Weiß jemand wie der Schrotthändler hies der nach Abzug der amis und Russen ein Jahr gebraucht hat um alles da raus zu holen? Auch die Sache in Amstetten und der 6. SS Panzerdivision und deren Transportgut Richtung USA Gefangenschaft wären aufschlussreich. Hatten die Kammer sammt Akten dabei? Die Aktenlage ist dort besonders mau, jeder wollte nur noch seinen Arsch retten, da hat keiner mehr Buch geführt. Warum sprachen die Russen vom größten verrat aller Zeiten? Da kann man 1+1 zusammen zählen... Die Eier!
 
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Hat jemand aktuelle Pläne oder Fotos vom Stollen in melk würde mich sehr interessieren ob der noch begehbar ist oder wie weit falls noch was existiert oder vohanden ist
danke im voraus.
 

josef

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„12-Stunden-Konzert“ gegen das Vergessen

Seit 25 Jahren hält der Gedenkverein „MERKwürdig“, gegründet 1994 von Alexander Hauer und Michael Garschall, das Gedenken an die Opfer des Melker Konzentrationslagers wach. Zum Jubiläum findet ein „12-Stunden-Konzert wider Gewalt und Vergessen“ mit rund 30 Live-Acts statt.
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In der Melker Biragokaserne existierte das größte Konzentrationslager auf niederösterreichischem Boden (damals „Niederdonau“), das drittgrößte der über 40 Außenlager von Mauthausen. Von 21. April 1944 bis 15. April 1945 wurden rund 14.400 KZ-Häftlinge aus über 20 Ländern hier unter unwürdigsten Bedingungen gezwungen, eine unterirdische Rüstungsfabrik zu errichten.

Fast 5.000 Häftlinge fielen der massiven Unterversorgung mit Nahrung, Kleidung und Ausrüstung zum Opfer, starben bei schweren Unfällen im Stollen oder wurden ermordet. Seit 2018 erinnert die „Wand der Namen“ in der Gedenkstätte – dem ehemaligen Krematorium – an jene 4.884 Menschen, die hier ermordet wurden.

wikimedia commons / BrThomasCC BY-SA 3.0
KZ-Häftlinge bei der Ankunft in Melk

Drei Sekunden Musik für jedes Opfer
„Die möglichst lückenlose Recherche sämtlicher Namen der rund 14.400 ehemaligen Melker KZ-Häftlinge ist mit Unterstützung einer Studierenden des Instituts für Zeitgeschichte und in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bereits weit gediehen“, berichtet Alexander Hauer, Obmann des Vereins MERKwürdig. „Gleichzeitig versuchen wir aber auch eine ganz spürbare Annäherung: Wir wollen jedem der 14.400 Häftlinge drei Sekunden Musik widmen. Drei Sekunden sind in etwa jener Zeitraum, den es zum Aussprechen eines Namens braucht, also ein wirklich kurzer Augenblick. In Summe sind dies 43.200 Sekunden, also 720 Minuten, also zwölf Stunden.“

Eine breite Palette unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen – von Klassik über Jazz und Pop, Österreichisches und Internationales – wird am 22. September bei freiem Eintritt geboten. Unentgeltlich mit dabei sind u.a. Manuel Rubey und Gerald Votava, klezmer reloaded extended, Wenzel Beck, EsRap, Otto Lechner, Die Strottern, Trio Lepschi, Dagmar Bernhard sowie eine bunte Mischung von Künstlern aus Melk und Umgebung.

Begonnen wird um 10.00 Uhr in der Stiftskirche mit einer musikalischen Intervention, um 10.30 Uhr startet das Programm auf dem Melker Hauptplatz. Bei der Gedenkstätte und im Kasernenareal (ehemaliges KZ-Gelände) gibt es um 11.00, 13.30 und 17.00 Uhr kostenlose Begleitungen mit Guides, ab 16.00 Uhr klassisches Programm in der Pfarrkirche.
noe.ORF.at/Agenturen

Link:
Weitere Infos: Sonntag 22.09.2019 in Melk: "12 Stunden Konzert wider Gewalt und Vergessen" - Gedenken an die Melker KZ-Häftlinge

Kultur: „12-Stunden-Konzert“ gegen das Vergessen
 

josef

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Drei Sekunden Gedenken für jeden KZ-Häftling
Ein zwölf Stunden langes Konzert hat am Sonntag in Melk stattgefunden. Es war zu gleichen Teilen den Häftlingen des dortigen Mauthausener Außenlagers gewidmet, dem größten Konzentrationslager auf dem Boden des heutigen Niederösterreichs.
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„Wider Gewalt und Vergessen“ wollte man bei dem Konzert am Sonntag auftreten. 180 Künstlerinnen und Künstler kamen, um ohne Bezahlung zu spielen. 14.400 Häftlingen wollte man gedenken, jedem einzelnen wurden drei Sekunden Musik gewidmet – in etwa die Zeit, die man für das Aussprechen des Namens brauchen würde.

Der Verein „MERKwürdig“ recherchierte die 14.400 Namen im Vorfeld der Veranstaltung. Ziel sei gewesen „den Menschen, die damals Nummern waren, ihre Namen zurückgeben“, sagte Obmann Alexander Hauer. Auf dem Gelände der Birago-Kaserne befand sich eines von mehr als 40 Außenlagern des KZ Mauthausen. Häftlinge aus mehr als 20 Ländern waren hier interniert, fast 5.000 von ihnen wurden ermordet. Die Namen der Getöteten sind schon seit längerem auf einer Gedenktafel niedergeschrieben.

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Auf einer Gedenktafel sind die Namen aller Getöteten zu lesen

Halbstündige Konzerte
Die Konzerte begannen am Sonntag um 10.00 Uhr mit Maria Zauner in der Melker Stiftskirche, später wechselten sich am Hauptplatz halbstündlich Künstlerinnen und Künstler ab, darunter etablierte Musikgrößen wie Otto Lechner oder Manuel Rubey und Gerald Votava. Parallel dazu gab es musikalische Interventionen bei der Gedenkstätte und direkt am Kasernenareal.
„Ich denke, es ist eine Zeit gewesen, die nicht in Vergessenheit geraten darf“, sagte etwa Martina Handl aus Zelking (Bezirk Melk). Sie habe früher viel von ihren Großeltern gehört, erzählt sie. Auch Anneliese Wieser aus Pöchlarn entschied sich, zum Konzert zu kommen: „Wir ‚Alten‘ haben das noch etwas in Erinnerung. Danke an die vielen Jungen, die da sind.“

Überlebender will „zeigen, was hier passiert ist“
Im Publikum ist auch einer, der die KZ-Außenstelle als Häftling er- und überlebte. Andrew Sternberg wurde von Auschwitz nach Mauthausen und später nach Melk gebracht. „Ich habe keine Familie. Die tausenden anderen Häftlinge, die auch hier waren, sind meine Familie.“

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Der KZ-Überlebende Andrew Sternberg sprach vor dem Publikum auch über seine Erfahrungen

Seit etwa 30 Jahren kommt Sternberg jedes Jahr nach Melk. „Es ist wie bei den Leuten, die regelmäßig zum Friedhof gehen, um an ihre Angehörigen zu denken“, sagte er. Als er als Häftling hier war, „dachte ich zuerst immer, dass ich das nie überstehen würde. Eines Tages beschloss ich jedoch, der Welt zu zeigen, was hier passiert ist und was ich erlebt habe. Ich möchte die Nachricht überbringen.“
23.09.2019
Kultur: Drei Sekunden Gedenken für jeden KZ-Häftling
 
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