#21
@Michael aus G:

Danke!
Michael aus G hat geschrieben:
...Stollenanlage macht bei der Größe allerdings mehr Sinn...
Jo, hab´ ja auch geschrieben:
"Von den 60.000 m² großen Stollen..." = Mehrzahl... ist somit eine größere Anlage gemeint und kein einzelner Stollen.

Aber ich werd´ noch ein wenig wühlen...

Gruß, Chris
 
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#24
Fotos von Marke und Becherboden

Für Foto der Marke guxtu hier, Beitrag #19:

Und...
ob das wirklich Werkzeugmarken waren, wird sich noch zeigen.
Ich bin (noch) am Suchen nach Belegen und Fotos vom wahren Verwendungszweck.
Gefunden hab´ ich sie in einem zerstörten Büro in der ehemaligen Firmenleitung, zusammen mit
ungestempelten Exemplaren und Blanko-Erkennungsmarken der Wehrmacht sowie die Inventar-Schilder.

Anbei noch ein Foto des Becherbodens, da hat sich wer verewigt...

Ich lese es als: "Arthur Jallnizky Lorn..." öhm...?

Gruß, Chris
 

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#25
hi chris,

tolle funde. kannst du die stücke in der
untersten reihe zuordnen? bis auf den trinkbecher
und das wehrmachtsabzeichen bleibt mir der zweck
der anderen verborgen. das abzeichen mit dem roten
kreuz konnte ich trotz recherche in div. archiven auch
nicht finden. was ist das 2. unten rechts? verschluss? :confused:

würde mich interessieren ob du da weitergekommen bist

gruss
garfield
 
#26
Chris hat geschrieben:
@Michael aus G:

Danke!
Jo, hab´ ja auch geschrieben:
"Von den 60.000 m² großen Stollen..." = Mehrzahl... ist somit eine größere Anlage gemeint und kein einzelner Stollen.

Aber ich werd´ noch ein wenig wühlen...

Gruß, Chris
Habe auch nochmal gewühlt:

Bei "Rochen" soll es sich um ein 320m langes, 125m breites, mehrgeschossiges Bunkerbauwerk, in halbunterirdischer Bauweise handeln, das für die Skoda Werke vorgesehen war.

Müsste ja heute dort noch zu sehen sein. :D Vileicht schafft es ja mal jemand aus Österreich dort vorbeizuschauen, von hier isses a bissel weit... .
Könnte noch von den slowakischen Streitkräften genutzt werden.
 

SuR

... wie immer keine Zeit ...
Mitarbeiter
#27
Das klingt nach einem Bau wie Weingut I etc, den man selbst als Ruine auch heute noch hervorragend bei google earth und Co. ausmachen kann...
 
#28
Opalgruben...

Es kann sich bei der Stollenanlage "Rochen" in Dubnica nicht um ein (halb oberirdisches) Bauwerk wie "Weingut I" handeln.
Der Bau derartiger Anlagen wurde erst September 1944 begonnen.
Im August 1944 wurde in der Anlage aber schon produziert, die Verlagerung der F.O. begann im März 1944.
Es wurden also vorhandene Stollen adaptiert.
Da passen die Opalgruben in Dubnica mit ihren 300 Stollen und 22 km Länge schon besser.

Gruß, Chris
 
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#29
Ich habe als Sekundärquelle das "Daimler Benz Buch" aus den 80igern.
Ich bin am überprüfen von Primärquellen, vielleicht können wir es ja lösen.
Dauert bloß etwas... . :gruebel
 
#31
cryptus hat geschrieben:
Hallo Chris,
Die Inschrift im Becherboden heist meines Erachtens:
Arthur Galleisty
Breslau
Danke Cryptus,
"Breslau" stimmt tatsächlich!
Und... auf der Webseite über Familienforschung bin ich auf den Namen "Galleisky" gestoßen.
Im Adressbuch 1941 fanden sich dann noch Beruf und (damalige) Adresse.
Vielleicht meldet sich noch jemand, der über das Schicksal des Mannes Bescheid weiß.
Gruß, Chris
 
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H

Harald 41

Guest
#32
Flugmotorenwerk Ostmark ( Restbestände)

Hallo Allerseits:
War heute in Guntramsdorf,und machte einen kleinen Abstecher nach Wiener Neudorf.
Wenn man von Guntramsdorf auf der 17 Bundesstrasse Richtung Wr. Neudorf fährt,und die erste Strasse rechts zwischen Idustriegebiet und Neu Guntramsdorf abbiegt,kann man rechter Hand nach ca.300m Wohnungsneubauten sehen.
Zwischen den Bauten und der Werksstrasse befindet sich ein aufgeschütteter Hügel(verwachsen)
Etwa auf der halben länge befindet sich rechts eine Strasse( Fahrverbot) Richtung Siedlung,
auf dem Gebiet dazwischen kann man noch einige Gebäude-Mauerreste sehen.
Einige Aufnahmen konnte ich noch machen ,wunderte mich aber das es so weit draussen auch noch etwas gab,konnte leider nicht mehr alles ansehen da es schon spät war.

LG Harry
 

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#34
Habe noch ein interessantes Bild gefunden:

Es zeigt im Vordergrund die Anlagen der Firma Isovolta. Die Grundsubstanz der Halle mit der roten Umrandung geht noch auf die Flumo zurück => siehe Pkt. 9 am Übersichtsplan des Werkes! Dies dürfte das einzige Gebäude der ehemaligen Flumo-Werke sein, dass die Zerstörung überlebt hat.

Die gelb umrandeten Flächen zeigen noch Reste der Beton-Bodenplatten einer großen Halle und die Fundamente für die Kesselanlagen der Energiezentrale (Pkt. 5 am Plan).

Leider kann ich das Foto zeitlich nicht zuordnen, die Firma Billa dürfte schon in der langen Halle oberhalb der Betonfläche etabliert gewesen sein, da einige LKW-Hänger mit gelber Plane herumstehen. Am heutigen überbauten Firmenareal von Billa befand sich damals jedenfalls ein Betonsteinwerk...
Hallo Josef,

das rechts von der roten markierung liegende Gebäude, dürfte auch aus dieser Zeit stammen. Dabei scheint es sich um Gebäude 13 auf diesem Plan zu handeln.
http://www.unterirdisch-forum.de/forum/attachment.php?attachmentid=4848&d=1170774557

lg Helmut
 
#35
Hallo Helmut!

Du meinst sicher das Gebäude mit dem sägezahnartigen Dach, dabei handelt es sich um das Objekt 43 - lt. Bezeichnungsliste war das eine Garage für LKW´s.
Es existiert tatsächlich noch (soeben aus dem Fenster geguckt) und liegt genau zwischen Objekt 15 (ehemalige Werksanlagenhalle) und Objekt 16 (ehemaliges Heizkraftwerk).
Ich werde bei Gelegenheit nachfragen, welchen Zweck das Gebäude jetzt hat.

Auf dem Bild von Josef ist der ehemalige Hallenboden der "12er-Halle" (Fertigung von Zylinderköpfen) gelb umrandet.
Der Betonboden ist zwischenzeitlich zur Gänze entfernt worden.
Die ehemalige "13er-Halle" (Fertigung von Kurbelgehäusen) ist komplett überbaut (Abstellplatz der Fa. BILLA) und befand sich
östlich der "12er-Halle" (auf dem Bild von Josef in der rechten, oberen Ecke).

In diesem Zusammenhang ein Foto von heute.
Es zeigt die Rodungsarbeiten für das Erholungsgelände der Fa. ISOVOLTA.
Im Vordergrund, auf dem Areal der jetzt nackten Erdfläche, stand die ehemalige Bauleitung des Flugmotorenwerkes.
Im Hintergrund befindet sich der Erika-Teich und die Fa. ISOVOLTA.
Als Überblick über das gesamte Gelände des ehemaligen Flugmotorenwerkes hier der komplette Plan.

Gruß, Chris
 

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#36
Hallo Chris,

vielen Dank für die Erklärung, bist ein echter FMO Spezialist. :superOK Natürlich hast du völlig Recht, 43 nicht 13, wo hab ich da nur wieder hingeschaut. Ist wirklich ein tolles Forum hier und das in jeder Beziehung!!!!!

lg Helmut
 
F

Familie

Guest
#37
F.O.-Werke Halle 12

Ich habe Ihre Beiträge bezüglich der FO-Werke mit großem Interesse gelesen. Aus den Unterlagen meines Vaters ist ersichtlich, daß er seit Mai 1941 in den Fö-Werken gearbeitet hat und 1943 in der Halle 12, Zylinderblockfertigung, als Betriebsingenieur. Er kam von Junkers Dessau nach Wiener-Neudorf.
- wo kann ich weitere Informationen über die FO-Werke bekommen
- wie lief die Arbeit in der Halle 12 ab
- wo sind die Personalunterlagen
- gibt es noch Kinder, deren Väter auch in den FO-Werken gearbeitet haben
Kann mir einer helfen?
 
#38
Konnte heute ein interessantes Dokument sicherstellen:

Rundschreiben der F.O.W.-Bauleitung/Bauleiter Meissner, aufgrund einer Verfügung vom 16.7.1942,
betreffend Arbeitseinsatz kriegsgefangener und ausländischer Arbeitskräfte.

Gruß, Chris
 

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H

Harald 41

Guest
#39
Hallo;

Waren heute in Guntramsdorf und hatte uns am frühen Nachmittag ein Eis in Laxenburg geholt und bin darauf wieder nach Guntramsdorf zurück gefahren.
Ich bin leider zu spät abgebogen und wollte dann durch das Industriegebiet Wiener Neudorf eine Abkürzung nehmen.
Bog danach links ab,leider ging die Strasse nicht bis Guntramsdorf durch,folgte dem Strassenlauf der links Richtung A2 führte und dann wieder eine kehre Richtung B17 machte .
Ganz versunken in Gedanken riss es mich auf einmal als rechts neben der Strasse zwei Wachbunker standen.
Den ersten konnte ich auch von innen Fotografieren,beim zweiten wollte ich allen den Dreck darinn ersparen.
Meine Frage kennt die jemand,dacht mir ausser die alten reste bei der neuen Siedlung und in der Gedenkstätte gibt es dort nichts mehr.:fragend

LG Harry


PS: Die Bilder sind nicht gerade schön,da ich nur mein Handy dabei hatte.
 

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H

Harald 41

Guest
#40
Hallo;
Hatte heute ein Gespräch mit einer guten bekannten in Guntramsdorf,die in den 70er Jahren in Mödling wohnte. Sie erzählte mir das es damals während drei Nächten hintereinander zu Sprengungen kam im heutigen Industriegebiet(Wiener Neudorf).
Und zwar wo heute von der A2 die Abfahrt zur B17 verläuft,dass war damals so eine Nacht und Nebel Aktion ohne Vorwarnung,sie sagte mir noch das sie damals ihren Mann aufweckte weil sie glaubte es gäbe ein Erdbeben.
Wie Sie später erfuhr wurden die restlichen Gebäude des Flugzeugwerkes gesprengt um Platz für die Autobahnabfahrt zu machen.

LG Harry

PS: Die Explosionen waren so heftig,dass in Mödling die Scheiben dröhnten.
 
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