josef

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#44
WN: Kurioses aus der Besatzungszeit

Im Buch von
E. Pitsch; „Die Fliegerhorste des Bundesheeres – In Krieg und Frieden“; Wien 1982, fand ich noch eine Anekdote aus der Besatzungszeit ( Zusammenfassung von S. 134):

Den Luftstreitkräften der sowjetischen Besatzungsmacht stand in Wiener Neustadt nur ein intakter Hangar für Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an Flugzeugen zur Verfügung. Dies war der sogenannte „Amme-Luther-Seckt Hangar“ in der NW-Ecke des ehemaligen WNF-Werkflugplatzes , heute Flugplatz WN-Ost. Dadurch mussten die am Fliegerhorst (WN-West) stationierten russischen Flugzeuge am „Landweg“ über das Straßennetz zwischen den beiden Örtlichkeiten transportiert werden. So schoben eines Tages Soldaten des Bodenpersonals eine flugunklare MIG-15 händisch zu den Werftanlagen. Dabei musste auch die Südbahnstrecke überquert werden. Die sowjetischen Luftwaffensoldaten bemerkten einen Triebwagenschnellzug zu spät und es kam auf der Eisenbahnkreuzung zu einem Zusammenstoß der Zugsgarnitur mit der MIG-15. Über Datum und genaueren Details wird nichts berichtet…

lg
josef
 
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marcel

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#45
Die zwei Spitzbunker die du beschrieben hast sind Notausgänge der Unterirdischen Fabik.
Diese Anlage wurde nach dem Krieg komplett vermint und teilweise mit Wasser gefüllt.
Versuche des heutigen Bundesheeres diese Anlage zu erkunden gab man wegen der darin
befindlichen Altlasten auf.
Es wurden sogar Taucher eingesetzt die berichteten das sich noch Heute darin Flugzeuge,Fahrzeuge usw, darin befinden.
Laut gewissen Personen hat die Anlage seit dem Krieg keiner mehr vollständig erkundet.
 
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marcel

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#46
Hier ein paar Fotos.....

3. Foto gelöscht, zeigte Ausschnitt aus aktiver Kasernenanlage/Übungsanlage des Jagdkommandos!

josef
 

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marcel

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#48
Der ist schon vorbei da liegst du richtig!
Aber habe mich mit mehreren unabhängigen Personen unabhängig darüber ausführlich unterhalten
die mir alle die selbe Auskunft gaben!
Nicht Umsonst hängen an den Spitzbunkern oder wie man sie nennen möchte Sprengtafeln!
Lg.
 

josef

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#49
@marcel schrieb:
Die zwei Spitzbunker die du beschrieben hast sind Notausgänge der Unterirdischen Fabik.
Am Flpl. WN-West bzw. Fliegerhorst war nie eine unterirdische Fabrik!
Es wurden sogar Taucher eingesetzt die berichteten das sich noch Heute darin Flugzeuge,Fahrzeuge usw, darin befinden.
Ja genau, in der 7. Etage, hinten links, ist in wasserdichten Behältern das Bernsteinzimmer gelagert :D
Aber habe mich mit mehreren unabhängigen Personen unabhängig darüber ausführlich unterhalten die mir alle die selbe Auskunft gaben!
Nicht Umsonst hängen an den Spitzbunkern oder wie man sie nennen möchte Sprengtafeln!
Was ist eine Sprengtafel? Am Foto sehe ich ein Schild "Sperrbereich"... Kann mehrere Gründe haben, Altlasten wie du schreibst, dass z.B. in den ehemaligen Tanks für Flugtreibstoff die da unten waren, zu Kriegsende oder von den Russen Munition "entsorgt" wurde, dass vom ÖBH welche in diesem Bereich gelagert wurde usw. . Oder die ehemaligen Tankkammern dienten oder dienen zur Lagerung sonst irgend welcher Materialien, die nicht für jedermanns Augen bestimmt sind.

Das 3. Foto aus Beitrag #47 habe ich gelöscht! Zeigte Ausschnitt vom Übungsgelände des Jagdkommandos in der Flugfeldkaserne WN!

lg
josef
 
#50
Wie sollen bitte Fahrzeuge und Flugzeuge da rein bzw. wieder raus gekommen sein. Wo sind diese großen Eingänge bzw. Rampen. Es gibt im ganzen Gelände nicht ein Anzeichen für eine solche (nicht einmal zugeschüttete) Öffnung.
Das sind ganz normale gedeckte Zugänge zu Stollen- oder Gängen, aber sicher keine U-Fabrik. Dort wurde auch nichts produziert.

Die Warntafel hängt nach meinem Wissen an einem einzigen dieser Spitzbunker.
Diese Tafeln hängen auch an Mun-Lagern. Müssen also nicht zwingend was mit Sprengstoff zu tun haben.

Ich habe auch schon öffters mit ehem Soldaten darüber gesprochen. Habe viele (teils tolle) Versionen gehört. Ein paar sind nach eigenen Aussagen auch drinnen gewesen. Die haben aber nur von Gängen, teils unterbrochen, berichtet.

lg

Cerberus9

PS.: @Josef: Bild ist im freien Bereich (nicht im militärischen) aufgenommen.
 

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josef

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#51
Spitz- oder Pyramidenbunker Flugfeld W in WN

Ich habe auch schon öffters mit ehem Soldaten darüber gesprochen. Habe viele (teils tolle) Versionen gehört. Ein paar sind nach eigenen Aussagen auch drinnen gewesen. Die haben aber nur von Gängen, teils unterbrochen, berichtet.
Als plausibelste Version halte ich die "Variante" als Schutz der Abgänge zu den unterirdischen Tanks der ehemaligen Unterflurtankanlagen. Siehe Beitrag #16:

lg
josef
 
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salsipuedes

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#53
mein senf

Hmmm, muß meinen Senf auch mal dazu geben, zu den Vermutungen. Ich bin davon überzeugt das ein bißchen Wahrheit in der ganzen Geschichtesteckt. Mein Nachbar in meiner Kindheit ca:17 Jahre lang hatte als Kind in WNF gearbeitet. Er erzählte auch von Teilweise Unterirdischer Produktion. Außerdem hat er berichtet das, wenn ein Luftangriff oder ein Alarm stattgefunden hatte sind sie über einen Laufgang oder einer Unterirdischen Verbindung in die Villienkollonie verlegt worden wo auch nach der Bombadierung kurze zeit Munition hergestellt wurde. Muß dazu sagen er hat nicht gesagt das der Gang komplett durchgegangen ist, er könnte nur aus dem Fabrikgelände geführt haben. Der Mann war nicht verwirrt, muß man auch dazu sagen. Also denke ich persönlich das ein bißchen Wahrheit schon dran ist. Ob das komplett unterirdisch ist denke ich währe eine enorme Leistung gewesen. Aus sicherer Quelle eines damaligen beamten des Einsatzkommandos weis man auch das das Hauptgebäude einige Stockwerke tief ist. Unter diesem Link http://www.youtube.com/watch?v=eI559qvRY20&feature=related kommt ein Bunker vor der sich am Gelände oder angrenzend der Cobra befindet. ( Zeitachse / ab 1min 40 ).
Ich glaube über dieses Thema wird noch viel Diskutiert werden, es fehlen leider Beweise und wenn es die geben würde, na dann Bumm da würden auf dem Gelände in Wiener Neustadt 100000 läute herumirren und Blödsinn machen.
 
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marcel

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#54
Hab mir schon gedacht das ich mit meinem Posting auf wenig Gegenliebe stossen werde!
Tja wie auch immer.....

Ja es gibt mehrere Gänge in denen man gehen kann bis zu den gesprengten Bereichen
die gehören zum Teil zur heutigen Häuserkampfanlage..........

Aber man hat sie einmal freigelegt\aufgegraben und ist dann auf eine Anlage mit Flugzeugen usw. gestossen die Schilderungen der Personen die daran involviert waren, waren nicht von schlechten Eltern,man hat dann alles wieder eilig in denn ursprünglichen Zustand versetzt.
Die großen Rampen waren sicher nicht in dem Bereich.....aber trotzdem gibt es eine große schräge Senke in der heutigen Kaserne die sicher mal eine Art Rampe war!

Ich selbst bin auch kein Freund von irgendwelchen utopischen Phantasien!

Leider hab ich auch keine Fakten! Schade! Nur endlose Diskussionen mit Personen die über diese Sache sehr gut Bescheid wissen!

Lg
 
S

salsipuedes

Guest
#55
Hab mir schon gedacht das ich mit meinem Posting auf wenig Gegenliebe stossen werde!
Tja wie auch immer.....

Ja es gibt mehrere Gänge in denen man gehen kann bis zu den gesprengten Bereichen
die gehören zum Teil zur heutigen Häuserkampfanlage..........

Aber man hat sie einmal freigelegt\aufgegraben und ist dann auf eine Anlage mit Flugzeugen usw. gestossen die Schilderungen der Personen die daran involviert waren, waren nicht von schlechten Eltern,man hat dann alles wieder eilig in denn ursprünglichen Zustand versetzt.
Die großen Rampen waren sicher nicht in dem Bereich.....aber trotzdem gibt es eine große schräge Senke in der heutigen Kaserne die sicher mal eine Art Rampe war!

Ich selbst bin auch kein Freund von irgendwelchen utopischen Phantasien!

Leider hab ich auch keine Fakten! Schade! Nur endlose Diskussionen mit Personen die über diese Sache sehr gut Bescheid wissen!

Lg
keine Frage ich weis von was du sprichst ich habe es auch schon des öfteren gehört. nur ich bin noch am zweifeln das es wirklich so gross gewesen sein sollte. Das es eine unterirdische produktion in Wiener Neustadt wahr ist sicher nicht falsch, aber beweise müsste es geben.
Warst schon mal im Stadtarchiv oder am Gemeindeamt fragen ob du was einsehen kannst????? Die reaktion wird dich umhauen. Wo du auch sehr vieles erfahren kannst ist im Waffenmuseum Wiener Neustadt, dem das gehört war mit dabei in den nachkriegsjahren die Munitionsreste zu beseitigen mit Polizei und Bundesheer.
 

josef

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#56
@salsipuedes und @marcel kommt bitte endlich auf den Boden der Realität zurück und vermutet nicht gleich hinter jedem LSD oder Kanalschacht eine große U-Anlage! Außerdem werwechselt ihr Äpfel mit Birnen, was hat z.B. die neuerbaute und 1992 in Betrieb gegangene Einsatzzentrale und Ausbildungsstätte der "Cobra" mit einer (nichtvorhandenen) U-Fertigung der WNF in WN zu tun?

Es gab Pläne, unter dem Flugfeld Ost (Werksflugplatz der WNF) ein Bunkerwerk zu errichten. Die Baufirma Lang & Menhofer erstellte ab Jahresende 1943 Pläne und Berechnungen... gebaut wurde aber nichts! Es kam zu den Verlagerungen der Produktion in die bekannten Orte lt. Verlagerungslisten!

lg
josef
 
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salsipuedes

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#57
keine frage Josef ich habe nur das weiter gegeben was ich gehört habe, meine Meinung dazu habe ich auch kund getan. Wie jetzt nun die Realität aussieht kann man streiten. Ich glaube es erst wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe. Einige Sachen werden schon stimmen, die Zeitzeugen werden sich das ja nicht alles aus Spaß einfallen lassen. Vielleicht kommt der durchbruch ja noch ;;;;))))))))))))
 

josef

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#58
Foto Spitzbunker Flpl. WN-West aus 1956 usw.

Fand ein Foto aus 1956 mit dem Spitzbunker am heutigen Übungsgelände des Jagdkommandos. Damals belegten die ersten Segelflugvereine nach Abzug der Sowjets den Platz. Das ÖBH war damals auf diesem Teil des Areals noch nicht präsent. Später mussten die privaten Flugsportvereine weiter in den Westteil ausweichen.

1. Foto - Ausschnitt aus 2. Bild:
Links ist der aus LW-Zeiten stammende alte Tower, dessen Ruine von den Russen provisorisch instandgesetzt wurde, zu sehen. Unter dem Flügel des Seglers erkennt man den Spitzbunker mit dem Eingang auf der platzabgewandten Seite.

2. Foto:
Gesamtbild, zeigt rechts Ruinenteile der alten Fliegerkaserne und dahinter, das einzige (neben Teilen des alten Eingangsportals) nichtzerstörte Gebäude, das ehemalige Kasino. Auf diesem Objekt der heutigen Flugfeldkaserne wurde später vom ÖBH der neue Kontrollturm aufgesetzt.

3. Foto:
Teil der heutigen Flugfeldkaserne mit dem neuen Kontrollturm am adaptierten ehemaligen Kasinogebäude der alten Fliegerkaserne.

Bildquellen: R.Marwan-Schlosser; Luftfahrt und Flugsport in Wiener Neustadt; Wiener Neustadt 1981; (F. 1 u. 2: Seite 151, F. 3 Seite 156)
 

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Andreas

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#60
Flugplatz WN-West

Hallo,

zu den Anlagen auf dem Flugfeldkasernengelände (gegenüber Sportplatz).

Soweit ich mich erinnern kann, gab es einen Abgang mit Stahltüre zu ein paar kleinen Räumen welcher als Lager vom ÖBH genutzt wurde (Eingang von außerhalb des Gelände nicht sichtbar) und zwei Pyramidenabgänge.
Wobei bei einer, nur das Fundament mit Beton vergossenen Abgang vorhanden ist (wie bei den ostseitigen an der Flugfeldgrenze).
Die erhaltene hatte einen verschütteten Abgang, der Hohlraum mit Zwischendecke wurde als Lager verwendet.

Alle anderen Hügeln mit Deckungsgräben sind Kampfbahnen für Übungszwecke etc. und neuzeitlichen Ursprungs.


Grüße
Andreas
 
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