Militärgelände östlich Stammersdorf

Bunker Ratte

Well-Known Member
#62
Bei einem Spaziergang in Stammersdorf, nähe der Nikolsburgergasse, hinter der MA48, befinden sich noch einige Ruinen des Ehemaligen Militärgeländes, östlich des Herresspitals gelegen. Dadurch dort einige Objekte aus dem Boden sprießen, bin ich überrascht, daß noch Ruinen vorhanden sind:D:)

3.jpg
 

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Bunker Ratte

Well-Known Member
#63
Das Waldstück wird durch einen Weg getrennt. Im Östlichen Teil des Waldstückes, nähe der Siedlung habe ich auch noch Ruinen gefunden.
Bei Bild 9 und 10 dürfte es sich um einen "Bunkereingang" handeln, jedoch ist der so zugemüllt, daß es einem graust:Schlecht:(
Bei den Erdhöhlen auf Bild 13 und 14 bin ich mir nicht ganz sicher, ich vermute hier wurde gegraben?

9.jpg
 

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#64
Die Stelle (Bild 13 und 14) kenne ich sehr gut, da ich als Kind dort schon oft war. In der nähe liegt das Wrack eines VW Käfers. Ich habe mir die Löcher angesehen, eines liegt in einem Bombentrichter. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht ein Blindgänger relativ unbemerkt hochgegangen ist. Die Löcher existieren jedenfalls erst seit ca. Herbst 2017. Der zugemüllte Bunker (Bild 10) war schon in meiner Kindheit (Jahrtausendwende) nicht mehr begehbar. Wollte den als Kind immer mal erkunden… :(
 
#65
Hallo
Als ich als Jugendlicher in den 70er Jahren da rumrannte war noch viel mehr da , ein Teil der Bunkeranlagen wurde im Zuge des Marchfeldkanalbaus abgebrochen. Wir haben in dem Wasserbunker , so nannten wir das Ding weil Wasser drin stand , im hinteren Bereich viele Kisten mit 127 mm Flakmuntion gefunden. Mit so hübschen farbigen Ringen an den Spitzen die sich drehen ließen. Da wir dann Angst bekamen ginge wir nicht mehr hin . Um 1979/80 nach ein heftigen Detotnation kam das Bundesheer und Polizei, suchte alles ab mit so Suchgeräten , und karrte Lastwagenweise Bomen Granaten und Militärmaterial von dort weg. Anschließen wurden alle Bunkereingänge zu betoniert und eben später abgebrochen. Eine Ähnliche Bunkeranlage wurde übrigens beim Bau des Nittelhofs entdeckt und evakuiert. Außerdem wurde ein Teil von dem Zeug mit Sand Verdämmt und vor Ort gesprengt . Das sind die 2 Riesenlöcher beim Ausgang Richtung Marfeldkanal in Nachbarschaft zur Hundeschule. Für uns Kinder war das damals ein Riesenspektakel. wir haben das Gelände übrigens Panzerstrasse geannt. Es waren Dort der 1/222 und 8/222 mit 105 mm und 127 mm Batterien des Stabs Flak Regiments 98 eingesetzt wenn ich mich jetzt nicht irre.
Die Geshütze bekämpften Hauptsächlich Ziele auf der anderen Seite der Donau, als sie sich verschossen hatten wurden die Geschütze gesprengt und die Stellungen aufgegeben.
 
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#66
nach einem Besuch gestern abend bei dem Überresten greife, ich dieses alte Thema wieder auf.

die Betonbrocken wurden vermutlich beim Bau der Häuser aus dem Boden geholt,
ob sie tatsächlich aus der Zeit des 2. Weltkrieges stammen kann ich nicht sagen. Es wäre jedoch sehr wahrscheinlich.

Bild0691.jpg

Da sind nicht mehr alle da die früher da waren ;) Es ist der westliche eingang in eine (vmtl) 127 mm Flak Batterie. Etnweder die 1/222 oder die 8/222 . Diese betonierten Klötze gab es an beiden Seiten der Stellung. Die am Östliche Eingang würden mit dem Bau der Reihenhäuser entfernt. In den 70ern ragten sie noch gut 1 m 50 aus dem Boden und sollten ein seitliches Aufrollen der Stellung mit Panzern verhindern. Da eine der Feuerstellungen noch sehr gut erhalten ist , inkl zick zack Graben und Bereitschafts Mun Bunker , kann man aus den Abmessungen erkennen das sie für 127 mm Gerät gebaut wurde. Ob dann auch wirklich 127 mm Gerät dort gestanden hat weis ich natürlich nicht . Diese Flak Stellungen hatten die Aufgabe das Panzer und Luftwaffenreparturwerk zu schützen und alles was dahinter lag. Auf einer Linie dahinter, Gaswerk Leopoldau und die Raffiniere
 
#67
Grabungen und Sondierungen werden auf all diesen Geländeformationen sehr schwierig da es wirklich in den 1970 u. 1980er Jahren als wilde Mülldeponie hergehalten hat.

Liebe rGünter Da findest du genau garnix mehr .
Das Würde seinerzeit vom Bundesheer geräumt und danach von gefühlten 1,5 Mio Sondengängern umgewühlt. Wir haben uns bei unseren Jugendbesäufnissen vor Ort einen Spass gemacht dort Bierkapseln , also die Kronenkorken zu verstreuen und dan hörten wir immer ...ahhhhhhhh ich hab was ... oh ne ein Kronenkorken ... hahha na dann Prost )
 
#68
Das was ihr als Flugplatz entdeckt habt dürfte ein Exerzierplatz gewesen sein,wie in jeder DEUTSCHEN Drillkaserne, obwohl westlich davon (Foto 1945) eine umwallte Stelle zu sehen ist das wie ein Flugzeugabstellplatz aussieht. Vielleicht eine einzelne Fiseler Storch die auch am Exerzierplatz landen und starten konnte. Oder eben ein Funkmessgerät (Würzburg?) Alle Gebäudedächer hatten ab 1944 Tarnanstriche.
Das war eine Vorrichtung zum einschießen von Flugzeugwaffen, dort standen früher noch 3 so Betonböcke . Die Flugzeuge wurden mit den Flügeln und Heck an den Böcken fixiert und dann wurden die Bordwaffen eingeschossen. Quais ein Schießstand für Flugzeuge , Gab sowas auch für Panzer, der war aber nächer an der Gerasdorferstrasse. Das Geände dort diente zur Reparatur und Instandsetzung von Flugzeugen und Panzern. Die SS Kaserne wurde 1941 an die Brünerstrasse 238 Verlegt.
 

josef

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#69
Das war eine Vorrichtung zum einschießen von Flugzeugwaffen, dort standen früher noch 3 so Betonböcke . Die Flugzeuge wurden mit den Flügeln und Heck an den Böcken fixiert und dann wurden die Bordwaffen eingeschossen. Quais ein Schießstand für Flugzeuge ,
Solche Bordwaffen-Einschießanlagen gab es auf manchen Fliegerhorsten aber vom Gelände der ehemaligen Panzer-Werkstätte in der Gerasdorfer-Straße ist so etwas nicht bekannt! Von wo hast du diese Information?
 
#71
Solche Bordwaffen-Einschießanlagen gab es auf manchen Fliegerhorsten aber vom Gelände der ehemaligen Panzer-Werkstätte in der Gerasdorfer-Straße ist so etwas nicht bekannt! Von wo hast du diese Information?
Ich hab das dort damals selbst gesehen war ja oft (eigentlich immer) dort , im hinteren Bereich links neben den betonierten Gräben auf denen die Decke auf Schienen hin und her fuhr. Das War ein von ERdhügelen von 3 Seiten umschlossnener Platz mit 2 gleich und einem entwas höheren Betonpfeiler im Dreieck. Die Pfeiler sahen am ende ein bischen aus wie Kapselöffner nur rund , Später als ich mich dann dafür interresierte war ich im Heeresgeschichtlichen Museem und dort haben die gesagt das es sich um eine Anlage zum Einschießen vom Flugzeugwaffen handelte , und das dort auch Panzer und Flugzeuge instand gesetzt wurden.
 

josef

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#73
OK. - das mit der Flak war halt ein "Verschreiber", kann passieren...

Aber das Gschicht'l mit den Flugzeugen, deren Waffen dort eingeschossen wurden, bleibt dubios...? Ich lasse mir noch einreden, dass ausgebaute Bordwaffen dort repariert wurden und dann auf einen "Bock" montiert (-> eingespannt...) wurden um bei einem Probeschießen die Funktion zu prüfen. Aber das Einschießen bzw. die Waffenjustierung der "eingebauten" Bordwaffen mit dem gesamten Flugzeug kann ich mir nicht vorstellen! Wie kamen die Flugzeuge dort hin bzw. wieder weg? Es gibt keine Aufzeichnungen über einen Flugplatz/Landeplatz dort an der Gerasdorfer Straße!
 
#74
OK. - das mit der Flak war halt ein "Verschreiber", kann passieren...
Ja kann natürlich auch sein ich weis es nicht , als ich denen die Anlage beschrieben habe wie das eben aussahe mit den Kapselheberböcken das meinte die das wäre dafür da, ich hatte ja damals gar keine Ahung wofür das Ansatzweise gut sein könnte ,aber vieleicht war ja auch ein FF geplant , rechts war richtung Gerasdorf war ja alles noch frei.
 
#75
Die sFlakabt. 222 hatte nur 6 Batterien und war nie in Wien. 12,8 war dort mit Sicherheit auch nicht. Das mit dem Böcken zum Einschießen ist ein Märchen. Wurde so auch nicht gehandhabt.
Cerberus.
 
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