Steiermark: Ehemalige Kasernen und Einrichtungen des Bundesheeres

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josef

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#1
Inspiriert durch die Suche nach diversen Kasernenstandorten durch @TORad versuche ich, ehemalige Kasernen und sonstige Einrichtungen die vom Bundesheer nach dessen Neuaufstellung 1955 wieder genutzt wurden und zwischenzeitlich geschlossen (verkauft, abgerissen usw. ...) wurden, zu lokalisieren.

Dies möchte ich mit Hilfe von "Google Earth" Bildern und sonstigen alten Luftaufnahmen, Ansichtskarten usw. dokumentieren und nach und nach auch mit weiteren geschichtlichen Hintergrundinformationen versehen.

Es soll eine nach Bundesländern alphabetisch geordnete Ergänzung zum bereits bestehenden Thread "Objekt- u. Liegenschaftsverkäufe des ÖBH" entstehen.

Dazu ist bereits erschienen:
Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
 

josef

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#2
Hinweis:

Habe das Thema "Steiermark" vorerst gesperrt damit ich die weiteren Beiträge
in den nächsten Tagen/Wochen (?) noch alphabetisch reihen/anschließen kann...

Danach mache ich wieder auf und "Manöverkritik" ist erwünscht... :)
 

josef

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#3
Bad Radkersburg - "Mickl-Kaserne"

1910 - Errichtung einer Kaserne in Radkersburg für die K.u.k.-Armee
1918 - 1938 sind mir keine Infos bekannt
1938 - Kriegsende 1945 Deutsche Wehrmacht
1945 - 1955 ?
nach 1955 Nutzung durch ÖBH
2005 - Beschluss die Kaserne zu verkaufen
2008 - am 30. September Entlassung aus dem militärischen Bereich

Geschichte:
Um 1910 wurde die Kaserne von Truppen der K.u.k.-Armee bezogen. Dazu, über die Zeit des 1. WK und auch danach bis zum Anschluss an das Deutsche Reich 1938 habe ich keine Informationen.
1938 - bis Kriegsende 1945 waren Truppenteile folgender Einheiten in der Radkersburger Kaserne stationiert:
18.(E)/Gebirgsjäger-Regiment 138, Gebirgsjäger-Ersatz- u. Ausbildungs-Regiment 138und Teile des Jäger-Ersatz-Bataillons 499.
(Quelle: Lexikon der Wehrmacht - Wehrkreis 18 Standorte und Kasernen - Lexikon der Wehrmacht )
Aus der folgenden Besatzungszeit bis 1955 ist nichts bekannt, ebenso nicht das Jahr des Nutzungsbeginns durch das ÖBH.
Mit der Namensgebung für die ÖBH-Kasernen 1967 wurde die "Kaserne Radkersburg" in "Mickl-Kaserne" umbenannt.
Namensgeber war der österreichische Offizier Johann Mickl, der sich 1919 bei den Abwehrkämpfen gegen slowenische Truppen um Radkersburg verdient machte.

1991 beim Zerfall von Jugoslawien war die Nachbargemeinde Gornja Radgona (Oberradkersburg) am gegenüberliegenden Murufer von Radkersburg ein Brennpunkt der Kämpfe zur Verselbständigung Sloweniens...
Auf Grund einer Heeresreform wurde 2005 die baldige Schließung der Kaserne festgelegt und am 30. September 2008 zog die 2. Kp des Jägerbataillons 17 als letzte damalige ÖBH-Einheit aus der Radkersburger Kaserne aus.


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Einholung der Flagge am 30.09.2008 http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=4275

Danach versuchte die damalige SIVBEG den Verkauf der Liegenschaft einzuleiten. 2013 übernahm die Stadtgemeinde, die ein Vorkaufsrecht hatte, das Areal.
Lt. aktuellen Medienberichten wird die "Mickl-Kaserne" derzeit wieder vom ÖBH für den Assistenzeinsatz (-> Grenzsicherung) an der slowenischen Grenze als Unterkunft genutzt! Anscheinend wurde die Kaserne wieder von der Gemeinde "rückgemietet"...

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"Mickl-Kaserne" Radkersburg wieder als Unterkunft für Assistenzeinsatz des ÖBH zur Grenzsicherung reaktiviert. Die slowenische Grenze bleibt stets im Blick

Geschichts-Quellen: Mickl-Kaserne – Wikipedia ; Schussunfall in südoststeirischer Kaserne ; Die slowenische Grenze bleibt stets im Blick ;Ende der militärischen Nutzung der Mickl-Kaserne

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AK aus ca. 1918
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Luftbild von Radkersburg aus den 1930iger Jahren: Rechte Ecke das Kasernenareal. Links die Grenzbrücke nach Gornja Radgona (Oberradkersburg)
Bildquelle: Rechtsfreies Foto aus ÖNB-Projekt Österreichische Nationalbibliothek Crowdsourcing

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GE-Bild der Kaserne im Jahr der "ersten" Auflassung 2008

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Das Gelände der inzwischen stillgelegten Kaserne 2012

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Das Hauptgebäude der Kaserne 2014 Wikipedia cc Foto Anton-kurt

GE - Bilder:
1. GE - Bild 2012
2. GE - Bild 2012 in Bildmitte die Murbrücke nach Gornja Radgona (Oberradkersburg)
3. GE - Bild 2020 - Übersicht
 

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josef

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#4
Fehring - "Hadik - Kaserne"

1960 - Bezug
2015 - Schließung
2016 - Verkauf

Geschichte:
Am 1. Dezember 1957 kam es zu einem Schenkungsvertrag zwischen der Marktgemeinde Fehring und der Republik Österreich (vertreten durch das damalig Ministerium für Handel- und Wiederaufbau) über ein Waldgrundstück mit der Auflage, darauf eine Kaserne zu errichten.
Im April 1958 begannen die Rodungsarbeiten und im Mai war Spatenstich mit anschließendem Baubeginn.
Am 26. Oktober 1960 konnte die neue Kaserne durch die damalige "Brigadeaufkärungskompanie 5" (BrigAufklKp 5) des ÖBH übernommen werden.
Die Kaserne erlebte bis zu ihrer Auflassung ständige Wechsel der Einheiten bzw. deren Zugehörigkeit:
Ende 1962 wurde die BrigAufklKp 5 aufgelöst und als "5. Versorgungskompanie des Ausbildungsregiments 10" neu aufgestellt.
Im Juni 1968 übersiedelte die "1. Abteilung/Artillerieregiment 2" von Straß nach Fehring, zusätzlich zum Abteilungskommando wurde eine Stabsbatterie und eine "schwere Feldkanonenbatterie" aufgestellt. Aus der "5. VersorgungsKp /Ausbildungsregiment 10" wurde die "3. Batterie / AR 2".

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1967 wurde die "Kaserne Fehring" in "Hadik-Kaserne" umbenannt. Namensgeber ist Andreas Graf Hadik von Futak
1971 wurde die Artillerieeinheit in die "Hackher-Kaserne" nach Gratkorn verlegt und aus dem verbleibenden Personal wurde in Fehring die "3. Kompanie/Jägerbataillon 18" neu aufgestellt. 1979 wurde diese Kompanie als "3. AusbildungsKp" dem "Landwehrstammregiment 52" (LWSR 52) eingegliedert. 1983 kam die "4. AusbildungsKp/52" aus Feldbach nach Fehring hinzu.
Mit der "Heeresgliederung NEU" kamen wieder Aufklärungseinheiten nach Fehring und nach der "Bundesheer-Reform 2010" gab es 2 Aufklärungskompanien des neu geschaffenen "Aufklärungs-und Artilleriebataillons 7" (AAB7) bis zur Kasernenschließung 2015 in der "Hadik-Kaserne" (die beiden Kp übersiedelten in die Kaserne Feldbach). 2016 wurde die Liegenschaft verkauft...

Quellen: Fehring – Wikipedia und "Verbandsgeschichte Aufklärungsbataillon 1"

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Mannschaftsgebäude der "Hadik-Kaserne"

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Kasernenhof... (Fotos Kleine Zeitung)

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GE-Bild der Kaserne 2012

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Ehemalige Verkaufsunterlagen SIVBEG (SIVBEG-Seiten nicht mehr im Netz vorhanden)

GE - Bilder:
1. GE - Bild 2000
2. GE - Bild 2012 - Übersicht Fehring
3. GE - Bild 2012 - Übersicht Raum Fehring-Feldbach
 

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josef

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#5
Graz - "Hummel-Kaserne" (vor 1967 "Rosegger-Kaserne")

bis 1918 Pulver- und Munitionsdepot der K.u.k.-Armee, erste Bauwerke (Zentralbau u. Lagergebäude mit Rampen)
ca. 1920 bis zum Anschluss ans Deutsche Reich 1938 1. ÖBH
1938 - Deutsche Wehrmacht
1942 - Beginn der Nutzung als Heeresnebenzeugamt bis Kriegsende 1945
1945 - 1948 Nutzung durch britische Besatzungstruppen
1957 - Beginn der Nutzung durch das ÖBH
2011 - Schließung und Verkauf des Geländes
2014 - Abriss der Objekte und danach Errichtung von Wohnbauten

Geschichte:
Am Gelände an der "Peter-Rosegger-Straße" betrieb die K.u.k.-Armee ursprünglich ein Pulver- und Munitionsdepot.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Zentralbau mit dem kleinen aufgesetzten Glockentürmchen und der im Osten gelegene Bau mit den beiden Rampen, einst Tapeziererwerkstatt, später Heizhaus, errichtet.
Nach dem Ersten Weltkrieg nutzte das 1. ÖBH das 70.000 m² große Kasernengelände, genannt "Rosegger-Kaserne", bis zum Anschluss ans Deutsche Reich 1938.
Danach übernahm die Deutsche Wehrmacht die Kaserne und errichtete ab 1940 die beiden flankierenden Bauten und nutzte ab
1942 bis Kriegsende 1945 die Anlage als "Heeresnebenzeugamt Graz".
Für drei Jahre, bis 1948, befand sich hier ein Stützpunkt der Britischen Armee. Danach wurde das Gelände Teil der "Kfz-Außenstelle Graz" zur Hinterstellung von Heeresfahrzeugen der Alliierten, die nach deren Abzug 1955 dem neuen ÖBH überlassen wurden.
1957 begann die Belegung mit Truppen des neuen Bundesheeres als sogenannte "Gruppenversorgungstruppen" dort einzogen.
Aus diesen "Gruppenversorgungstruppen" entstand 1962 das "Versorgungsregiment 2" (VR 2).
1967 erfolgte die Umbenennung von "Rosegger-Kaserne" in "Hummel-Kaserne". Benannt wurde die Kaserne nach Obst Ludwig Freiherr von Hummel, Kommandant des Landwehrbattailons Graz II im Jahre 1809, Träger des Militär-Maria-Theresien-Ordens (MMTO) für das Gefecht des Landeswehrbataillons (LWB) am 14.06.1809 bei Kis Megyer in der Nähe der Stadt Raab, der Feuertaufe der steirischen Landwehr.
1981 zogen Teile des VR2 samt Kommando in die Grazer "Gablenz-Kaserne", es verblieb nur die Werkstattkompanie in der "Hummel-Kaserne".
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Im Verlauf der Jahre bis 1990 wurden viele Umbauten, aber auch Neubauten von Mannschaftsunterkünften und Lagerhallen vorgenommen. Zu den unterschiedlichen Nutzer über die Jahre gehörten auch das Heerespostamt und das Heeresgebührenamt. Zuletzt nutzte das "Heereslogistikzentrum Graz" bis zur Schließung 2011 die Objekte der "Hummel-Kaserne". Nach dem Verkauf der Liegenschaft wurden 2014 die Baulichkeiten abgerissen und Wohnungen errichtet.

Quellen: Hummel-Kaserne | denkmal heer ; Beitrag BIG - Ausgabe Februar 2012 - Immobilien Graz und Peter-Rosegger-Straße 36 – Baugeschichte

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Einfahrt und Lagerhallen...
Beitrag BIG - Ausgabe Februar 2012 - Immobilien Graz

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Südfront der "Hummel-Kaserne": Mitte -> Zentralbau mit Glockentürmchen aus der K.u.k.-Zeit, flankiert von den beiden Bauten aus 1940-42. Rechte obere Ecke Altbau (ex Werkstätte) mit Rampe ebenfalls aus der K.u.k. Zeit und links oben Teile der Lagergebäude aus 1940-42.
GM-Bild aus cc: http://baugeschichte.at/images/7/7b/Hummelkaserne,_Clipboard01.jpg

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Tor Ost - Peter-Rosegger-Straße 36 (2011): Zentralbau mit dem kleinen aufgesetzten Glockentürmchen
cc: Datei:Peter-Rosegger-Straße 36, Tor Ost von Südost.JPG – Baugeschichte

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Altgebäude ex Tapeziererwerkstätte mit Rampe Süd und Ostbau (2011)
cc: Datei:Peter-Rosegger-Straße 36, Rampe Süd und Ostbau.JPG – Baugeschichte

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Westbau mit dahinter befindlichen Lagergebäude (2011)
cc: Datei:Peter-Rosegger-Straße 36, Einfahrt West.JPG – Baugeschichte

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GE-Bild 2011: ROT - Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts von der K.u.k.-Armee errichtet, BLAU - 1940-42 von der Dt.Wehrmacht errichtet, GELB - Neubauten des ÖBH. Die übrigen Bauobjekte kann ich zeitlich nicht zuordnen...

GE - Bilder:
1. GE - Bild 2016 - Bereits Wohnbauten auf Teilfläche
2. GE - Bild 2019 - Gesamtareal mit neuen Wohnblöcken bebaut
 

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josef

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#6
Graz - „Kirchner Kaserne“ (früher „Schönaukaserne)

1782 – Errichtung des ersten Gebäudes als „Kattun-Fabrik“
1828 - Kauf der Fabrik durch das K.K. Reichs-Kriegsministerium
1872 - von der K.u.k.-Armee nun als „Schönaukaserne“ bezeichnet
Nach dem 1. Weltkrieg Nutzung durch das Erste ÖBH
1938 – Kriegsende 1945 Deutsche Wehrmacht
1945 – 1951 Britische Besatzungsmacht
1951 – 1955 „B-Gendarmerie“
1955 – 2014 vom ÖBH aufgelassen
2016 - Verkauf der Liegenschaft für spätere Wohnbebauung

Geschichte:
1780 erwarb der Großhändler F. Anton Weigl die Liegenschaft in Graz-Schönau von der „Herrschaft Liebenau“ und errichtete 1782 darauf eine „Kattun-Fabrik“, die aber nach wenigen Jahren wieder geschlossen wurde. Aufgrund akuter Platzprobleme in Graz war das K.K. Reichs-Kriegsministerium auf der Suche nach geeigneten Objekten und erwarb 1828 die ehemalige Fabriksliegenschaft um dort eine Kaserne für die K.u.k.-Armee einzurichten. Von da an begann die militärische Nutzung bis zum Verkauf 2016. Aus der K.u.k.- Zeit ist die Belegung durch Teile der „Traindivision Nr. 3“ und dadurch die Bezeichnung bis 1872 als "Fuhrwesenkaserne" bekannt.
Nach dem Ersten Weltkrieg zog das 1. ÖBH in die ab 1872 als „Schönaukaserne“ bezeichnete Liegenschaft ein. Damals waren bis zum Anschluss ans Deutsche Reich ein „Telegraphenbataillon“ und eine „Divisionskraftfahrabteilung“ in der Schönaukaserne stationiert.
1938 wurde aus dem „Telegraphenbataillon“ des ÖBH die „Gebirgs- und Nachrichtenabteilung 68“ der 3. Gebirgsdivision der Deutschen Wehrmacht gebildet.
Nach Kriegsende 1945 bis 1951 belegten Einheiten der „Britischen Armee“ als Besatzungstruppe die Kaserne.
1951 übernahm die „B-Gendarmerie“ (als verdeckte Vorgängerorganisation des späteren Bundesheeres in den westlichen Besatzungszonen) die Kaserne durch Einrichtung der „Gendarmerieschule Schönau“ bis zum Abzug der Briten 1955 die Kasernenanlage.

1584879125082.png ;
http://www.bundesheer.at/facts/geschichte/pdfs/bgend004.pdf
Nach 1955 waren nachfolgend bis zur Schließung das Stabsbataillon 5, das Landwehrstammregiment 54, das Kommandobataillon 1 und zuletzt bis 2014 die 6. Kompanie des Versorgungsregiments 1 in der Kaserne untergebracht. 2016 wurde das fast 60.000 m² große Areal an eine Immobilienfirma verkauft.
1967 erfogte die Umbenennung von „Schönaukaserne“ nach dem Namensgeber „Hermann Kirchner“ in
„Kirchnerkaserne“.
Quellen: Abschlussarbeiten – Einreichen/Publikation - UNIGRAZonline - Karl-Franzens-Universität Graz ; Grazer Kirchner-Kaserne um elf Millionen Euro verkauft - derStandard.at und Tupay-Schlössl – Wikipedia


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Plan der zum Verkauf nach 2014 anstehenden Liegenschaft Stadtvermessung der Landeshauptstadt Graz

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Das "Stabsgebäude" der Kirchner-Kaserne Grazer Kirchner-Kaserne um elf Millionen Euro verkauft - derStandard.at

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Haupttor der Kirchner-Kaserne 2015 Grazer Kaserne ist zu kaufen

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Mannschaftsunterkunft Kirchner-Kaserne vor 2014 #17 Bezirke – Jakomini. Wiese bei Kaserne soll zum Sportareal werden

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Das zur Verbauung durch Wohnblöcke vorgesehene Gelände 2016
Realisierungswettbewerb für Grazer Kirchner Kaserne

1584881385338.png
GE-Bild des ehemaligen Kasernengeländes 2019

GE - Bilder:
1. GE - Bild 2011
2. GE - Bild 2019 - Übersicht
 

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josef

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#7
Graz - "Fliegerhorst Nittner" Thalerhof

1913 - Einrichtung eines Flugfeldes.
1914 - Errichtung des "Interniertenlagers Thalerhof" am Flugfeldgelände.
1915 - Aufstellung der "Fliegerersatzkompanie (Flek) 5" und der "Fliegerkompanie (Flik) 17" usw. der K.u.k. - Fliegertruppe.
1917 - Schließung des Interniertenlagers, Einrichtung eines "Flugparks" des K.u.k. Fliegerarsenals usw. .
1920 - Übergang des Flugfeldes an die "Steiermärkische Landesregierung" als Zivilflugplatz.
1922 - Übernahme des Flugplatzes durch die Republik Österreich.
1925 - Die ersten Linienflüge fliegen den Platz am Thalerhof an.
1929 - Gründung der Fliegerschule Thalerhof durch die "Österreichische Luftverkehrs A.G." (ÖLAG). Da Österreich von den Alliierten ein Verbot von militärischen Fliegerkräften auferlegt wurde, nutzte man die Fliegerschule der ÖLAG zum getarnten Aufbau der Luftstreitkräfte des "Ersten ÖBH"!
1933 - Aufstellung einer Jagdstaffel unter strengster Geheimhaltung (Fiat CR-20).
1934 - Beginn der langsamen "Enttarnung" der geheimen Aktivitäten zur Neuaufstellung einer ÖBH-Fliegertruppe - Überführung der zivilen Fliegerschule in die militärische Lehrabteilung II.
1935 - durch die offizielle Trennung des zivilen- und militärischen Flugplatzbereiches bzw. der Flugbewegungen wird Graz-Thalerhof wieder ein Fliegerhorst der Luftstreitkräfte.
1938 - Übernahme durch die Deutsche Luftwaffe und weiterer Ausbau des Fliegerhorstes.
Am 9. Mai 1945 besetzten sowjetische Truppen das Flugplatzgelände.
Mitte Juli 1945 räumten die Sowjets die Steiermark und damit auch den Flugplatz und der Thalerhof wurde ein Stützpunkt der "Royal Air Force" (RAF).
1949 - übergaben die Briten Teilbereiche des Flugplatzes an die "Kfz-Außenstelle Graz" der staatlichen österreichischen Kfz-Gruppe.
1951 - wurden im Zivilbereich wieder internationale Linienflüge aufgenommen.
1954 - Errichtung einer Betonpiste von 1.500 m Länge.
1955 - Ende der britischen Besatzungszeit in der Steiermark.
1956 - Wiederinbetriebnahme des Fliegerhorstes Graz-Thalerhof durch die österreichischen Luftstreitkräfte.
2008 - Schließung des Fliegerhorstes für den militärischen Flugbetrieb (Einsatzflüge...).
2013 - Endgültige Schließung des Fliegerhorstes (Werftbetrieb...).
2015 - Verkauf der ehemaligen militärischen Liegenschaften am Flughafengelände Graz.

Geschichte:

Fortsetzung und Fertigstellung des Berichtes erfolgt in den nächsten Tagen bzw. nach Update der Forensoftware...
 
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