#21
Hallo erstmal mein Name ist Christoph und ich bin derzeit in Pöchlarn wohnhaft.

Da ich noch aus ner Generation stamme die mehr draußen unterwegs war, hab ich auch schon ein, zwei Dinge gesehen die es in Erlauf, Pöchlarn, Melk Umgebung so gibt :)

Mein Frage bezieht sich auch auf ne Gegend bei Melk in Sichtweite des Wachbergs mit ähnlicher Beschaffenheit wie dieser. Und zwar ist der Wald auf dieser Erhebung mit ,meiner Meinung nach, Bombenkratern übersät. Der Frontverlauf lief aber doch schon n ganzes Stück weiter östlich. Wie kommen nun diese ganzen Bombenkrater dahin? Fehlbombardierungen durch hohe Verwechslungsgefahr mit dem Wachberg? Irgendetwas muss es auf dem Hügel gegeben haben wie ein Denkmal vor Ort anmerkt. (siehe Anhang)
 

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josef

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#22
Hallo Christoph,
zuerst einmal ein herzliches Willkommen im Forum!

Lt. Deiner Beschreibung muss es sich um die Gegend SW vom Wachberg/Roggendorf => Großraum bzw. Vorberge zum Hiesberg handeln.

Über "gezielte" Bobardierungen dort ist mir nichts bekannt, kann sich um Fehl- bzw. Notabwürfe handeln...

Jedenfalls wurden dort sicher zu Kriegsende, wie fast überall westlich der Front, Verteidigungsstellungen gegen die ostwärts liegenden Russen errichtet. Das waren keine großartigen Anlagen, meistens nur vom örtlichen Volkssturm und der zwangsverpflichteten Bevölkerung schnell, an für die Verteidigung geeigneten Stellen, ausgehobene Gräben usw, ... Zu einer richtigen Frontbildung mit Abwehrkampf kam es in diesem Raum nicht. Die am 08.05.1945 zurückweichenden deutschen Verbände wollten nur rasch die Ennslinie erreichen, um sich den Amis zu ergeben... Natürlich kam es da und dort zu "Nachhutgfechten" mit den nachrückenden Russen. Bei diesem Rückzug blieb natürlich auch jede Menge Munition liegen...

lg
josef
 
#23
....Funde...

Hallo an Alle!

war Heute Nähe Oberwölbing im Wald unterwegs und habe sonderbar gesondelt... außer dem Taschenmesser des örtlichen Jägers bzw. eines Schwammerlsuchers habe ich dort gar nix gefunden... über einen meldbaren Fund hätte ich mich schon fast gefreut...lol

Frage in die Runde: waren die Waldgrenzen damals, wie Heute oder verliefen die Stellungen höher? Vielleicht jenseits des Wildgitters...
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#24
war Heute Nähe Oberwölbing im Wald unterwegs und habe sonderbar gesondelt... :fragend

Frage in die Runde: waren die Waldgrenzen damals, wie Heute ...
Lt. meinen Infos bzw. Recherchen gibt es im Raum Karlstetten - Ober-u.Unterwölbling - Kuffern - Maria Elend usw. keine größeren Veränderungen zu damals!

Und noch etwas: "Sonderbares und auch normales" Sondeln löst bei den Forstverwaltungen Göttweig, Landersdorf, Walpersdorf usw. sowie bei den privaten Forstwirten der Region mit Sicherheit keine Freude aus!!!

lg
josef
 
#25
...sonderbar

...war als Wortspiel gedacht...

habe jedes Loch vorbildlich geschlossen und sogar wieder belaubt. Jedes Wildschwein erzeugt mehr Aufsehen!

Danke für die Info bzgl. der Sekundärvegetation.
 
E

Earthwatch

Guest
#26
Falls es noch aktuell ist:

Südlich, in "einem Wald nahe Phyra war ein Munitionslager. Ich war in der Nähe mal für 1 Jahr zuhause, Arbeitskollegen von dort berichteten mir von ihren jugendlichen LEICHTSINNIGEN Streifzügen in der Gegend.

Es gibt dort einen Flecken im Wald, in dem noch Reste der Anlage stehen NUR: Dieser Bereich ist selbst dort als SPERRGEBIET ausgezeichnet. Man kann aber entlang der Wege um dieses Gebiet bei genauer Betrachtung einige Überreste ausmachen, wenn man sich mit dem Betrachten alleine zufrieden gibt ein "schönes" Stück Zeitgeschichte.

Bei Interesse kann ich die Koords per PM zur Verfügung stellen, sind aber mit ein wenig Recherche auch online bzw. über Google Earth zu finden.

Nochmals: meinen Recherchen nach ist dieses Gebiet aus wirtschaftlciher Sicht nach wie vor Sperrgebiet...und ab und zu hat es schon einen Sinn, wenn auf einem Schild "Lebensgefahr" steht...ich für meine Verhältnisse hab mich mit Spaziergängen mit einem Fernglass zufrieden gegeben...und so sollten es alle anderen tun, die NICHT beim Entminungsdienst sind oder auch morgen noch in diesem Forum BEIDHÄNDIG schreiben wollen.
 
#27
Sehr makaber!

Hatte Heute die Gelegenheit im Dunkelsteiner Wald mich umzusehen und fand unter anderem dieses Kreuz, neben dem noch scharfe Granatspitzen liegen.

wie auch in der restlichen Gegend!

lg M.
 

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#29
Text

Nessener Johann
verunglückt 2.3.1946
im 17. Lebensjahr


bei der Menge an Munition (Wurfgranaten, 8,8er, Gewehrgranaten,etc.), die Heute noch sichtbar herumliegen, wundert es mich, dass dort nicht mehr Kreuze stehen.

Betrifft ein Areal von ca. 2-3 ha.

Daraus ergibt sich ein moralisches Dilemma!

Melde ich es und es muß alles entsorgt werden, blutet sich der Waldeigentümer aus.
Melde ich es nicht und es verunglückt jemand, mache ich mir den Vorwurf, dass ich es nicht gemeldet habe.

Was tun sprach Zeus!!!!

lg M.
 
#32
Verseuchter Wald..

Nessener Johann
verunglückt 2.3.1946
im 17. Lebensjahr


bei der Menge an Munition (Wurfgranaten, 8,8er, Gewehrgranaten,etc.), die Heute noch sichtbar herumliegen, wundert es mich, dass dort nicht mehr Kreuze stehen.

Betrifft ein Areal von ca. 2-3 ha.

Daraus ergibt sich ein moralisches Dilemma!

Melde ich es und es muß alles entsorgt werden, blutet sich der Waldeigentümer aus.
Melde ich es nicht und es verunglückt jemand, mache ich mir den Vorwurf, dass ich es nicht gemeldet habe.

Was tun sprach Zeus!!!!

lg M.
Entsorgung kostet normal nichts!!
Aber jedenfalls gibt es in der gegend einige Wälder in denen der Boden regelrecht verseucht ist,diese dürften jene sein die josef gemeint hat.
Es wurde alles auf einen haufen(oder mehrere)geschüttet und dann untersprengt.das heisst alles gleichmässig in der Botanik verteilt....
Ist aber Amtsbekannt!!!
Teilweise liegen Granaten auf den Wegen,und sogar die Traktoren fahren drüber.Es stimmt,eigentlich ein Wunder das ned mehr passiert...
Hab mal,nachdem ich bei einem Spaziergang eine etwas grössere Granate(Gute 40 cm lang,kaliber min 10-12cm) am Wegrand liegen sah,einen
Gendarmen angerufen.Der aber nur meinte,nana das passt so,das wird so gesammelt,und dann abgeholt..
Aber wie ich immer sag,Finger davon lassen!!!
lg Adi
 

josef

Administrator
Mitarbeiter
#33
Dunkelstein 625m

Heute kurze Wanderung von Lauterbach zum “Dunkelstein”:
Der “Dunkelstein” ist mit 625 m die höchste Erhebung des südlichen Dunkelsteinerwaldes. 1931 wurde nahe dem Gipfel ein 22 m hoher Stahlgerüstturm für Vermessungszwecke errichtet. Als 1945 in den letzten 3 Kriegswochen die Front einige Kilometer östlich bzw. südöstlich des Dunkelsteins zum Stillstand kam, wurde der Mast von deutschen Einheiten gesprengt. Grund der Sprengung soll angeblich das “Auslöschen eines optischen Fixpunktes zum Einmessen der sowjetischen Artillerie” gewesen sein. Soweit die Erzählungen von Zeitzeugen aus Hafnerbach. Nicht bestätigt sind auch Gerüchte über die Nutzung des Turmes für eine Funkstation des ca. 7 km südlich des Gipfels gelegenen Fliegerhorstes Markersdorf. Jedenfalls sind noch 2 kurze Reste von abgesprengten Eckstützen des Turmes vorhanden.

1. Gipfelkreuz des “Dunkelsteins” (625 m)
2. Bild des 22 m hohen Turmes (1931-Anfang 1945) – von einer Info-Tafel neben dem Gipfelkreuz
3. …Gipfelbereich
4. Rest eines gesprengten Eckstiels des Turmes
5. Der 2. Restliche Eckstiel
6. Blick nach NW zum ca. 16 km entfernten, um 335 m höheren, Gipfel des Jauerlings.
 

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T

travelmate

Guest
#34
die beste Auskunft zum Dunkelsteinerwald kann "Josef Stern" geben.

Ich hab einige Bücher von Ihm, welches sich auf das Römische Reich bezieht, erworben.

Stern scheint schon um die 75 zu sein, ist allerdings ein sehr netter Mann und dürfte einiges mitgemacht haben.
 
#38
Frontverlauf Dunkelsteinerwald

Südlich des Dunkelsteinerwaldes wird im Moment die Gasleitung Westschiene verlegt. In diesem Zuge wurde soeben ein Minenfeld zwischen St. Pölten und Karlstetten geräumt.
Auch viele sonstige Kriegsreligte wurden bereits gefunden und geborgen.
 
#39
Hallo

?Das es in Niederösterreich bis heute ein Minenfeld aus dem 2wk gegeben hat is ja kaum vorstellbar...kenne sowas nur vom urlaub in Kroatien...

Weis man eventuell bescheid ob es in der nähe noch mehr davon gibt, und ist auch bekannt wie dieses bisher abgesichert worden ist..?

mfg
 
#40
Hallo

?Das es in Niederösterreich bis heute ein Minenfeld aus dem 2wk gegeben hat is ja kaum vorstellbar...kenne sowas nur vom urlaub in Kroatien...

Weis man eventuell bescheid ob es in der nähe noch mehr davon gibt, und ist auch bekannt wie dieses bisher abgesichert worden ist..?

mfg
 
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