#1
Nibelungenwerk

Das Nibelungenwerk in St.Valentin gilt als der zweitgrößte Panzerproduktionsstandort im 3.Reich. Jetzt meine Frage: War dieser Standort wirklich so groß/bedeutend?
Kenne nur Luftaufnahmen von Krupp in Essen, und das ist wirklich beeindrucken!
Meines Wissens wurde in St.Valentin nur die Endmontage der Fahrzeuge durchgeführt, oder?
Hat jemand vielleicht Aufnahmen von damals?
Und welche Panzer wurden hergestellt (ausser Panzer IV und Jagdtiger)?
 
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#2
@MG 0815

Also das Thema passt überhaupt nicht hierher ein eigener Beitrag wäre besser gewesen. Vielleicht ändert einer der Moderatoren das.

Der Standort war (im Vergleich u Krupp) flächenmäßig nicht so groß.
Allerdings ist zu bedenken das bei Krupp noch viele andere Bereiche angeschlossen waren (zB. Walzwerk). Es kommt auch nicht auf die Fläche an sondern auf die Stückzahl welche aus einem Werk herauskommt.
"Nur" die (End)Montage, ja.
Nach meinem wissen wurde auch noch der "Elephant" hergestellt.

Luftbilder gibt es in dem Buch "Dröhnender Himmel - brennendes Land", von BannyLeopold. (Hoffe ich irre mich jetzt nicht).

Cerberus9
 

josef

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#4
Frage: War dieser Standort wirklich so groß/bedeutend?
Zwecks Veranschaulichung der Dimensionen:

7 Hallen je 60 x 120 m = 50.400 m²
2 Hallen je 120 x 120 m = 28.800 m², also 79.200 m² verbaute Hallenfläche!

Dazu kommen/kamen noch eine Anzahl kleinerer Hallen und Gebäude...Die Objekte wurden aus Tarngründen in den "Herzograder Wald" südlich von St. Valentin hineingebaut.

lg
josef
 
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#5
Vielen Dank meine Freunde! :superOK
(Deine Seite kenne ich sehr gut Markus - danke noch mal)

Wieviel steht von den Hallen heute noch, sind ja gewaltige Dimmensionen!!!
 

josef

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#6
Nachstehend Abbildung eines Modells der Nibelungenwerke:

Blickrichtung etwa von SO nach NW. Außerhalb rechter Bildrand befindet sich die Siedlung Herzograd. Weiters befanden sich dort die Baracken für (Zwangs-)Arbeiter. Oben ist die Bahnstrecke St.Valentin (rechts) Richtung Steyr (links). Darüber, oberer Bildrand und außerhalb diesen, war die Panzertest- und Einfahrstrecke und das KZ-Nebenlager. Gut dargestellt ist die Einbettung der Hallen in den "Herzograder Wald".

Bildquelle: K.H.Rauscher "Steyr im Nationalsozialismus - industrielle Strukturen" ISBN 3-7059-0179-6, Seite 153
 

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josef

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#7
Frage von MG0815:
Wieviel steht von den Hallen heute noch
Von den 7 rechteckigen Hallen sind noch 4 Stk. vorhanden, der Rest wurde durch Bomben zerstört...

Ich habe die Situation anhand eines alliierten Aufklärerbildes vom 26.10.1944 dargestellt. Gelbe Objekte sind noch vorhanden, natürlich heute durch Umbauten bzw. Anbauten usw. teilweise verändert. Rote Objekte wurden durch Luftangriffe zerstört und nicht mehr aufgebaut.
 

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josef

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#9
@SuR :
Was ist denn heute in den Hallen?
Nach dem Krieg wurde die Landtechnik-Sparte der Steyr-Daimler-Puch AG am Areal des Nibelungenwerkes angesiedelt. Einen Schwerpunkt bildet das "Steyr-Traktorwerk". Die meisten erhalten gebliebenen Baulichkeiten aus der Kriegszeit befinden sich heute im Besitz des Traktorwerkes. Nach der Aufsplittung des SDP-Konzerns gehört das Werk jetzt zur Gruppe von Case New Holland CNH:
http://www.steyr-traktoren.com/de_at/Pages/Home.aspx

Am nördlichen Teil des riesigen Geländes (Richtung Siedlung Herzograd, St.Valentin) etablierte sich die Maschinenfabrik ENGEL:


=> anklicken Bild St.Valentin, Österreich => am Lubi erkennt man im Vordergrund die Anlagen der Fa. Engel, anschließend, hinter dem Bogen der Anschlußbahn befindet sich das Traktorwerk. Es sind deutlich die 4 alten Hallen des Ni-Werkes zu erkennen. Die Fundamentreste der zerstörten Objekte sind im Waldgebiet Richtung rechter oberer Bildrand...

Außerhalb des rechten Randes (gegenüber der Bahnstrecke) befand sich die Panzertest- und Einfahrstrecke und das KZ-Nebenlager. Dort befindet sich heute eine Teststrecke der Firma ECS (Engineering Center Steyr GmbH & CoKG), einer Tochterfirma von MAGNA: www.magnapowertrain.com

lg
josef
 
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F

fledermaus

Guest
#11
josef hat geschrieben:
Bei genauerer Betrachtung der nachstehenden Bilder könnte das markierte Objekt ein LS-Hochbunker sein...? Gibt es "Insider" die dazu Stellung nehmen können?
Mahlzeit,

Bin nächste woche mal in der Gegend, vieleicht ist ja schon alles Laub von den Bäumen weg und der Blick von der Straße ist frei.

Ansonsten mal einen Freund fragen, der is Privatpilot vl hat er ja fotos oder infos .....

mfg

RaLf
 
H

Harald 41

Guest
#15
Hallo Stefan;
wenn Du "Nibelungenwerk St.Valentin" eingibst,
findest Du eine interessannte Seite.
Unter dem 3 Link"KZ Niebelungenwerk(Deutsch-Version)
findest Du vieleicht was Du suchst,gut zu lesen und auch einige Bilder sind dort
enthalten.
Hoffe ich konnte Dir helfen.:)

LG Harry

PS:Irgendwo habe ich auch noch ein kurzvideo von damals gesehen,
wenn ich es finde stelle ich den Link ein.
 

josef

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#16
Da sich der Gedenkstein an einer ganz anderen Stelle befindet, wo das KZ eigentlich war...
Der Gedenkstein befindet sich bei der Zufahrt zur Bahnhaltestelle und das KZ-Lager war im Waldgelände westlich der Bahn. Ein paar hundert Meter von der Haltestelle Richtung Steyr ist das am Foto im folgenden Link ersichtliche Tor zum Werksgelände mit Bahnübergang in den Wald zu den Teststrecken...und dort suche halt einmal!

Hier der von @Harald 41 angesprochene Link:

http://www.geocities.com/KZ_Nibelungenwerk/start.html

lg
josef
 
S

Stefan_oö

Guest
#17
Danke Harald und Josef,
die Seite kenne ich natürlich, da ja google mein bester Freund ist :lesen:
Das Kurzvideo gibts zb http://www.mauthausen-memorial.at/index_open.php hier.
Im diesem Video heisst es das das KZ neben der Teststrecke war, andere sagen,
das das KZ gleich bei der Haltestelle war ... Wollts mal genau wissen
mfg
 

josef

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#20
Jop, ist Richtig. War in der Richtung der Siedlung Herzograd, so ca beim Trainingsplatz vom Fußballverein
Du kennst ja alles, anscheinend willst Du uns nur testen...nun schreibe mal über Dinge die wir nicht wissen!

Das Forum lebt, wie @Markus in einem anderen Thread schrieb, vom "Geben und Nehmen" und nicht nur vom einseitigen Absaugen von Infos...

lg
josef
 
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