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WiniVision

Guest
#1
Hi Leute!

Nach längerer Abwesendheit melde ich mich wieder zurück und habe gleich mal eine Frage. Laut meinen Vater gab im Gebiet von Kogl bei Sieghartskirchen ein Bergwerk, angeblich Kohleabbau, ist aber in der Nachkriegszeit schon geschlossen gewesen. Gibt es wem der da genaueres weiß?

LG Winivision
 
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WiniVision

Guest
#7
Ach ja, habe noch ne zweite Frage - was war in Königstetten für ein Bergbau, höre immer wieder das es in der Nähe der Dopplerhütte was gab, konnte aber nix genaueres erfahren. Mal heist es das es nur oberirdischer Abbau war, dann mal wieder unterirdischer Abbau, oder gab es beides?

LG Winivision
 
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WiniVision

Guest
#9
Hi Leute, möchte mal nur nachfragen wegen Bergbau bei Königstetten, nähe der Dopplerhütte?

LG Winivision
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#10
Hi Leute, möchte mal nur nachfragen wegen Bergbau bei Königstetten, nähe der Dopplerhütte?
LG Winivision
Dazu ist mir nichts bekannt bzw. etwas untergekommen! Vermute dort eher Sandgruben und Steinbrüche...?

In einem alten Bericht der Geologischen Bundesanstalt aus 1950/51 ist Königsstetten bzw. die Dopplerhütte angeführt => Vorkommen von Neokom-Kalk (Seite 45) bzw. Blocksande bei Königsstetten (Seite 51)...

http://www.geologie.ac.at/pdf/jahresbericht/GBA_Jahres_und_Aufnahmsberichte_1950.pdf

lg
josef
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#12
Starzing, Hagenau und Kogl

Vor 2 Wochen von der "Buchberg-Warte" aufgenommener Blick ins Tal der ehemaligen Kohlengruben zwischen Starzing und Kogl. Leider war es unten ein wenig diesig...

Bildmitte von r. nach l.: Starzing - Hagenau - Kogl
 

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josef

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#13
Kohlenfunde bei Michelhausen

Das hier behandelte Vorkommen dürfte sich vom Wienerwald nach Norden, bis an den Südrand des Tullnerfeldes, ausbreiten!

Bei der Suche nach Unterlagen zum "Brückenkopf Tulln" stieß ich gestern in der NÖLB auf einen Hinweis zur Kohlensuche in Michelhausen:

Hier eine Kurzzusammenfassung eines Artikels aus

Franz Rischanek
"Michelhausen - Geschichte und Geschichten"
Gemeinde Michelhausen 1996


1867 - beim Bau des Schulbrunnens in Michelhausen fand man Kohle.

1869 - in der Nähe des Michelhausener Pfarrhofes wurde ein Suchschacht abgeteuft. Das Vorhaben musste wegen Wassereinbruch bei einer Tiefe von 7 Klafter (1 Kl. -> ca. 1,9 m), also ca. 13,3 m, abgebrochen werden.

1872 - Probebohrung zwischen Michelhausen und Streithofen bis zu einer Tiefe von 54 Klafter (ca. 103 m), ohne brauchbares Ergebnis.

Bei einer weiteren Bohrung auf einem Acker an der Straße Michelhausen - Mitterndorf, beim "Türkenkreuz", stieß man in 106 m Tiefe tatsächlich auf Kohle. Leider wies der Flöz nur die geringe Stärke von 4 Zoll (ca. 10,4 cm) auf.

Ebenfalls 1872 versuchte man es auch im benachbarten Pixendorf mit einer Probebohrung, ebenfalls ohne Erfolg...

1885 - beim Bau eines Brunnens am Bahnhof Michelhausen fand man in ca. 6 m Tiefe Braunkohle.

Wegen der geringen Mächtigkeit der Vorkommen begrub man die Hoffnung auf größere Funde und damit verbundenen rentablen Abbau!
lg
josef
 
#14
Grüß Euch Leute!

Bin eben über diesen Beitrag gestolpert und hätte dazu folgendes zu sagen. Ich war in den Jahren 1965-1970 im Kinderheim Wimmerdorf. Dieses Gebiet war unser Auslflugs und Wandergebiet. Allerdings die Gegend um Starzing war den Erzieherinnen verboten mit uns zu begehen, da es zu gefährlich war dort zu gehen, weil es schon damals zu Verstürzen kam. Von der Direktorin des Kinderheimes, Frau Margarete Stellbogen hatte ich damals erfahren, daß noch in der schlechten Zwischenkriegszeit dort Kohle gefordert wurde. Es gab Wassereinbrüche die zwar abgepumpt wurden, jedoch war die Kohle immer sehr naß und brannte schlecht an. Ja das wäre alles was ich dazu sagen kann.
 
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