hin.
 

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#16
Mühldorf: Gebäuderest des ehemaligen Grafitbergwerkes

Übersichtskarte - Pkt. 13

Mühldorf im Spitzergraben war das Zentrum des Grafitbergbaues im niederösterreichischen Waldviertel.

Der in den Stollen der "Mühldorfer Grafit-Bergbau AG." abgebaute Rohgrafit wurde bis ca. 1968-70 in der Grafitraffinade in Mühldorf zu "Raffinadegrafit" weiterverarbeitet. Siehe dazu den Link zur Broschüre über den Bergbau und Verarbeitung:

http://www.familie-wimmer.com/orte/o01/o01gra/gra-reif/index.html

Neben einigen verschlossenen Stollenmundlöchern ist noch ein Gebäude der "Grafitraffinerie" am Betriebsgelände erhalten. Auf der Stirnseite ist noch die originale Firmenaufschrift zu sehen.

Fotos v. 29.03.2017, Ansichtskarte aus 1929 und ein Bild aus obigem Link:

1. Straße von Amstall-Wegscheid kommend Richtung Mühldorf, am rechten Hang waren die Stollen am "Trenning".
2. Das noch erhaltene Betriebsgebäude mit der alten Firmenaufschrift.
3. An den bis zum Boden reichenden neuen Fensterportalen ist erkennbar, dass das Objekt gerade umgebaut/renoviert wird...
4. Ansichtskarte aus 1929: Links das erhaltene Gebäude, anschließend die Bauten des Aufbereitungs- und Raffinadebetriebes. Im Geländeeinschnitt auf der linken Seite verliefen die Schienen eines Bremsberges zum oberhalb erkennbaren Waldrand, wo eine Feldbahn zu den Stollen entlangführte.
5. Foto aus 1902 (Bildquelle oben genannter Link) - Straße Richtung Ortszentrum von Mühldorf, rechts die Betriebsanlagen.
6. Aktuelles Foto v. 29.03.2017 der fast gleichen Situation - am Hang hinten der "Trenninghof".
 

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#17
Mühldorf: Rekonstruierte Kalkofenanlage im Spitzergraben

Übersichtskarte - Pkt. 14

Der Bericht über den Kalkofen Mühldorf (inkl. Info-Link mit Film des "Dorferneuerungsvereins) befindet sich thematisch zugeordnet hier in der Kategorie "Altes Handwerk und Gewerbe in Österreich" im Thread über "Kalkbrennerei"
 

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#18
Elsarn am Jauerling - Reste einer Materialverladerutsche des ehemaligen Steinbruchs

Übersichtskarte - Pkt. 15 (letzter Punkt).


Im Bereich Ortsende Mühldorf, Ortsanfang Elsarn am Jauerling entdeckte ich am Hang des Trennings die Reste eines alten Materialbunkers mit Laderutsche für LKW’s. . Ich konnte die in die Hangschräge integrierte, mit Bruchsteinen ausgeführte, Anlage vorerst nicht zuordnen. Diente sie als Verladeanlage für einen Grafitbergbau oder Steinbruch?

Bei der Suche nach Infos zum Grafitbergbau fand ich zufällig auf der Seite http://www.familie-wimmer.com/orte/o01/o01be/be-ser3.html 2 alte Ansichtskarten von Elsarn, wo eindeutig ein Steinbruch an besagter Stelle zu sehen ist:


Die ersten beiden Bilder zeigen die vorhin genannten Ansichtskarten, mit dem, auch im Bildtext der Homepage erwähnten, alten Steinbruchanlagen.

Die restlichen Fotos vom 29.03.2017 zeigen die Reste der mit Bruchsteinen erstellten Materialverladerutsche…
 

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#19
Sehr interessanter Rundgang! Kommst du vielleicht demnächst wieder in die Gegend? Mich würden hierbei Fotos vom Els-Steinbruch nordöstlich von Marbach interessieren. Hier soll es sogar noch Reste einer Feld-/Materialbahn geben.
 
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