josef

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#1
In der SO-Ecke des Flugplatzes WN-West sind noch einige pyramidenförmige LS-Bunker vorhanden. Die Eingänge, eher "Einstiege", wurden mit Beton verschlossen.

Meine Frage an die Experten: War diese Bauform ein Regel-, Typen-, System-, Serien- oder sonstiger Bau oder handelt es sich hier um eine einmalige Sonderbauform?

lg
josef
 

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josef

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#2
Auch im Bereich der SW-Seite des Platzes, heute ungefähr Standort der Trainingsanlagen (Sprungturm usw.) des Jagdkommandos, gab es einen solchen Bunker. Dieser ist auf einem alten Foto des ehemaligen "Flugleitungsgebäudes mit Startturm", das an dieser Stelle stand, ersichtlich...

Das Winterfoto zeigt das nach Bombenschäden durch die sowjetischen Besatzer notdürftig instandgesetzte Gebäude und einen pyramidenförmigen LS-Bunker (ca. 1954-55).
 

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josef

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#4
M.E. muss der Bunker auch in die Tiefe gehen, da sich der erkennbare, mit Beton verschlossene Zugang am abgeflachten Übergang zum Boden befindet. Darum auch mein Hinweis
Die Eingänge, eher "Einstiege"...
Dürften Stufen abwärts ins Innere geführt haben, da ja die Höhe für einen "normalen" Eingang zu niedrig ist.
 

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#5
@Josef

Sicher kein Regelbau.
Sonstige Bestimmung leider schwierig, da man nicht weis wie die Bunker innen aussehen. Etwas irritieren mich die relativ großen eckigen "Fenster?"

Normalerweise würde ich auf Brandwachbunker schließen, aber die standen immer alleine nie mehrere beieinander. Daher könnte es sich um eine Splitterschutzzelle handeln welche teilweise eingegraben und anschließend, zwecks Verstärkung, mit dieser Pyramide ummantelt wurde.
Wie auch immer, sicherlich handelt es sich aber um eine individuelle Lösung.

lg

cerberus9
 

Andreas

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#6
Pyramidenabgang

Hallo allseits,

ich war seinerzeit beim Jagdkommando als Sonderfernmelder stationiert und schon damals vielen mir diese Pyramidenartigen Abgänge etc. auf, generell ist das Gebiet um die Flugfeldkaserne, Panzergaragen und das GEK Gelände sehr interessant.

So weit ich mich erinnern kann gab es dort (von Nord Panzergarage bis Süd Segeflugschule):

*) Zwei Pyramidenabgänge am Rand neben Straße, nur mehr viereckige Fundamente mit zubetonierten Abgängen.

*) Noch zwei Pyramiden gleichen Typs aber gut erhalten neben der Garage, Flugfeldseite neben Erdhügel. Eine davon zugemüllt, die zweite sogar mit alter Stacheldrahtumzäunung, Eisentüre und alten Blitzableiter.
Diese ist auch die einzige welche zugänglich war, im inneren des oberirdischen Teils befindet sich eine Zwischendecke wahrscheinlich für eine Beobachtungsstelle da dort auch die Scharten sind. Nach unten konnte man eine 2m breite zweimal abbiegende Betontreppe ca. 20m in die Tiefe gehen, danach 10m langer Gang und am Ende leider die Decke gesprengt so das Schotter immer nachkommt.

*) Zwischen Garage und Tower (Grenzzaun der Garage geht darüber), ein beidseitiger Abgang (auf beiden Seiten zugemauert und wieder eine Pyramide gleicher Bauform (zu).

*) Zwischen Flugfeld und Garage eine kleine Beobachtungsstelle (kleine Pyramide)

*) Im Flugfeldkasernengelände, wieder eine größe Pyramide mit Abgang aber unten wieder verschüttet.
Angeblich wurde in den Siebzigern einmal versucht (Kasernenleitung) den verschütteten Gang Freizulegen, welches aber scheiterte (siehe oben)
Dann gab es noch einen kleinen U-Bunker welcher aus drei kleineren Räumen bestand, verwendeten wir als Lageraum.
Und noch ein zweites P. Fundament mit zubetoniertem Abgang.

Also meines Erachtens liegt die Vermutung nahe das dieses Gebiet Unterirdisch vernetzt ist, eine mögliche Verwendung könnte die Lagerung der Munition zum Erstausrüsten der Flieger von den WFMW sein. Auch eine möglich U-Verbindung zum Theriesenfeld wäre möglich.

Habe es bis heute leider nicht geschafft mehr Infos zu bekommen, die Archive in Wr. Neustadt sind nicht sehr auskunftsfreudig bei Themen um den zweiten Weltkrieg und auch in der Bevölkerung herrscht die Einstellung des vergessens. Was ja nicht verwunderlich ist bei der Geschichte dieser Stadt.

In der Umgebung gibt es einige Objekte welche Rätsel darstellen, so gibt es z.B. bei der Gegenüberliegenden Pulverfabrik große Bunker mit Eigenwilliger Bauform welche gesprengt wurden oder Gebäudefundamente mit zwei Lastenaufzugschächten in die Tiefe?


!!ACHTUNG!!
Diese Gebiete werden permanent Beobachtet, da sich dort zwei sehr heikle Anlagen befinden.
Weiters sind die meisten Areale militärisches Sperrgebiet.
Und keinesfalls im Boden rumbudeln, Wr. Neustadt ist Munverseuchtes Gebiet (über 30.000 Granaten etc;...) und zwar von den Dingern die man besser nicht anfasst (Blindgänger, Gelbkreuz-Giftgas, usw.), habe seinerzeit mehrere male den Entminungsdiest kommen lassen müssen.

Auf Euer feedback freuend
Andreas
 

josef

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#7
Hallo Andreas,
besten Dank für Deine Darstellungen!
Die Betonpyramiden dürften demnach die Eingangsbauwerke zu unterirdischen LS-Anlagen gewesen sein. Wenn Du von ca. 20 m Tiefe schreibst, waren es dann jedenfalls keine "LS-Deckungsgräben", da diese normalerweise nahe der Erdoberfläche mit geringer Überdeckung verliefen...
Also meines Erachtens liegt die Vermutung nahe das dieses Gebiet Unterirdisch vernetzt ist, eine mögliche Verwendung könnte die Lagerung der Munition zum Erstausrüsten der Flieger von den WFMW sein. Auch eine möglich U-Verbindung zum Theriesenfeld wäre möglich.
Eine Vernetzung im Bereich Flugfeldgelände könnte es gegeben haben (Notausstiege usw. ...), will ich aber nicht weiter kommentieren, sonst kommen wir ins Reich der Spekulationen... wir wollen ja "Fakten" klären. Verwendung als Mun-Lagerbunker halte ich wegen der Situierung der Pyramiden im Bereich des verbauten Geländestreifens am SO/SW-Rand des Platzes (Garagen, Heizwerk, Kasernengebäude, Großhangars, Flugleitung usw.) für nicht richtig. Die bei den WNF fertiggestellten Flugzeuge wurden von der Luftwaffe direkt am Werksflugplatz (Flugplatz WN-Ost) und nicht am Fliegerhorst (WN-West) übernommen. Das Mun-Lager für die am Platz liegenden Einheiten befand sich am W-Rand, im Grenzbereich zum Luftpark. Wobei der Luftpark eigene Mun-Lagerstätten hatte.

An der SW und W Seite des Platzes finden hunderte von Panzerigel der ehemaligen Sperrtruppen ihr "Ausgedinge". Diese dienen dort auf mehreren Kilometer Länge als Platzabgrenzung entlang der "Straße der Gendamerie" zwischen militärischen Teil des Flugfeldes und Sperrgebiet des Innenministeriums mit der Zentrale des GEK (Cobra). Siehe dazu auch Hinweis von @Andreas:
ACHTUNG! Diese Gebiete werden permanent Beobachtet...Weiters sind die meisten Areale militärisches Sperrgebiet
=> Mehrfachzäune mit permanenter elektronischer Überwachung usw. ...
Und keinesfalls im Boden rumbudeln, Wr. Neustadt ist Munverseuchtes Gebiet (über 30.000 Granaten etc;...) und zwar von den Dingern die man besser nicht anfasst (Blindgänger, Gelbkreuz-Giftgas, usw.), habe seinerzeit mehrere male den Entminungsdiest kommen lassen müssen.
Soweit mir bekannt, sind die gefährlichen Giftgas-Granaten schon seit Jahren geborgen und in gesicherten Spezialbunkern im Sperrgebiet Groß Mittel gelagert.

lg
josef
 
#8
hmm... voriges jahr war mindestens einer von den beiden offen, bin aber die stiegen nicht runter (hatte keine lampe mit)
...muss ich direkt nochmal nachschauen, arbeite ja gleich in der nähe davon
 

Andreas

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#9
Hallo,

Wenn Du von ca. 20 m Tiefe schreibst, waren es dann jedenfalls keine "LS-Deckungsgräben", da diese normalerweise nahe der Erdoberfläche mit geringer Überdeckung verliefen...

:qualmer Das ist es ja, warum der Aufwand? Was gab es schon in der Nähe ein paar Hangars, Tower und die Arbeitersiedlung.

Verwendung als Mun-Lagerbunker halte ich wegen der Situierung der Pyramiden im Bereich des verbauten Geländestreifens am SO/SW-Rand des Platzes (Garagen, Heizwerk, Kasernengebäude, Großhangars, Flugleitung usw.) für nicht richtig.

Wäre auch etwas Mühsam, die Munition aus der Tiefe zu holen, allerdings hält sich weiter ein hartnäckiges Gerücht, das unter dem Erdhügel (wenn noch vorhanden, war schon sehr lange nicht mehr vor Ort) bei der Garage ein größerer Abgang war.

Soweit mir bekannt, sind die gefährlichen Giftgas-Granaten schon seit Jahren geborgen und in gesicherten Spezialbunkern im Sperrgebiet Groß Mittel gelagert.

Stimmt, aber Garantie wird Dir sicher niemand geben und Glaube mir es liegen noch einige Problemfälle in der Gegend, welche sich erst in Jahrzehnten auswirken könnten- vorallem fürs Grundwasser.

Gibt es denn keine Quellen, alte Fotos, etc; von diesen Gebiet?
Welche Einheiten waren dort stationiert?
Google bietet leider nur niedrige Auflösung.

lg
Andreas
 

josef

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#11
@Andreas schrieb betreffend unterirdischer LS-Bunker:
...warum der Aufwand? Was gab es schon in der Nähe ein paar Hangars, Tower und die Arbeitersiedlung
An der SW, S und SO Seite des Flugfeldes gab es folgende größere Baulichkeiten:

Im Süden – Mittelteil:
Mehrstöckige Bauten der adaptierten alten „Fliegerkaserne“ aus der Monarchie => belegt von der Flugzeugführerschule
Gebäude Flugplatzkommando mit Flugleitung und Tower (damals „Startturm“)

Anschließend und im Bogen nach SW:
7 kleine Hangars
Diverse Baracken und Lagergebäude

Vom Mittelteil anschließend und nach SO:
Nochmals Garagen und Lagergebäude

Der Fliegerkaserne nach N Richtung Flugfeld vorgelagert:
3 große Hangars und große Werfthalle mit befestigtem (Beton) Vorfeld

In diesem Bereich befinden/befanden sich auch die Bunkerpyramiden und ich denke schon, dass da sehr wohl LS - Bauten mit einiger Kapazität gebraucht wurden.
Der Großteil dieser Bauten wurde durch Bombenangriffe zerstört bzw. bei der Aufgabe des Flugplatzes zu Kriegsende von den abziehenden Deutschen gesprengt. Einige Ruinen wurden von den russischen Besatzern provisorisch hergerichtet und nach 1955 vom ÖBH geschliffen.

Vom ÖBH wiederhergestellt und renoviert wurden der Eingangsbereich mit Torhaus und ein Gebäuderest der ehemaligen Fliegerkaserne. Auf letztgenannten Bauwerk wurde der neue Tower aufgesetzt. Ob noch einige weitere Nebengebäude im Bereich des heutigen Jagdkommandostandortes von damals stammen, kann ich nicht sagen, das Gleiche gilt für die heutigen Panzergaragen im SO-Teil des Geländes. Interessant ist noch der bereits in der Zwischenkriegszeit erfolgte Umbau des ehemaligen Kesselhauses bzw. Heizwerkes der alten Kaserne zu einer Kirche, der Kamin wurde zum Kirchturm!
Gibt es denn keine Quellen, alte Fotos, etc; von diesen Gebiet?
http://www.intermap1.noel.gv.at/webgisatlas/(S(ailky345xv3cirqpuc2rhz2z))/init.aspx
Welche Einheiten waren dort stationiert?
Jede Menge! Grundsätzlich wurde das riesige Areal wie folgt genützt:

Südteil mit der alten „Fliegerkaserne“ und den Hangars (3 Großhangars,7 kleine Hangars und Werfthangar) , heutiger Bereich Jagdkommando bis zu den Panzergaragen => Flugzeugführerschule “FFS C 8“

Westbereich, heute Nordende GEK-Gelände und anschliessend (4 große Hangars) => verschiedenste Einsatzverbände

Nordwest-Ende des Platzes Bereich Wöllersdorf (3 Hallen und großer Werfthangar) => Werft 1/XVII
Westlich des Flugfeldes, ehemalige „Wöllersdorfer Werke“ => Luftpark 1/XVII Wiener Neustadt
http://www.geheimprojekte.at/flugplatz_luftpark_wr-neustadt.html

Habe noch ein paar Bilder im „Industrieviertelmuseum“ WN fotografiert, muss sie aber noch ein wenig nachbearbeiten, auch einiges über WN in „Papierform“ wartet noch auf Aufarbeitung…

Lg
josef
 
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Andreas

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#12
Vielen Dank für die Infos!

Die Tiefe entspricht aber nicht der Norm für Luftschutz oder? Bei den WNF gab es meistens nur ein paar Meter Erdreich bzw. Schotter als Deckschicht:qualmer

Gibt es Pläne zu solchen U-Anlagen?

Auf dem Areal der WNF waren vor ca. 17 Jahren noch halbeingegrabene und mit Erdreich überdeckte Mannschaftsräume zugänglich (wie ein kleine Labyrinth), eventuell Objekt "D Luftschutzgräben"

Und es gab vereinzelte Abgänge in größere Tiefe welche aber mit Erdreich in einigen Metern zu waren.
Weiss jemand wofür diese geplant waren? (Foto2)

Grüße
Andreas
 

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josef

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#13
WN - Bereich Flugplatz West/Luftpark

Habe mich ein wenig in der Literatur umgesehen bzw. begonnen, meine Neuerwerbung zu WN von

Markus Reisner "Bomben auf Wiener Neustadt", ISBN-10: 3-20000649-8

durchzuarbeiten, da dürfte auch die Lösung zu den "Pyramidenbunkern" beschrieben sein..., dazu aber später, das Werk umfasst mehr als 1.000 Seiten!

Vorerst einmal ein Versuch anhand einer alten Karte die wichtigsten Abschnitte des riesigen Geländes darzustellen:
 

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#14
OL Karte vom GÜPL Wiener Neustadt

Hat zwar nichts mit den Pyramiden zu tun, aber von einem Bereich von Josefs Karte gibt es auch eine moderne absolut genau erstellte Karte im Maßstab 1:7500 .

Vom Wiener Neustädter Orientierungslaufverein wurde vom Bereich des GÜPLs und des anschließenden Pumpererwäldles eine Mountainbikeorientierungslaufkarte erstellt.

Scheinbar gab es dabei eine Ausnahmegenehmigung für das Betreten.
Für alle Anderen: Das meiste des in der Karte dargestellten Gebietes ist militärisches Sperrgebiet, und daher für jedermenn BETRETEN VERBOTEN!!!
Lediglich der Wald darf betreten werden. (Bis aufs Cobra Gelände, aber da kommt eh keiner rein.)

Ach ja und jetzt das wichtigste:
Die Karte ist im Internet verfügbar (in einem Tool, wo die Wettkämpfer ihre Routen eintragen können):
http://www.hsvwrn-ol.at/cgi-bin/routegadget/cgi-bin/reitti.cgi?act=map&id=11&kieli=

lg
Beobachter
 

josef

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#15
Luftpark WN

Noch ein Foto von einem Bild aus dem "Industrieviertelmuseum" WN:

Ausschnitt des Luftparkgeländes im W des Fliegerhorstes WN. Die Anlagen stammen von den ehemaligen, nach 1918 stillgelegten, "Wöllersdorfer Werken". Die Aufnahmerichtung ist in etwa nach S, in der rechten unteren Ecke der Bf. Wöllersdorf-Feuerwerksanstalt. Der Flugplatz befindet sich außerhalb der linken oberen Ecke. Leider ist die Aufnahme ohne Datum, dürfte jedoch vor 1940 stammen, da zwischen 1938 und 40 einige nicht gebrauchte Schornsteine wegen der Flugsicherheit gesprengt wurden. Heute noch erhalten ist der halbkreisförmige Bau in Bildmitte. Er wurde renoviert und dient als Verwaltungsgebäude der MABA-Betonfertigteilwerke.
 

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josef

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#16
Zweck der Beton-Pyramiden geklärt!

Habe nun eine Erklärung für die pyramidenförmigen LS-Bautern gefunden:

Dazu ein Textauszug aus

Markus Reisner: "Bomben auf Wiener Neustadt“ , Seite 60:

Im Vorfeld der großen Hangars und den dortigen betonierten Roll- und Abstellflächen, sowie im Raum der zuvor erwähnten kleinen Hangars südwestlich davon, wurden mehrere unterirdische Treibstoffdepots errichtet. Die verschiedenen in der Luftwaffe vorhandenen Flugzeugtypen und Motoren benötigten Treibstoffe mit unterschiedlicher Oktanzahl.. Bei den Treibstoffdepots handelte es sich jeweils um zwei parallel nebeneinander angelegte unterirdische Tunnels von je ca. 6 m Länge und 3 m Höhe, die durch eine Öffnung miteinander verbunden waren. Über eine Luke konnte der Treib- bzw. Betriebsstoff eingefüllt bzw. entnommen werden. Weiße Markierungen am unteren Rand der Tunnels zeigten an, wenn sich der Tank geleert hatte. Zum Teil wurden die Eingänge zu diesen Anlagen ab 1943 mit Betonpyramiden gesichert. Die Schrägstellung der Pyramidenwände sollte das Abprallen der Bomben bewirken und so eine Zerstörung des Depots verhindern.
Soweit zur Verwendung/Funktion der Betonpyramiden.

lg
josef
 

Andreas

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#17
Treibstoffdepot Pyramiden?

Also auf die zwei Pyramiden neben der heutigen Panzergarage, trifft das sicher nicht zu, da die Beschreibung einfach nicht passt (Luke), da sich in diesen ein mehrfach die Richtung ändernder Abgang mit Betonierter Treppe befindet. Weiters sah ich damals keinerlei Befestigungen für Rohrleitungen etc. also müßten Sie eine andere funktion gehabt haben.:qualmer

Weiters gibt es Heute auch noch Betankungsmöglichkeiten am Rollfeld und ich denke das dies die beschriebenen sind und weiterhin genutzt werden.

Grüße
Andreas
 

josef

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#18
Also auf die zwei Pyramiden neben der heutigen Panzergarage, trifft das sicher nicht zu, da die Beschreibung einfach nicht passt (Luke), da sich in diesen ein mehrfach die Richtung ändernder Abgang mit Betonierter Treppe befindet. Weiters sah ich damals keinerlei Befestigungen für Rohrleitungen etc. also müßten Sie eine andere funktion gehabt haben
Ich kann mir das schon vorstellen, Reisner schreibt ja von den „Eingängen zu den Anlagen“ => also die „Stiegenabgänge“ zu den unterirdischen Tanks. Die „Luken“ mit den Einrichtungen mit den Füllstutzen der Tanks bzw. die Leitungen mit Pumpeinrichtung zur Betankung der Luftfahrzeuge waren demnach in eigenen, den Tanks bzw. Pyramiden vorgelagerten Schächten (=> Luken) in Richtung Flugfeld untergebracht! Diese Schächte mit den verrohrten Füll- und Zapfstellen sind sicher den Zerstörungen zum Opfer gefallen und zugeschüttet...wie auch die Stiegenabgänge zu den Tanks ab einer gewissen Tiefe. Für diese Theorie mit separaten „Tankluken/Schächten“ spricht auch die verschlossene Einstiegsöffnung in den Pyramiden-Bunker, welche sich auf der dem Flugfeld abgewandten Seite des Bauwerkes befindet.

So meine in aller Eile wiedergegebene theoretische Erklärung/Meinung als Ergänzung der Zeilen von Reisner. Ich bin natürlich für jede weitere sachliche Diskussion zum Thema offen...

Lg
josef
 
#19
*) Noch zwei Pyramiden ...
Eine davon zugemüllt, die zweite sogar mit alter Stacheldrahtumzäunung, Eisentüre und alten Blitzableiter.
Selten wurden solch kleine Bunker mit BLITZABLEITER ausgestattet.

Bei Tank- bzw. Treibstoffanlagen sah es da schon anders aus ...


Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, das zumindest einige dieser
"Pyramiden" zu einem Betankungssystem der WNF gehörten!

Gibt es ähnliche Bauten auf anderen Flugplätzen bzw. Fertigungsstätten in Europa ?

LG
kennyG
 
H

Harald 41

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#20
Habe noch ein paar Bilder vom WNF oder was heute noch davon übrig ist.
Zu sehen sind noch reste der Piste und der Hangers (nur mehr Schutthaufen)
und einige Grundrisse.
Hatte gestern etwa 5 Stunden Zeit um mir die Gegen anzusehen, würde sich nicht einmahl in zwei Tagen ausgehen aber sehr interessant

LG Harry:)
 

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