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bunkerhansi

Guest
#42
Also der Stollen kann nicht die Ursache für einen Erdfall diesen Ausmaßes sein. Da ist ein sehr viel größerer Hohlraum in größerer Tiefe gebrochen.

uwe
......ja, Du hast Recht, das wird wohl auch so sein, aber man hätte doch mal zumindest rein sehen müssen ! Aber egal, die Verantwortlichen werden schon wissen was sie tun ! Hauptsache ist doch, das Niemanden etwas passiert ist ! mfG
 

Joe

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#45
Der Kiessee hat ein Loch....

Stand der Dinge aktuell ist, dass der Kies langsam nachrutscht. Das ist so gewollt, darum hat man runden Kies genommen. Die Bohrungen haben begonnen.
Fraglich ist immer noch, wie groß der Hohlraum ist und wieviel Kies da noch reingeht.
Gruß
Joe
 
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dogma

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#47
Das erneute Einsacken hat nach Angaben des Schmalkalder Bürgermeisters keinerlei Auswirkungen für die Anwohner. Die Bauarbeiten am verfüllten Erdloch ruhen bis Geologen den erneuten Einbruch untersucht haben. Inzwischen ist auch die erste geplante Bohrung angelaufen. Aufgrund des lehmigen Bodens kommen die Arbeiten allerdings nicht so zügig voran, wie erwartet. Die zweite Bohrung ist für nächste Woche angekündigt.

Die Ursachen des Erdfalls von Schmalkalden sind noch nicht bekannt. Die Bohrungen sollen detailliere Aufschlüsse bringen. Ob der Bunker, der sich unmittelbar unter den Garagen befindet, eine Rolle spielen könnte, wird auch untersucht. Die Geologen waren am Donnerstagvormittag in das Gewölbe hinab gestiegen. Am Mittwoch hatte die Feuerwehr Wasser aus dem Bunker gepumpt.

Dass die Gefahr vor Ort noch nicht gebannt ist, hatte am Mittwoch bereits Linken-Umweltpolitiker Tilo Kummer angekündigt. Seinen Angaben zufolge gibt es neue Risse in den betroffenen Häusern. c
(auszug artikel der stz vom 11.11.2010)
 
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bunkerhansi

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#49
hab ja auch schon die befürchtung geäußert das der bunker mit dem erdloch in verbindung stehen könnte......laut einem bericht der stz schmalkalden wird er gerade von der feuerwehr leergepumpt um eine begehung zu ermöglichen

hier die bilder
.....DANKE dogma für die Bilder ! Da staune ich aber, das man den Keller nun doch auf gemacht hat.... mfG
 
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dogma

Guest
#52
noch was zu dem thema vom freien wort,12.11.2010 :


Mit geologischen Bohrungen, die bereits in der Bergstraße gestartet sind, wollen sie dem Rätselraten entgegnen. In der kommenden Woche werde die nächste gesetzt. Wo, kann noch keiner sagen. Das ergeben die nächsten Tage, so Schmalkaldens Bürgermeister. Heute sind die Experten wieder in Schmalkalden unterwegs und suchen nach neuen Bohrpunkten.

Und schon beginnen die Anwohner zu tuscheln: "Vielelicht sind ja die Bunker unter dem Wohngebiet schuld am Loch !" Seit Dienstagabend streift der Erfurter Ralf Ehmann mit Jeep und Laptop auf der Ladefläche um das Loch. Erzählt von russischen Militärkarten, die er entschlüsselt habe und dass er eine alte Rüstungsfabrik unter dem Wohngebiet vermute. Auf seiner Visitenkarte bietet er "internationale Sicherheitsdienstleistungen" an, habe ein Ingenieurstudium und irgendwas mit Spionage studiert. Vor geraumer Zeit entwickelte er sein eigenes, mit Patent angemeldetes Navigationssystem zum Aufspüren solcher Anlagen im Erdinnern. Und hier in Schmalkaden wurde er fündig, so seine Worte an die interessierten Anwohner und Betroffenen.

"Ja, Bunker gibt es hier unten drunter. Ich hab' noch als 13-Jähriger drin gespielt", sprudelt es förmlich aus Lars Scherwächter heraus. Da war er vielleicht zehn, vielleicht auch fünfzehn Meter weit drin. Ein Mann daneben kann sich sogar noch an einen Kriegstag erinnern: "Ich war mit meiner Mutter in den Luftschutzbunker geflüchtet. Wir sind ungefähr hundert Meter weit reingekommen. Aber da waren wir noch nicht am Ende." Dann tat es einen riesigen Schlag, der Eingang war verschüttet. Die Männer mussten ihn wieder freischaufeln "Und meine Mutter ging mit mir nie wieder in einen Bunker."


Bis zu 500 Menschen suchten manchentags dort Schutz: aus dem Krankenhaus und der ehemaligen Löffelfabrik. Aber eine Rüstungsfabrik. "Nee, das ist Quatsch", sagt der 84-jährige Fritz Köppler. "Das sind alles alte, uralte Wein- und Bierkeller." Während des Krieges wurden diese von den Nazis zu Luftschutzkellern umgebaut. Es gab wohl auch mindestens einen unterirdischen Zugang von der alten Löffelfabrik. Wobei sich eine 85-Jährige Frau auch an Kriegegefangene erinnern kann, "die hier gearbeitet haben."

Für die Eigentümer der angrenzenden Häuser ist die Frage nach der Ursache existenziell, da womöglich finanzielle Verluste drohen. Obwohl dieser Erdfall nicht der erste und nicht der letzte in Thüringen ist, fehlt eine wirksame Rechtsgrundlage, um Betroffenen schnell und sinnvoll zu helfen. Das Land muss vor allem für Schäden durch Altbergbau haften. Für Erdfälle mit geologischer, also natürlicher Ursache aber nicht. Das ist allein Sache der Grundstückeigner. Auch Versicherungen stellen sich oft quer. Wenn allerdings wirklich allmählich verwitternde Bunker und Rüstungsanlagen unter dem Schmalkalder Krater schlummern, dann wäre der Bund in der Haftung. So nähren die Worte Ralf Ehmanns natürlich auch neue Hoffnungen.

Mit guter Kunde aus Erfurt kam gestern Bürgermeister Thomas Kaminski ans Loch: "Wir haben einen wirklich akzeptablen Finanzierungsvorschlag vom Ministerium bekommen. Dabei könnte sich das Land beruhigt zurücklehnen." Momentan muss die Stadt nicht ganz eine Million bezahlen. Auch Landrat Ralf Luther (CDU) habe Hilfe angekündigt.

Heute kommt Ralf Ehmann zurück, um mit den Geologen nach neuen Bohrpunkten zu suchen. Immerhin hat er gestern gleich leuchtend orangene Markierungen an einem verwitterten Schuppen und auf eine Wiese gesetzt. "Hier ist was."

Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) ließ gestern noch mitteilen, dass der Erfurter keinen offiziellen Auftrag für seine Vorarbeiten erhalten habe.
 

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Joe

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#57
Sven hat mich gerade auf einen neuen Artikel in der STZ aufmerksam machen lassen. Dort relativiert die Autorin nun die Rolle eines Herren aus Erfurt.
Ob überhaupt irgendwer Ralf Ehmann beauftragt hat, nach den Ursachen für den Erdfall zu suchen, bleibt ebenfalls dubios. Das Umweltministerium weiß von nichts, auch aus anderen Behörden kommt nur Kopfschütteln. Ein Anrufer in der Redaktion, der seit Jahren Erfahrung mit dem Erfurter hat, bezeichnete ihn als "Scharlatan, der die Leute nur verunsichert und wuschig macht". Auch im Jonastal bei Ohrdruf fällt er mit hanebüchenen Theorien auf.
Und ganz wichtig: Sie geht darauf ein, was dieser Mann bei den Betroffenen auslöst:

Hinter den Debatten steht das Problem: Pseudo-Experten wie Ehmann nähren bei den Geschädigten Hoffnungen, die sich wohl nicht erfüllen werden. Wenn Hohlräume wie in Tiefenort im Januar und nun in Schmalkalden aus "natürlicher Ursache" einbrechen, brauchen die Eigentümer eine Versicherung, die zahlt. Die Soforthilfe von bis zu 10 000 Euro aus Lottomitteln ist nämlich nur eine freiwillige Geste der Landesregierung. Nur wenn der Krater indirektes Menschenwerk wäre, müssten die Verursacher zahlen.
Jetzt sind wir langsam an dem Punkt das auch öffentlich klar wird, dass die Leute wohl leer ausgehen, wenn sie keine entsprechende Versicherung haben oder die vorhandenen Versicherungen Zahlungen verweigern.

Wo sind nun die Politiker, die dieser akuten und auch zukünftig latent vorhandenseienden Bedrohung wenigstens den existenzbedrohenden Aspekt nehmen? Es kann doch nicht sein, dass es zu einem negativen Lottospiel wird, ob jemand unverschuldet alles verliert ohne dass die Gemeinschaft dafür einsteht.

Versicherungen werden sich zukünftig auch überlegen, ob sie noch solche Elementarschäden überhaupt versichern und wenn ja, zu welchem Preis.

Da muss endlich eine Regelung her, die so eingreift, dass wenigstens die existentielle Bedrohung eingedämmt wird. Ob es ein Katastrophenfond ist, aus dem die Betroffenen entschädigt werden, oder eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden wäre dabei erst einmal zweitrangig. Nur tun muss sich etwas.
 

Joe

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#58
Hier ist noch ein Artikel, den ich wegen der Tragweite mal ganz übernehme. Ich hoffe, dass die STZ mir verzeiht:

Gerüchte aus dem Zauberwald
Von Susann Schönewald
Ein Mann geht um in Schmalkalden, ein Mann, der hinter dem Erdfall geheime Rüstungsstand-orte und Bunker vermutet.

Allerlei Gerüchte ziehen derzeit durch Schmalkaldens Straßen und Gassen: Oberschlaue wollen die Ursache des Erdfalls gefunden haben.

Schmalkalden - Seit dem Erdfall am 1. November bietet die Schmalkalder Unterwelt Stoff für Mythen. Einst in den Berg gehauene Stollen
sollen die Ursache gewesen sein, Bergbau, seit mehreren hundert Jahren betrieben. Die neueste Mär verbreitet Ralf Ehmann. Einen unterirdischen Rüstungsstandort hat er als mögliche Ursache für den Erdfall ausgemacht. Doch statt es bei diesem "Hirngespinst", so Peter Handy, Vorsitzender der Vereins für Schmalkaldische Geschichte und Landeskunde, zu belassen, hält Ehmann seit Tagen die Behörden auf Trapp. Diese versuchen, sich geduldig mit dem Mann auseinanderzusetzen, wie gestern Dr. Lutz Katzschmann von der Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Der Krater sei fast bis auf das Niveau der Schmalkalde gebrochen, sagt er. Wo bitte schön soll da eine Maschinenhalle Platz gehabt haben?

Ehmanns Agieren ist dem Umweltministerium nicht entgangen. Alarmiert von Schmalkalder Bürgern versicherte gestern ein Ministeriumsvertreter per E-Mail, dass der Mann weder von Minister Reinholz, noch von anderen Mitarbeitern des Hauses beauftragt worden sei, Recherchen jedweder Art durchzuführen. Er handle ausschließlich auf eigene Faust, beunruhige die Anwohner durch vorgebliches Wissen, für dessen Richtigkeit es keinerlei Anhaltspunkte gebe. Mit der sorgfältigen Untersuchung der geologischen Situation im Bereich des Erdfalls seien ausschließlich Mitarbeiter der Landesanstalt für Umwelt und Geologie beauftragt und diese könnten sich als solche auch ausweisen, wie die Mitarbeiter des Bergamtes, der Bohr- und Vermessungsfirma. "Der macht uns total verrückt", schimpft eine Anwohnerin in der Bergstraße. Ehmann klingelt an Türen, wedelt mit topografische Karten umher, sprüht Kreuze auf den Boden, weil sich darunter Zugänge zu unterirdischen Objekten befinden könnten.

"Viele Leute haben Angst, erinnern sich an frühere Vorfälle und bringen diese natürlich mit dem Erdfall in Verbindung", erzählt die Schmalkalderin. Dem angeblichen Experten sollte man verbieten, die Stadt zu betreten.

Über soviel "Phantasie" kann Norbert Krah nur staunen. Der Professor im Ruhestand hat die Geschichte des Schmalkalder Eisenhandwerks und der Eisenindustrie publiziert. Rüstungsindustrie wurde in der Stadt überirdisch betrieben, wie in der "Löffelbude". Der immer wieder herangezogene ehemalige Wein- und Bierkeller sei während des zweiten Weltkrieges zum Luftsschutzbunker erweitert worden. Alles andere ist Humbug, schließt sich Krah den Vermutungen der Geologen an. Auch Peter Handy schüttelt mit dem Kopf. In einer Kleinstadt wie Schmalkalden wäre solch eine Anlage nicht geheim geblieben. Ralf Ehmann: Bei diesem Namen erwacht auch im Jonastalverein alter Groll, "ein Spinner", sagt ein Mitglied, der froh ist, dass sich der Erfurter offenbar verzogen hat. Vor nicht allzu langer Zeit war der "Code-Knacker" im Jonastal unterwegs, behauptete, dass es einen Geheimcode gebe, mit dem die Russen seit den 60er Jahren strategische Informationen und geheime militärische Objekte markiert hätten. Und dass es noch unentdeckte Nazibunker geben soll. Quelle: Südthüringer Zeitung
 
#59
Endlich sieht man das "Problem Ehmann" einmal von der richtigen Seite.
Ehmann ist eh ein Fall für den Phsychater. Leider wird man durch ihn, so man etwas über sein Hobby erzählt gleich in die Spinnerecke geschoben, nach dem Motto die sind doch eh alle gleich.
Selbst wenn sich Ehmann, wie schon mehrfach geschehen, selbst ein Bein stellte, findet er immer wieder eine Plattform wo er seinen Mist verbreiten kann, genau so wie Geo-Klaus u. andere, ich möchte nur an die Sache mit der Kott-Tasche, dem Stollen quer unter dem Tal erinnern.

Bisher hat ein kranker Spinner wie Ehmann schon einigen geschadet, wie das eben bei schwer kranken ADS Patienten so ist.
Aber jetzt bringt er die Anwohner, die ohne hin schon gestraft sind völlig aus dem Gleichgewicht.

Leider ehe ich es auch so, daß die Anwohner als ohnehin schon geschädigte, leer aus gehen werden. ein Flutkatastrophe in Hinterindien ist eben quotenträchtiger als ein paar Erdfall Opfer in Deutschland.
Auch in Tiefenort ist bisher nichts geschehen was den Geschädigten wirklich geholfen hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

uwe
 

Joe

Fehlerkramrumschlager a. D. :)
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#60
Ich glaube nicht, dass Hobbypsychologie uns hier weiterhilft, das Phänomen Ehman zu begreifen. Da muss schon ein Fachmann ran.
Allerdings bekomme ich langsam Angst, wenn ich dann in der Suchmaschine sowas sehe:

Waffenbesitzer droht Erfurt mit Klage auf Schadensersatz
Die hauptstädtische Ordnungsbehörde hat einem Privatunternehmer das Recht zum Führen und Besitzen zweier Pistolen widerrufen, weil er sich von einem seiner Auftraggeber trennte. Der Sicherheitsunternehmer konnte nicht mehr arbeiten, erklärt er, und fordert Schadenersatz.
Erfurt. Geht es nach Ralf Ehmann, könnte auf Erfurt eine Schadenersatzforderung im unteren sechsstelligen Bereich zukommen. Er ist Inhaber einer Sicherheitsfirma, die nach seinen Angaben Beleg- und Werttransporte durchführt, aber seit Jahresbeginn am Arbeiten gehindert wurde.

Grund dafür ist ein Streit mit Erfurt und ein "Widerruf zur waffenrechtlichen Erlaubnis". Die Stadt will ihm zwei Pistolen verbieten. Ehmann dagegen sagt, die Waffen benötige er zum Schutz seiner Wert-Transporte.

Quelle und Weiter: OTZ.de
Wenn ich davon ausgehe, dass es sich um die gleiche Person handelt, frage ich mich, wieso die überhaupt eine Waffe haben darf.
Gruß
Joe
 
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